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"gewerkschaftsfeindliche Vorträge mit Anwesenheitspflicht"

Schwere Vorwürfe aus New York: Apple betreibt „Union Busting“

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Dass Apple den Aufbau von Mitarbeiter-Vertretungen nicht ohne Weiteres hinnehmen würde, zeichnete sich bereits ab. Die Filialleiter der über 300 amerikanischen Apple Stores wurden von Cupertino mit Sprachregelungen und Argumentationshilfen gegen gewerkschaftliche Bestrebungen ausgestattet, die Lobby-Abteilung Apples stellte zudem Mittel für den politischen Kampf gegen die gewerkschaftliche Organisation der eigenen Belegschaft bereit.

In New York muss sich das Unternehmen nun schwere Vorwürfe gefallen lassen, die Apple aktives „Union Busting“ unterstellen. Der englische Begriff (zu Deutsch etwa „Gewerkschafts-Zerstörung“) beschreibt den systematische Sabotage von Arbeitnehmervertretungen bzw. den Bemühungen deren Aufbau zu verhindern.

„gewerkschaftsfeindliche Vorträge mit Anwesenheitspflicht“

Die Vorwürfe kommen von der „Communications Workers of America“ (CWA), einer der größten Gewerkschaften in den Vereinigten Staaten, die ihre Mitglieder aus den Bereichen Telekommunikation, Technologie, Gesundheit und Journalismus rekrutiert.

Nach Angaben der CWA soll Apple in der New Yorker „World Trade Center“-Filiale gewerkschaftsfeindliche Vorträge mit Anwesenheitspflicht gehalten haben, Arbeitnehmer zu gewerkschaftlichen Aktivitäten befragt und die Verteilung von Gewerkschaftsflugblättern eingeschränkt haben.

Vorkommnisse, die nach Einschätzung der CWA als sogenannte „unfair labor practice“ (ULP) eingestuft werden müssen und jetzt zur Anzeige gebracht wurden.

Von der Wirtschaftsnachrichten-Agentur Bloomberg auf die Vorwürfe angesprochen reagierte Apple gewohnt wortkarg. Man freue sich den Voll- und Teilzeitbeschäftigten eine sehr gute Vergütung und Zusatzleistungen bieten zu können, darunter Gesundheitsfürsorge, Erstattung von Studiengebühren und Elternzeit – auf die konkreten Vorwürfe reagiert Apple jedoch nicht.

Zum Nachlesen:

19. Mai 2022 um 09:57 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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