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"Kultur der Angst"

Schwere Vorwürfe: Apple gängelt Service-Partner

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Vor drei Monaten, am 17. April, sorgte ein Videobericht des populären YouTube-Kanals „Linus Tech Tips“ für Schlagzeilen. In dem Video, das inzwischen fast 4 Mio. Aufrufe zählt, behauptete der YouTuber Linus Sebastian: Apple würde die kostenpflichtige Reparatur seines iMac Pro verweigern, da der mindestens 5.499 Euro teure Rechner einen selbstverschuldete Defekte aufweisen würde.

Imac Pro Design

Apple hatte sich damals offenbar an der Tatsache gestört, dass das Team von „Linus Tech Tips“ selbst Hand an den aktuell schnellsten Apple-Rechner gelegt und das nun defekte Display in Eigenregie entfernt hatte.

Der Eingriff sorgte für eine pauschale Reparatur-Absage des Apple-Supports. Geräte, die nicht von einem zertifizierten Service-Spezialist geöffnet wurden, könne man grundsätzlich nicht mehr reparieren. Zudem seien für die neue Maschine weder Ersatzteile, noch entsprechend qualifizierte Fachkräfte in Drittanbieter-Werkstätten verfügbar. Eine Reaktion, die ihr in unserem Artikel zum Fall nachlesen könnt.

Zweites Video legt nach

Jetzt hat der YouTube-Kanal nachgelegt und ein zweites Video zur iMac Pro-Reparatur veröffentlicht, in dessen Verlauf der Kanadier Linus Sebastian schwere Vorwürfe gegen Apple erhebt.

Cupertino, so Sebastian, würde seinen Service-Partnern, den sogenannten „Apple Authorized Service Provider“ (AASP), nicht nur Ersatzteile vorenthalten, sondern durch strenge Vorgaben auch dafür sorgen, dass diese so gut wie keinen Lagerbestand aufbauen könnten.

Es herrscht eine Kultur der Angst.

Doch damit nicht genug. Service-Partner, die ausgebaute Rechner-Komponenten nicht umgehend an Apple zurücksenden, müssen Strafzahlungen leisten. Laut Linus will Apple damit verhindern, dass sich langfristig ein grauer Ersatzteil-Markt etablieren kann – gleichzeitig verlängert der Konzern damit aber auch die durchschnittlichen Reparatur-Zeiten.

Der YouTuber unterstellt: Apple würde unter seinen Partnern eine „Kultur der Angst“ kultivieren. So würden unter anderem auch dann Strafzahlungen fällig, wenn Service-Partner Ersatzteile für Geräte bestellen, zu denen noch keine Schulung (mit anschließender Zertifizierung) durchgeführt wurde. Partner, die sich kritisch bzw. überhaupt öffentlich zum Unternehmen äußern würden, müssten mit einer Beendigung des gemeinsamen Geschäftsverhältnisses rechnen.

Zum Nachlesen:

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11. Jul 2018 um 12:36 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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