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Zuspruch für andere Aktivisten

Für Gewerkschaften: Video lässt Apple-Mitarbeiter zu Wort kommen

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15 Kommentare 15

Die betriebliche Organisation anzugehen, um die Interessen der Arbeitnehmer bei Lohnverhandlungen, verbesserungswürdigen Arbeitsbedingungen und Binnenverhältnissen zwischen Management und Belegschaft mit Nachdruck durchsetzen zu können, erfordert Mut.

Apple Mitarbeiter

Apple-Mitarbeiter: Immer „fröhlich“, aber nicht immer zufrieden

So müssen sich die Mitarbeiter beim Aufbau von Arbeitnehmervertretungen nicht nur einmal untereinander vernetzen und organisieren, sondern diesen Kraftakt in jeder Arbeitsstätte aufs Neue vollziehen. In den Vereinigten Staaten haben die ersten Apple-Filialen in diesem Jahr mit der gewerkschaftlichen Organisation begonnen und stoßen in Apples Firmenzentrale damit vor allem auf Ablehnung.

Apple geht aktiv gegen Gewerkschaften vor

So hat sich der Konzern für das Einschlagen eines Konfrontationskurses entschieden und Argumentationshilfen unter den Filialleitern verteilt, die das Personal vom Aufbau unabhängiger Arbeitnehmervertretungen abhalten sollen. Die Sprachregelungen unterstreichen: Apple legt keinen Wert auf gewerkschaftlich organisiertes Personal und investiert einen Teil des Firmengewinns in Lobbyisten, die genau dies verhindern sollen.

Damit erfordern die Anstrengungen, die in mittlerweile drei Apple-Filialen in Atlanta, Maryland und New York laufen, noch einen Zacken mehr Mut. Immerhin stellt man sich gegen die ausdrückliche Position der Firma.

Zuspruch für Aktivisten in anderen Filialen

Für Zuspruch soll ein jetzt veröffentlichtes YouTube-Video sorgen, in dem mehrere Apple Store-Mitarbeiter zu Wort kommen, die sich in ihren Filialen um den Aufbau von Arbeitnehmervertretungen kümmern.

Apple-Store-Angestellte wie Kevin Gallagher (seit 7 Jahren bei Apple) und Christie Pridgen (seit 8 Jahren bei Apple) blicken in den knapp fünf Minuten des Kurzfilms „Inside Apple Retail Workers Union Drive“ auf die Herausforderungen bei Apple und das bislang verwehrte Mitspracherecht zurück und argumentieren für den Aufbau von Gewerkschaften.

Fünf Minuten, die vielleicht schon ausreichen, um weitere der über 300 amerikanischen Apple-Filialen zum Aufbau eigener Arbeitnehmervertretungen zu motivieren.

17. Mai 2022 um 09:26 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    • das ist bei Gewerkschaften nicht anders … die vertreten u.a. auch ihre eigenen Interessen. Schließlich braucht es ja eine Daseinsberechtigung.

      • Dann wäre doch eine Gewerkschaft eigentlich schön: dann gäbe es einerseits Apple, dass seine Interessen vertritt. Und die Gewerkschaft, die die der Belegschaft vertritt. So können dann gute und faire Kompromisse (zum Beispiel bei Lohnabschlüssen) gefunden werden. Definitiv besser als wenn eine Seite nahezu die gesamte Macht hat.

      • Das ist doch Käse was du da schreibst.
        Ich würde dir hier mal empfehlen dich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Auf Wiki findet sich da einiges zu dem Thema.
        Schon unglaublich was man hier so von sich geben kann.
        Schade das man keinen Daumen runter verteilen kann.

      • thomas brinkmann

        dieses vorgehen von apple nennt sich
        UNION BUSTING und ist eine ganz miese nummer von monopol kapitalisten !
        (siehe dazu auch AMAZON / TESLA usw.)
        in deutschland gilt gott sei dank noch deutsches recht …
        also das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) … diese konzerne gehören natürlich in die schranken gewiesen !

      • Der andere Tobi

        Ich arbeite in einem Konzern mit starker Gewerkschaft. Eine systematische Benachteiligung von Nicht-Mitgliedern der Gewerkschaft ist hier Gang und Gebe. Die eine Hälfte arbeitet nicht, weil sie dank Schutzgeld an die Gewerkschaft unkündbar ist, und die andere Hälfte (zwangsweise auch in der Gewerkschaft) versucht mit Überstunden, den Laden noch zu retten.

      • Was für ein Unfug..

      • Wow, was für eine Feststellung…

  • Kapitalismus im Endstadium, das ist halt Amerika! Und somit auch Apple!

    • Endstadium? Die laufen sich gerade mal warm… aber leider nicht nur Apple.

      • Also Kapitalismus im Endstadium ist trotz deines Einwandes richtig oder was würdest du zu einem ami sagen der 4 Jobs hat um über die Runden zu kommen aber sich doch nix leisten kann ? Natürlich ist das die Endstufe was soll es sonst sein ?

  • Wenn sich die MA über die Bedingungen im RETAIL bei Apple beschweren dann finde ich geht das zu weit. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie anstrengend der Job ist aber ich finde auch, dass in Deutschland die MA gepampert werden. Apple macht viel für seine MAs, zahlt auch über durchschnittlich aber verlangt aber auch viel. Am Ende ist es Retail! Das ist anstrengend und man muss Kunden aushalten. Wems nicht passt soll gehen. Dieses jammern auf hohem Niveau nervt. Fairer Weise muss ich dazu sagen, dass es durchaus sein kann, das die Situation in den USA schlimmer sein kann, was ich nicht weiß.

    • Es geht hier ja auch nicht um Deutschland. In den USA gibt es vielfach nicht mal Arbeitsverträge. Es herrscht die völlige Willkür in Bezug auf Kündigungen. Da reicht manchmal schon ein kritisches Wort. Das sich Apple diesem Union Busting anschließt ist erbärmlich.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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