Mehr Überblick im Finder
Flairy: Neuer Anlauf gegen gleichförmige Mac-Ordner
Mit Flairy steht im Mac App Store eine neue Anwendung bereit, die Finder-Ordner nicht nur einfärbt, sondern komplett durch eigene Symbole ersetzt. Der Entwickler Sadek Elfezzani beschreibt die App als Reaktion auf das bekannte Problem, dass sich Verzeichnisse unter macOS optisch nur schwer unterscheiden lassen.
Apples eigene Farbtags helfen zwar beim Sortieren, bleiben aber kleine Markierungen und machen aus einem Musik-Verzeichnis noch kein sofort sichtbares MP3-Ordner.
Kostenlose App ohne Konto und Werbung
Flairy setzt deshalb auf eine Icon-Bibliothek. Nutzer wählen einen Ordner aus, entscheiden sich für ein Motiv und ersetzen damit das Standardsymbol des Verzeichnisses. Die App bietet nach Angaben im Mac App Store mehr als 50 gestaltete Icons, unter anderem für Design, Videoschnitt, KI, Finanzen, Daten, Spiele und weitere Alltagsbereiche.
Flairy wird kostenlos angeboten. Laut Entwickler braucht die App kein Benutzerkonto, verzichtet auf Abos, Werbung und Tracking. Wer die App ausprobiert und nützlich findet, soll stattdessen mit einer Bewertung im App Store helfen. Zusätzlich sammelt der Entwickler über ein Formular Wünsche für weitere Icon-Themen.
Die App ist 90 MB groß und benötigt macOS 26.0 oder neuer.
Lange Liste ähnlicher Helfer
Ganz neu ist die Idee nicht. Wir haben über die Jahre mehrere Werkzeuge vorgestellt, die den blauen Finder-Einheitslook aufbrechen. Die frühe Gratis-App Foldery färbte Ordner noch schlicht ein, während Plaster Verzeichnisse mit Bildern versehen konnte. Später kamen Helfer hinzu, die stärker auf Finder-Integration oder Symbolbibliotheken setzten.
So erlaubte Tager den Austausch per Rechtsklick und nutzte Apples SF-Symbolsammlung für eigene Vorlagen. Manila ging einen anderen Weg und integrierte sich als schlanke Finder-Erweiterung, um Ordner über das Kontextmenü farblich hervorzuheben. Der Unterschied zu Apples Tags blieb dabei entscheidend: Ein komplett eingefärbter Ordner fällt im Finder deutlich schneller auf als ein kleiner Punkt neben dem Namen.
Zuletzt hatten wir mit Folderizer und FancyFolders zwei weitere Ansätze in dieser Kategorie. Folderizer kombiniert Farben mit Symbolen, FancyFolders erstellt neue Verzeichnisse mit angepasster Optik. Flairy positioniert sich nun weniger als Baukasten und stärker als kuratierte Icon-Sammlung: auswählen, anwenden, weiterarbeiten. Wer möglichst frei gestalten will, findet bei den älteren Alternativen mehr Stellschrauben. Wer nur schnell visuell unterscheidbare Projektordner braucht, bekommt hier einen sehr direkten Ansatz.

