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Positive Bilanz nach einem Jahr

TextExpander: Wechsel zum Abo-Modell hat nicht geschadet

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16 Kommentare 16

Vor genau einem Jahr hat das Entwicklerstudio Smile die Monetarisierung seiner Mac-Anwendung TextExpander umgestellt. Statt zum Einmalkauf wurde die damals neuveröffentlichte Version 6.0 der Anwendung zum Verwalten von Text-Schnipseln und Tastatur-Abkürzungen nur noch im Abo angeboten.

Eine Umstellung, mit der sich die Entwickler nicht nur Freunde machten. Gerade langjährige Nutzer ärgerten sich damals über die Einführung des neuen Preismodells – vor allem, da sich die Neuerungen im Funktionsumfang der App in Grenzen hielten.

Auf ifun.de kommentierten wir damals:

Es wird ohne Zweifel Anwender geben, die gerne bereit sind monatlich 4,95 Dollar für die plattformübergreifende Nutzung von TextExpander zu bezahlen – neben Mac und iOS steht nun auch eine Version von Windows zur Verfügung – für die reine Verwendung als Schreibhilfe auf dem Mac halten allerdings auch wir den Preis für überzogen. Natürlich steht außer Frage, dass Entwickler angemessen für ihre Arbeit entlohnt werden müssen. Dies beinhaltet hier und da auch kostenpflichtige Updates, denn selbst Anwendungen, die nach außen keine großen Neuerungen beinhalten, müssen fortwährend gepflegt und beispielsweise mit neuen Betriebssystemen kompatibel gehalten werden.

Seitdem ist viel passiert. Als Reaktion auf die initiale Kritik hat Smile wieder eine Abo-freie Einzelnutzer-Lizenz eingeführt und sich mehrfach in Hausblog zum neuen Preismodell geäußert. Jetzt, ein Jahr nach der Umstellung zieht Michael Cohen ein erstes Fazit.

Der Buchautor, der die Smile-Verantwortlichen zum Erfolg der Abo-Option befragt hat, zieht eine positive Bilanz.

Rund ein Drittel der TextExpander-Bestandskunden seien auf das neue Abo-Modell umgestiegen. Die zusätzlich generierten Umsätze hätten die Arbeiten an der Applikation deutlich befeuert. Statt nur 7 Updates auszugeben (wie im Jahr vor der Abo-Einführung) wurde TextExpander im vergangenen Jahr 17 mal aktualisiert. Die geteilten „Snippets“, die sich über den jetzt verfügbaren Web-Dienst mit anderen Nutzern austauschen lassen – eine der größten Neuerungen von TextExpander 6 – würden kontinuierlich wachsen und kämen vor allem bei Businesskunden gut an:

Smile reports that a typical team is about 12 people, but it hosts teams that have nearly 1000 members. The enterprise attractiveness of Smile’s TextExpander service was further enhanced by the successful introduction of TextExpander for Windows.

Lange Rede, kurzer Sinn: So kritisch die neue Abo-Angebote, die 1Password, TextExpander, SetApp und Co. in den vergangenen Monaten ausgerollt haben, auch beäugt werden – die Nutzer, die mit ihren Portmonees abstimmen, scheinen die Entscheidungen der verantwortlichen Entwickler zu stützen.

Freitag, 07. Apr 2017, 10:17 Uhr — Nicolas
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  • Und ich sag es nochmal: Mir wäre es lieber für ein Update zu bezahlen. Will ich es, ja dann kaufe / bezahle ich, bin ich der Meinung ich bleibe bei meiner Version und das neue interessiert mich nicht, bleibe ich dabei.
    Monatliche Gebühren kommen für mich nicht in Frage, schon gar nicht 5€ oder mehr.
    Ich bin kein Goldesel…

    • Wenn du das für deine Arbeit brauchst, sind 5€ echt ok.

    • Das sehe ich genauso wie du. Und ich behaupte einfach mal, dass viele Entwickler auch auf Abos verzichten würden, wenn sie stattdessen Geld für Updates verlangen könnten. Aber dafür müsste Apple seine Strategie ändern und den Entwicklern diese Möglichkeit einräumen. Solange dies nicht der Fall ist, kann ich die Entwickler durchaus nachvollziehen. Die Entscheidung liegt aber im Endeffekt beim Nutzer selbst, der entscheiden muss, ob Preis- Leistung gerechtfertigt ist.

  • Ich nutze seit der Abo-Ankündigung ausschließlich die Snippets-Funktion der Alfred App, weil ich Alfred sowieso in der Verwendung habe.

  • Ist nur die Frage, wie lange noch. Denn je mehr Software man im Abo bezahlen muss, desto spürbarer wird die monatliche Belastung.
    Und dann steht man vor dem Problem: was lässt man weg? Und muss dann statt sich mit einer veralteten Version weiter rumschlagen zu können, komplett auf diese Software verzichten.

  • Leider gibt es aber auch einige Nutzer die von den neuen Features nichts benötigen und umgestiegen sind bzw umsteigen werden sobald sich eine Alternative zeigt.

  • Ich bin jetzt mit Typinator glücklich. :)

  • liest sich wie eine gewollte Fakemeldung um die User zum Kauf anzustacheln.

  • Gleich nach der Ankündigung gelöscht :)

  • Ich kapiere eins nicht, warum nicht einfach zum Preis von, sagenwir 20€ anbieten. Diese Vorstellung, Apps haben gefälligst nix zu kosten, ist ehe absolut weltenfremd. Abos sind absolutes Grundübel. Man kann doch die App für eine oder zwei Wochen anbieten, mit eingeschränktem Funktionsumfang. Wer dann alles haben muss oder will hat eben zu zahlen. Für gewerbliche Nutzung sind Abos ok. Aber auch dann gehört einiges dazu. Wenn ich ein Abo abschlisse, und vom Support drei Tage auf eine Antwort warte, die dann lautet, schau dir die Faq, das geht überhaupt nicht. Solche Anbieter gehören aus dem Store geschmissen.

  • Vielleicht haben sie jetzt weniger Kunden, die zahlen dann aber ein Vielfaches. Also verdienen sie trotzdem mehr wie vorher, nur eine Vermutung.

  • aText aus dem App-Store für 4,99 EUR ist die günstigste Alternative. Läuft bei mir unter Sierra einwandfrei. Import der TextExpander-Bausteine möglich. Sync mit Dropbox oder iCloud inklusive.

  • Ich nutze Typinator und bin sehr zufrieden!!!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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