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Muss ohne Login sichtbar sein

Online-Verträge: Widerrufsbutton ab heute Pflicht

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Seit heute müssen Anbieter von Online-Verträgen eine neue Widerrufsfunktion bereitstellen. Wer Verträge über Waren, Dienstleistungen oder bestimmte Finanzprodukte über Webseiten, Apps oder Buchungsportale abschließt, soll diese künftig ebenso einfach widerrufen können.

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Die neue Vorgabe ist heute in Kraft getreten und setzt eine europäische Verbraucherschutzrichtlinie in deutsches Recht um. Ziel ist es, die Ausübung des Widerrufsrechts zu vereinfachen und die bislang oft umständlichen Wege über Kontaktformulare, E-Mails oder Service-Hotlines zu ersetzen.

Bereits Ende Januar hatte der Bundesrat die gesetzlichen Änderungen gebilligt. Damals stand vor allem die Einführung des sogenannten Widerrufsknopfs im Mittelpunkt.

Widerruf so einfach wie der Vertragsabschluss

Die neue Regelung verpflichtet Unternehmen dazu, eine gut sichtbare und leicht erreichbare Widerrufsfunktion bereitzustellen. Dabei muss es sich nicht zwingend um einen klassischen Button handeln. Auch ein eindeutig beschrifteter Link ist zulässig.

Verbraucher sollen den Widerruf direkt auf der Webseite erklären können. Dafür dürfen Anbieter nur die Informationen abfragen, die zur Identifizierung des Vertrags erforderlich sind. Zusätzliche Hürden sind nicht vorgesehen. Der Widerruf darf nicht hinter Login-Bereichen versteckt werden, sofern der Vertrag auch ohne Anmeldung abgeschlossen werden konnte.

Nach dem Absenden müssen Unternehmen den Eingang des Widerrufs elektronisch bestätigen und den Zeitpunkt dokumentieren.

An den bestehenden Widerrufsfristen ändert sich durch die neue Funktion nichts. Für viele Onlinekäufe gilt weiterhin die bekannte 14-Tage-Frist.

Nach dem Kündigungsbutton folgt der Widerrufsbutton

Die neue Pflicht knüpft an frühere Verbraucherschutzmaßnahmen an. Bereits 2021 wurde mit dem Gesetz für faire Verbraucherverträge der Weg für den verpflichtenden Kündigungsbutton geebnet. Unternehmen mussten damit erstmals ermöglichen, online abgeschlossene Laufzeitverträge auch online wieder zu beenden.

Die Erfahrungen mit dieser Regelung fielen allerdings durchwachsen aus. Verbraucherzentralen stellten wiederholt fest, dass viele Anbieter die vorgeschriebenen Kündigungsmöglichkeiten versteckten oder nur unzureichend umsetzten. Teilweise waren die Schaltflächen schwer auffindbar oder führten nicht direkt zum gewünschten Ergebnis.

Ob die neue Widerrufsfunktion konsequenter umgesetzt wird, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

19. Juni 2026 um 17:33 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    36 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Ja wirklich unglaublich toll, Im nächste. Step müssen KIs eingesetzt werden, die den Konsumenten so ausfragen müssen, das klar ist ob er das Produkt auch wirklich benötigt, es sich leisten kann und fähig ist es OHNE fremde Hilfe zu benutzen …. Kunde. Müssen vor sich selbst und Kaufreue geschützt werden, und das auf Kosten des Handels – hier der Onlinehandel, den nur dafür gilt es ja im Prinzip, vielleicht wäre mehr Aufklärung sinnvoller …

    • Weil?
      Du zu Doof bist vorher zu wissen was du kaufen willst, oder was.
      Der ganze quatsch gehört abgeschafft.

    • Super Sache weil etwas geregelt wird was davor schon klar geregelt war? Hört sich nach sinnvollem Bürokratieaufbau an (Achtung Ironie). Frage mich wann der Punkt kommt an dem der Unternehmensschutz auch mal im Mittelpunkt steht und nicht nur der Verbraucherschutz. Aktuell wird meiner Meinung nach alles totreguliert und die Unternehmen vertrieben.

  • als nächstes bitte ein „kontakt mit Mensch“ button verpflichtend einführen.
    Gestern für eine Bekannte ewig um amazons ewige künstliche Asistenzmechanik herumgetänzelt, die mir ständig irgendwelche Lösungen als Lösungen präsentierte, die nicht, aber auch gar nichts mit meinem Problem zu tun hatten… ich hatte permanent das Gefühl ein trotziges Kind Manieren beizubringen, weil ich ständig irgendwelchen quatsch aus Dialogen auswählen musste… und selbst obwohl ich das Anliegen konkret formuliert habe, ich an dem Punkt, wo der Mensch am anderen Ende übernommen hat, ich das Problem erneut schildern musste…

    • Wo sollen denn solche Menschen hergezaubert werden, wenn überall Personalmangel herrscht?

      • Kann man bitte mal mit diesem Märchen aufhören.

        Es gibt Branchen bei denen Menschen fehlen ja! Aber gleichzeitig gibt es keine höheren Löhne für die Leute die diese Arbeit machen.

        Und fällt jemand auf das man diese Menschen die angeblich bis 20xx fehlen, immer nur bei Deutschland erwähnt!?

        Warum?
        Wenn man sagen würde:
        Bis Jahr 20xx fehlen der EU 10…15…usw.MILLIONEN Menschen, dann würde einigen ein Licht auf gehen, das es gar nicht geht und nur Gelaber ist für eine natürliche Entwicklung in der Bevölkerung die man nicht ausgleichen kann.

        Es gibt keine Länder die Mio. gut ausgebildete Menschen abzugeben haben. Diese Länder haben selber einen demographischen Wandel.

        Man Brauch nicht jeden Arbeitgeber bla bla glauben.

      • Da würde es ja keinen Mangel geben, wenn man die Mitarbeiter zuvor nicht durch den Chat ersetzt hätte. In der Tat, mich k**** es mittlerweile auch an, dass weder E-Mail Adressen oder Telefonnummern zu finden sind, dafür aber Chats, die mich in Konversationen zwingen, die mich keinen Schritt weiterbringen. Aber jut… sind wir selber Schuld. Erst sind wir in den Onlinehandel geflüchtet und nun beschweren wir uns, dass die echten Ansprechpartner/Verkäufer fehlen. Tja, schön doof.

      • @HansiSchwansi: In Deutschland ist der Fachkräftemangel wesentlich größer, weil wir hier Prozentual, zusammen mit Polen, Bulgarien und Tschechien, die niedrigste Arbeitslosenquote haben. Und höhere Löhne helfen da auch nicht, weil wir in Deutschland schon mit die höchsten Lohnkosten haben. Und wir haben hier das größte Problem mit dem demographischen Wandel.
        Ich bin Arbeitgeber und meine Firma wird trotz guter Gewinne wohl ohne Nachfolger in 7-8 Jahren geschlossen, einfach auch weil wir kein Personal mehr finden. Ich werde die nächsten Jahre noch mit intensiven Einsatz von KI überbrücken, denn in den nächsten 6 Jahren gehen 2/3 meiner Mitarbeiter in Rente. Alle Leute, die ich in den letzten 35 Jahren ausgebildet habe, arbeiten heute bei DAX Unternehmen, mit Löhnen, die ich leider nicht zahlen kann.

      • Personalmangel besteht nur in höher qualifizierten Berufen. Für den Niedriglohnsektor, und dazu zählt sicherlich auch der 1st Level Support von Amazon, gibt es genug arbeitsfähige und arbeitslose Menschen. Sonst dürfte Deutschland ja gar keine Arbeitslosen haben. Oder meinst du die haben *alle* keine Lust?

      • Jepp, so isses, nur kommen die Leute, die hier unterwegs sind, damit relativ gut zurecht, aber das ist nur ein Bruchteil – der Rest bleibt teilweise auf der Strecke und wird mehr oder weniger ausgegrenzt – Inklusion, interfraktionelle etc. Per Gesetz gescheitert – oder anders gesagt beispielsweise Altersdiskriminierung per Order!

      • @Kai: Nein, Du findest nicht einmal Leute für den 1st Level Support. Ich hatte an einem Programm der ARGE teilgenommen, wo wir Langzeitarbeitslosen eine Chance geben wollten und ich kann dir sagen, dass von über 30 Bewerbern war nur eine dabei, die auch nur die erste Woche Probezeit überstanden hatte.
        Und auch diese eine mussten wir wieder nach 6 Monaten entlassen, weil sie nach der Probezeit meinte nicht mehr rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Ich habe dann die Teilnahme an diesem Programm beendet.
        Es hat seine Grund, warum diese Leute seit langem arbeitslos sind. Außerdem gibt es bei vielen dann auch noch sprachliche Probleme – nicht nur bei den Ausländern.

      • @ Andre
        Mittlerweile hat sich der Wind gedreht, wir haben einen Arbeitnehmermarkt…

        Wir haben auch keinen FAchkräftemangel… wir haben nur einen Mangel an Arbeitskräften, die sich unter Wert ausbeuten lassen wollen… das missfällt den Firmen, die schlecht bezahlen oder unflexible Arbeitsbedingungen liefern, die dann plakativ von Mangel sprechen, aber damit ausschließlich den Mangel auf Seiten der arbeitenden meinen und nicht ihren eigenen Unternehmensmangel, sich an Dinge anzupassen.

    • Ohja, bitte. Habe 2 Wochen mit der KI von Whatsapp gechattet bzgl. eines Problems und jeden Tag wurden mir dieselben Fragen gestellt. Ungelogen. Das hat das Problem nicht mal 1% weitergebracht, viel schlimmer noch die KI versteht scheinbar nicht mal wie Whatsapp funktioniert und forderte von mir Screenshots was bereits Wochen zurücklag. Entschuldigung, aber ich kann leider nicht in die Vergangenenheit Reisen. Und jeden Tag dieselbe Frage. Frage wird um 4:00 morgens an mich gestellt. ich antworte gegen 7:00 nach dem aifstehen, KI antwortet wieder am nächsten Tag um 5:00 usw usw. Wir haben uns im Kreis gedreht und ich habe aufgegeben was wirklich nicht sein kann!

    • Icke Und Mein Iphone

      Ja .. dafür bin ich auch .. aber leider haben wir keine mehr die sich darum kümmern könnten

      • @Blackblack: Grunds. stimme ich dir da zu – Fax! Aber … das „Einfach“ am Anfang des Satzes stört mich etwas. Sowas kann nicht ‚einfach‘ sein, weil gar kein Fax Gerät mehr zur Verfügung steht.

    • Quatsch, ihr wolltet Internet dann haste Internet.
      Wenn de Kontakt mit Menschen haben willst, gehe in einen Laden.

  • So richtig versteh ich das nicht. Es ist doch schon gesetzlich geregelt, dass man online gekaufte Ware zurückgeben kann bzw. die online gekauften Waren gegen Geld zurückgenommen werden müssen. Welchen Sinn hat da der Widerruf?
    Bei Online Verträgen ist das natürlich sehr sinnvoll. Interessant wäre es zu wissen, ob es wie beim „Kündigungsbutton“ etliche Ausnahmen gibt.

    • Das was du beschreibst, ist ein Widerruf. Zumindest im Zuge der gesetzlichen 14 Tage Widerrufsfrist.

    • Meine Bank hat den Button eingebaut, und damit könnte ich Konten und/oder Karten kündigen, unabhängig vom Widerrufsrecht. Es geht um die Verträge, die über die 14 Tage hinausgehen.

    • Dit iss nicht offensichtlich und einfach genug bisher gewesen, statt den Menschen wieder sinnvolle Dinge beizubringen (kleines Alltagsgeschäfte ein Mal eins und Korrespondenz und Kompetenz) – und selbst das funktioniert nicht nicht so super (bei den Kündigungen werden Dinge abgefragt, die viele nicht wissen oder wissen wo es steht) wie mancher sich das vorstellt.

    • Sei still. Sonst wird Apple wieder trotzig und verkauft nichts mehr in der EU über das Internet :-D

    • Stimmt. Keiner da. Vermisse ich aber auch nicht. Das ist nur eine zusätzliche Gängelung von Onlinehändlern.

      • Wieso Gängelung? Ich habe auch schon mal in einem Onlineshop gekauft und absolut keine Info gefunden, wie ich den Kauf widerrufen und zurückschicken kann. Einzige Möglichkeit war dann eine Email und dann fragte der Verkäufer 2x warum ich denn den Artikel nicht behalten möchte. Erst nach Androhung mit einem Rechtsanwalt, wurde der Widerruf bestätigt und ich konnte dann endlich den Artikel zurücksenden.

      • Dafür gibt/gab es schon eindeutige Regelungen zum Widerrufsrecht und wie das kenntlich gemacht werden muss.
        Ein solcher Händler wie beschrieben wird sich vermutlich auch nicht um den Button kümmern.
        Aber mit jeder neuen Regelung reiben sich die Abmahn-Vereine schon die Hände und kleinere Händler haben einen echten Mehraufwand, da ständig hinterzulaufen, was man sich in der EU schickes Neues einfallen lässt, nur weil einzelne unseriöse Händler aus der Reihe tanzen.

        Man muss nicht alles überregulieren. Es reicht wenn man in solchen Fällen geltendes Recht anwendet. Aber lieber noch einen mit der Gießkanne draufsetzen.

        Die großen kümmert das übrigens einen Dreck. Such mal einen „Button“ bei Apple oder Amazon oder Vodafone. Den gibt’s da nicht. Link ja, Button nein.

      • @thom
        Und nun meinst du das es bei solchen Händler einfach wird?
        Naive.

        Übrigens reichte auch vorher ein Fax, E-Mail oder Brief.

  • Ich frage mich, ob da mal irgendjemand dran gedacht hat, dass da jetzt zig Onlineshops als Spam-Relay genutzt werden. Ich kenne einige Webseiten, die haben schon ihre Kontaktformulare deaktiviert, weil KI-Bots Captchas lösen können und laut deren Werbung über 100 Millionen IP-Adressen zur Verfügung haben. Ich betreue neben vielen größeren CMS-Instanzen auch ein n paar kleinere Shops, die vermutlich in den nächsten Tagen keine normalen Mails mehr verschicken können, weil die pro Stunde maximal 200 Mails versenden können, da der Webhoster sonst eine Sperre aktiviert. Ich denke, dass es zwangsläufig dazu führen wird, dass viele Shops nur noch nach Anmeldung – also keine Bestellung als Gast – verkaufen werden, weil sie sonst regelmäßig wegen Spam-Versand auf den Black-Listen stehen, weil das Formular frei zugänglich sein muss. Und außerdem bedeutet das, das die Shops dann manuell die wenigen richtigen Vertragswiderufe dann manuell aus dem Spammails aussortieren müssen, da sue auch die ganzen KI-Bot Mails in ihrem Postfach haben werden. Und dass meine Sorge nicht ganz unbegründet ist, sehe ich bei meinen ganzen Kunden, die in der Vergangenheit teilweise an einem Tag mehrere Tausend Mails über ihr Kontaktformular trotz Spam-Erkennungsskript und Captcha versendet haben. Auch andere Entwickler hatten mich gefragt, ob ich eine Idee habe, wie man das verhindern könnte. Ideen dazu habe ich einige, aber in diesem Fall sind diese gesetzlich verboten (z.B. Validierung der Bestellnummer und E-Mail bei der Bestellung) oder mit zusätzlichen Kosten und potentiell weniger Kunden verbunden (z. B. Cloudflare mit Einschränkungen auf erlaubte Länder, …) Aber Hauptsache, ein paar Politiker ohne Sachverstand können damit prahlen, das sie wieder was ganz Tolles für ihre Wähler beschlossen haben.

    • Hallo, Oliver, vielleicht bin ich doof, aber ich kann nicht ganz folgen….

      • Das Formular soll leicht zugänglich sein, also im Klartext ohne vorherige Anmeldung. Jeder Bot kann da auch drauf und seinen Mist posten. Die Emails müssen direkt als Beleg an den Betreiber und den Kunden gehen.
        Das können schnell eine Menge Mails werden.

  • Es gibt trotzdem noch so Dinge wie: Wir wollen mit ihnen noch einmal telefonisch sprechen…
    Da sollten einige Anbieter mal richtig was zwischen die Hörner bekommen, gell Sky, O2 usw.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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