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Fire Emblem Heroes betroffen

Lootbox-Paragraph: Apple verhindert Updates von iOS-Spielen

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Ende Dezember nutzte Apple die Weihnachtspause um neue Vorgaben an die Developer-Community zu formulieren und ergänzte die App Store-Richtlinien um mehrere neue Absätze, die wir auf ifun.de ausführlich besprochen haben.

Lootbox

Komplett neu war damals die Einführung des sogenannten „Lootbox“-Paragraphen. App-Entwickler, die In-App-Käufe bereitstellen, deren Inhalte zufälliger Natur sind, müssen seitdem angeben, wie hoch die Chance ist, begehrte Inhalte überhaupt zu Gesicht bekommen.

Anders formuliert: Als In-App-Käufe getarnte Gewinnspiele müssen Quoten preisgeben. Zwar wäre es vielen Anwendern wohl am liebsten, wenn sich Apple komplett gegen die im App Store angebotenen Anwendungen mit Glücksspiel-Komponente aussprechen würde – aber immerhin, seit Dezember gibt es eben jenen Kompromiss.

Gewinnspiele müssen Quoten preisgeben

Apple zielte mit seinen Vorgaben speziell auf sogenannte Lootboxen ab, bei denen es sich für gewöhnlich um virtuelle Sammlungen zufälliger Objekte für iOS-Spiele handelt (etwa Waffen, Heiltränke, Rüstungen, Zaubersprüche etc.), die in Spielen durch In-App-Käufe freigeschaltet werden können. So heißt es in den Richtlinien seit Anfang des Jahres:

Apps, die „Lootboxen“ oder andere Mechanismen anbieten, mit denen sich zufällige virtuelle Artikel kaufen lassen, müssen offenlegen, mit welchen Chancen sich welche Objekte erwerben lassen.

Eine klare Ansage, mit dessen Auswirkungen sich nun die ersten Spiele auseinandersetzen müssen. Wie Nintendosoup berichtete, scheinen die Updates mehrerer iOS-Spiele an Apples App Store-Prüfern gescheitert zu sein, während die Android-Versionen bereits in neuen Versionen vorliegen, darunter Titel wie „Fire Emblem Heroes“, „Final Fantasy Brave Exvius“ und „The Alchemist’s Code“.

So scheint Apple offenbar vorauszusetzen, dass alle möglichen Gewinne mit einer Quote versehen werden und nicht nur die groben Kategorien.

Lootbox 2

Freitag, 09. Mrz 2018, 13:34 Uhr — Nicolas
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  • Ich finde es gut so. Wer dann trotzdem Geld in die LootBoxen stecke ist selber schuld …. So oder so wird sich die Lootbox Geschichte unter iOS jedenfalls bald selbst erledigen. Entweder die Entwickler verzichten auf die LootBoxen oder ganz auf die Veröffentlichung unter iOS.

  • Mal sehen wie clash royale das umsetzen wird, wird ja witzig für jede Karte die Wahrscheinlichkeit zu sehen

  • Kann man dies nicht mit einer in-game wärung umgehen?

  • Die Frage ist, wie realistisch müssen diese Werte sein, bzw. wer überprüft die? Die können ja da irgendwas reinschreiben. Der Rest ist Statistik. „Oh, Schade, dass das jetzt zufällig gerade nicht geklappt hat. Ist halt zufällig, kann man nichts machen.“

    • Genau, wer kann die Zahlen überprüfen? Ohne eine Möglichkeit der Verifizierung wären die Zahlen eigentlich wertlos, finde ich.

    • Das kann man notfalls alles über den Sourcecode herausfinden.
      Irgendwo ist dieser „Zufall“ schließlich programmiert.

      • Und der sourcecode ist offen?

      • Nö. Die korrekte Umsetzung wäre irgendwas mit genRandomInt[1, 100]. Woher soll man wissen, was da rauskommt? Ist ja random. Überall wo man einen Prozentsatz ranschreiben kann, ist es nicht random, sondern Beschiss.

  • Ist interessant zu sehen, wie alle möglichen Newsblogs voneinander abschreiben. Die Nachricht ist sogar auf heise.de zu lesen, dort aber richtigerweise mit „soll“ und „könnte“. Denn Final Fantasy Brave Exvius z.B. ist jetzt mit den alten, d.h. nicht detaillierten Droprates freigegeben worden. Gumi, der Publisher des Spiels, bestreitet, dass den Grund für die Verzögerung zu kennen. Also kann sein, dass die Droprates schuld sind, kann aber auch nicht sein.

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