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"Vergessen zu informieren"

Bartender: Erklärungen der neuen Besitzer kommen etwas spät

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23 Kommentare 23

Es gibt noch ein kleines Update zu der Geschichte um Bartender. Die beliebte und lange Jahre auch von uns empfohlene Mac-Anwendung stand ja in der vergangenen Woche im Rampenlicht, nachdem ihr ursprünglicher Entwickler Ben Surtees die Segel gestrichen und die App an einen App-Verwerter übertragen hatte.

Der neue Eigentümer hatte mit gleich mehreren Aktionen für Unmut bei den bestehenden Bartender-Nutzern gesorgt. Allem voran mutet es ;weiterhin komisch an, dass der Besitzerwechsel nicht direkt und offen kommuniziert wurde, zudem war eine der ersten Aktionen unter neuer Regie, ein Analyse-Framework zu implementieren, mit dessen Hilfe zusätzliche Nutzungsdaten gesammelt werden konnten.

Bestandskunden verunsichert

Diese Umstände haben verständlicherweise für Verunsicherung und Verwirrung gesorgt, was auch eine Welle von heftiger Kritik zur Folge hatte. Mit einer weiteren Stellungnahme versuchen die neuen Bartender-Besitzer nun erneut, die entstandenen Wogen zu glätten. Ein Vertrauensverlust wird aber auch angesichts der Tatsache, dass die vorgetragene Argumentation eher schwach ausfällt, nicht zu revidieren sein.

Bartender Sorry

Hinweis auf Besitzerwechsel „vergessen“

Dem Vorwurf, man hätte den Besitzerwechsel direkt und offen kommunizieren müssen, halten die neuen Bartender-Besitzer entgegen, dass sie dies schlicht vergessen hätten. Ihr Fokus sei voll und ganz darauf gelegen, einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen und direkt erste Verbesserungen in die App einfließen zu lassen.

Mit dem Ziel, Fehler auszumerzen und die App zu verbessern, wird auch die Integration des Analysewerkzeugs „Amplitude“ begründet. Man habe mit dessen Hilfe besser nachvollziehen wollen, wie viele Bartender-Nutzer Probleme mit den Zugriffsrechten unter macOS haben. In der aktuellen Version der App (5.0.53) sei die Erweiterung bereits wieder entfernt, weil man die nötigen Zahlen erhalten habe.

Entwickler kommunizieren zu spät

Aber gerade wenn es sich so verhalten hat, wie oben dargestellt, muss man sich doch fragen, warum die Entwickler diesen Sachverhalt nicht bereits im Vorfeld offen kommuniziert haben und ihre Kunden beispielsweise durch ein Pop-up auf diesen Umstand und den Grund dafür hingewiesen haben. Der Einstand wäre dann sicher deutlich besser gelungen.

Dementsprechend kann man es Bartender-Nutzern nicht unbedingt übel nehmen, wenn sie sich jetzt nach Alternativen umsehen. Mit Anwendungen wie iBar, Ice oder Hidden Bar haben wir mehrere davon bereits vorgestellt:

12. Jun 2024 um 10:36 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Zu spät.

    Ich habe auf iBar gewechselt und bin Happy damit

    • So geht’s mir auch.
      Hab auch Barbee probiert. Das entfernt leider die aus der versteckten Leiste aufgerufenen Appsymbole nicht wieder aus der „Original-Menüleiste“.
      Dieser Fehler tritt bei iBar nicht auf.

      (MacOS Sonoma, MBP M1)

      Antworten moderated
    • ebenso … iBar kann die 3 wichtigen Sachen die m. E. so ein Teil können muss
      – Icons verstecken
      – bei Klick in extra Bar wieder einblenden
      – den Abstand der Icons auf das „normale“or-Ventura-Maß korrigieren
      Den hässlichen Einstellungsdialog sieht ja nur beim Einstellen …
      Hätte wegen OpenSource gerne zu Ice gewechselt, aber das ist leider noch etwas unfertig und beherrscht einen der Punkte leide nicht

  • Wenn das so ist, ich wollte mir eine Lizenz für Bartender zulegen, aber hab ich vergessen

  • Die Übernehmenden teilen ihr Schicksal mit unserem Bundeskanzler… diese Vergesslichkeit heutzutage… ;-D

    • Ach, wie gut das es schon früher den einen oder anderen Kanzler gab, der etwas vergessen hatte.

      Da war zB einer, der sich für die Deutsche Einheit feiern lies und eigentlich nur Glück hatte in der
      Zeit Kanzler zu sein. Aber noch viel größere Geldsummen usw. vergessen hat.

      Und das wo es sogar schon Zeugenaussagen von Beteiligten gegen Ihn gab.

      Antworten moderated
  • @HAL9000 +1 Ich bin auch raus. Das Vertrauen ist weg. Ich habe mit für Ice entschieden.
    @Integer hahaha

  • Auf meinem als Testgerät (nicht produktiv) genutzten MBA Intel, habe ich schon Bartender deinstalliert und durch Ice ersetzt. Funktioniert und ich komme klar, also werden mein MBA M1 und iMac folgen.

  • Bin auch weg von Bartender. Habe ICE und Spaced installiert und bin vollkommen zufrieden.

  • Also ich habe Bartender nun schon mal und bis sich da nichts gross ändert, bleibe ich dabei. Falls der neue Besitzer auf Abo oder sowas umsteigt, kann ich mich dann immer noch nach Alternativen umschauen.

    • Mit einem der letzte Updates gab es in Bartender plötzlich Amplitude als Tracker, welcher im Hintergrund lief. Der hat im Minutentakt versucht nen Server zu kontaktieren. Pi-Hole hat das glücklicherweise geblockt. Seitdem ist die Software bei mir auch weg vom Mac.

  • Vertrauen aufbauen ist sehr schwierig und langwierig, Vertrauens zerstören geht ganz schnell. So auch hier … Ich hab bartender gelöscht. Geht auch ohne

  • Das wird mit der nächsten version von macOS ohnehin gesherlocked ;-)

    Antworten moderated
  • Ich bin im Moment noch bei Bartender geblieben, denn eigentlich war ich bisher immer zufrieden damit. In ihrem Blog vom 10.06. entschuldigen sich die neuen Eigentümer für die mangelnde Kommunikation und versprechen Besserung. Amplitude wurde in der neuesten Version wieder entfernt. Ich gebe ihnen nochmal eine (einzige) Chance.

    • Viel Spaß dann eines Tages mit dem (vermutlich) Abo-Modell. Applause scheint ja ein AppVerwerter zu sein (siehe andere Artikel hier auf dem Blog) und die wollen i.d.R. vor allem eins: Kohle machen. Das geht nun mal am besten mit einem AboModell – die haben ja nur Pech gehabt, das MacUpdater ihnen in die Parade gefahren ist und dass es dadurch für viele publik geworden ist, was es zuvor nicht war.

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