Bartender-Alternative bleibt in Bewegung
Thaw 2.0 steht bereit: Kostenloser Bartender-Ersatz vor großem Update
Der kostenlose Menüleistenmanager Thaw nähert sich Version 2.0. Die Anwendung liegt inzwischen als erster Release Candidate vor und dürfte damit kurz vor der nächsten größeren Veröffentlichung stehen. Thaw richtet sich an Mac-Nutzer, die ihre Menüleiste aufräumen, einzelne Symbole ausblenden und bei Bedarf wieder einblenden wollen.
Thaw übernimmt dabei eine Aufgabe, die macOS selbst nur eingeschränkt beherrscht. Die Anwendung erlaubt es, Symbole in der Menüleiste gezielt auszublenden, in verschiedene Bereiche zu verschieben oder nur bei Bedarf einzublenden. Gerade auf kleineren Displays oder bei einer größeren Zahl installierter Anwendungen sorgt dies für mehr Übersicht. Zusätzlich bietet Thaw eigene Such- und Organisationsfunktionen für Menüleistenelemente.
Wir hatten Thaw im Februar erstmals vorgestellt. Damals stand vor allem die Entstehungsgeschichte im Vordergrund. Die Anwendung ist eine Abspaltung des Open-Source-Projekts Ice, dessen Entwicklung weitgehend eingeschlafen war. Thaw übernahm den bestehenden Code und sollte die freie Menüleistenverwaltung mit Fehlerbehebungen, aktueller macOS-Unterstützung und weiteren Funktionen am Leben halten.
Der Zeitpunkt ist für viele Nutzer relevant, weil der ehemalige Platzhirsch Bartender seit der Übernahme durch neue Betreiber nicht mehr das gleiche Vertrauen genießt wie früher. Hinzu kommt, dass Bartender ein Abo-Modell eingeführt hat. Wer kein weiteres Jahresabo abschließen möchte, dürfte sich deshalb verstärkt nach Alternativen umsehen.
Version 1.2 brachte Alltagsverbesserungen
Seit unserer ersten Berücksichtigung hat Thaw bereits mehrere Schritte gemacht. Die stabile Version 1.2 erschien im April und brachte vor allem eine bessere Verwaltung der Symbolpositionen. Einmal eingerichtete Menüleistenelemente werden seitdem automatisch gespeichert und nach App-Neustarts oder Systemstarts wiederhergestellt. Dies war für viele Nutzer ein zentraler Punkt, da sich Menüleistenmanager im Alltag vor allem daran messen lassen müssen, ob die einmal eingerichtete Ordnung erhalten bleibt.
Neu hinzu kamen außerdem frei vergebbare Namen für Menüleistenelemente, optionale Hinweise beim Überfahren der Symbole mit dem Mauszeiger und eine Steuerung über URL-Schemata. Dadurch lässt sich Thaw etwa aus Anwendungen wie Raycast heraus ansprechen. Ebenfalls ergänzt wurden Warnungen bei parallel laufenden Menüleistenmanagern sowie Einstellungen pro Display.
Thaw 2.0 zielt nun auf macOS 26
Mit Thaw 2.0 verschiebt sich der Fokus deutlich auf macOS 26. Die neue Hauptversion ist ausschließlich für Apples aktuelles Betriebssystem vorgesehen und übernimmt dessen Liquid-Glass-Optik.
Der Release Candidate bringt vor allem Stabilitätskorrekturen. Dazu zählt ein verbessertes Verhalten beim Wechsel aktiver Displays, damit gespeicherte Layouts nicht ungewollt neu sortiert werden. Auch die Auflösung von Symbolen, die über das Kontrollzentrum eingebunden sind, wurde weiter überarbeitet.
In den vorangegangenen Betas kamen globale Tastenkürzel für einzelne Menüleistensymbole, erweiterte Profile, neue Layoutoptionen für die Thaw Bar, Anpassungen für MacBooks mit Notch und zahlreiche Korrekturen für Mehrmonitor-Setups hinzu. Der Download wartet hier auf euch.




Schaut richtig nice aus!
Ich hatte nach dem Bartender-Fiasko auf Barbee umgestellt. Das hat aber immer wieder herum gezickt. Dur Zufall dann mal in die Aktivitäten App geschaut: 10% CPU und 350MB Speicher… Der aktuelle Bartender braucht 0,1% und gibt sich mit 28MB zufrieden. Da Bartender auch nicht mehr nach Hause telefoniert, ist er wieder zurück auf meinem Rechner.
Wie schaut es bei Thaw aus ?
CPU ±0,2%, bei 70MB RAM für den RC von Version 2.
MacOS 27 bringt einen Menu-Leisten toggle.
Man kann auch auf Displays mit notch die Menuleisten Symbole einblenden. Nativ legt sich das aber nicht in einen weitere Leiste sondern über die Optionen des aktiven Programms.
Der USP für eine solche Applikationen (gelegentlicher Zugriff auf selten genutzte Menu Leisten Apps) entfällt aber mit Golden Gate. Sherlock hat zugeschlagen, wenn auch nicht so rabiat wie bisher.