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Verbot am sinnvollsten

Studie: Von Lootboxen zu problematischem Glücksspiel

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Eine neue Studie der University of Plymouth (PDF-Download) hat eindeutige Verbindungen zwischen problematischem Glücksspiel-Verhalten und den von zahlreichen Computer-Spielen angebotenen „Lootboxen“ hergestellt. Die Verbindung zwischen den meist kostenpflichtig angebotenen In-App-Käufe mit überraschendem Inhalt und einer als problematisch zu bewertenden Neigung zu Glücksspielen könne man nun als „robust verifiziert“ klassifizieren.

Karten Lootbox

Das Aufdecken von Karten in Blizzard’s Hearthstone

Die Macher der Studie, Dr. James Close von der medizinischen Fakultät der University of Plymouth und Dr. Joanne Lloyd von der Fakultät für Bildung und Gesundheit der University of Wolverhampton, haben sich während ihrer Forschungsarbeit mit unterschiedlichsten Typen von Lootboxen beschäftigt und dabei unter anderem untersucht, welche Motivation für den Kauf verantwortlich zeichnete.

5% generieren die Hälfte der Umsätze

Neben soziale Interaktionen (viele Spieler erhofften sich neue Statussymbole und dadurch die Anerkennung ihrer Mitspieler) und vom Spiel getriebener Motivationen (hier sollte der Inhalt der Lootboxen für eine bessere Performance im Spiel sorgen) sorgte auch die Angst etwas zu verpassen, die sogenannte „Fear of missing out“ (FOMO) für den Griff zu den im Spiel angebotenen Lootboxen. Auch Sonderangebote, Unboxing-Erlebnisse und psychologische Tricks wie etwa vom Spiel gratis verteilte Lootboxen, deren Öffnung bezahlt werden muss, sorgten für Umsätze.

Und diese fallen je nach Anfälligkeit des Spielers durchaus massiv aus. Während der durchschnittliche Spieler umgerechnet 24 Euro pro Monat in Lootboxen investiert, geben viele Spieler deutlich mehr aus: Rund die Hälfte aller Lootbox-Umsätze wird von nur 5% der Spieler generiert. Diese sind häufiger schlecht gebildet, häufiger arbeitslos und gehören häufiger ethnischen Minderheiten an.

Lootbox Arten

Lootboxen kommen in zahlreichen Variationen

Verbot am sinnvollsten

Die Studienmacher empfehlen regulierenden Stellen bei möglichen Eingriffen mit Bedacht vorzugehen. Die in zahlreichen unterschiedlichen Variationen anzutreffenden Lootboxen seinen ein rechtliches Mienenfeld – statt kleine regulierende Eingriffe vorzunehmen, sei der Gesetzgeber grundsätzlich gut damit beraten, die ganze Lootbox-Kategorie mit zu verbieten.

Hierzulande soll sich die Verfügbarkeit von Kauf-Inhalten in Spielen lediglich auf die Altersfreigabe auswirken.

06. Apr 2021 um 11:36 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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