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Klimaanlage, Ventilator und Entfeuchter

Dreame P-Wind10 Klimaanlage ausprobiert: Kühlt gut, bleibt aber deutlich hörbar

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Mobile Klimaanlagen sind fast immer ein Kompromiss. Sie benötigen keine feste Installation und lassen sich bei Bedarf verschieben. Dafür müssen sie warme Abluft durch einen Schlauch nach draußen befördern und sind selten wirklich leise. Der Dreame P-Wind10 mit 9.000 BTU ändert an diesen Grenzen nichts, verpackt das bekannte Prinzip aber in ein kompaktes und angenehm modernes Gehäuse. Bei Amazon ist das Gerät aktuell für 299 Euro erhältlich.

IFun Dreame P Wind10 5

Mit 70 Zentimetern Höhe und einer Grundfläche von rund 30 × 29 Zentimetern beansprucht das Gerät vergleichsweise wenig Platz in der Wohnung. Das matte Gehäuse wirkt hochwertig und fügt sich unauffälliger in Wohn- oder Arbeitszimmer ein als viele weiße Kunststoffkästen dieser Geräteklasse. Zudem kann man sich beim Kauf zwischen der Creme- und Anthrazit-Variante entscheiden. Leicht ist der P-Wind10 mit knapp 24 Kilogramm zwar nicht. Dank vier leichtgängiger Rollen lässt er sich auf ebenen Böden dennoch problemlos bewegen. Notfalls helfen auch die beiden Eingriffe.

Schnell aufgebaut, aber nicht für jedes Fenster

Der Aufbau des Dreame P-Wind10 ist in wenigen Minuten erledigt: Abluftschlauch mit dem Gerät verbinden, aus dem Fenster stecken und den Netzstecker einstöpseln. Dreame legt ein solides Montageset für Schiebefenster bei. Bei den in Deutschland verbreiteten Dreh-Kipp-Fenstern hilft es dagegen kaum weiter. Eventuell kann man es Hier ist eine separat erhältliche Fensterabdichtung notwendig.

IFun Dreame P Wind10 4

Der Abluftschlauch selbst ist nicht isoliert und wird während des Betriebs spürbar warm. Ein Teil der zuvor aus dem Raum transportierten Wärme gelangt dadurch wieder zurück. Das ist kein exklusives Problem des Dreame-Modells, kostet aber Effizienz. Der Schlauch sollte daher möglichst kurz und ohne enge Bögen verlegt werden. Eine Isolierhülle wäre eine sinnvolle Ergänzung, gehört aber nicht zum Lieferumfang.

Ordentliche Kühlung, aber nur zwei Lüfterstufen

In der getesteten Ausführung arbeitet der P-Wind10 mit 9.000 BTU und ist laut Hersteller für Räume bis 33 Quadratmeter ausgelegt. In einem mittelgroßen Raum ist die Wirkung schnell spürbar: Der Luftstrom ist kräftig und die gefühlte Temperatur sinkt bereits nach kurzer Zeit. In einem 15 Quadratmeterraum konnten wir innerhalb einer halben Stunde die Temperatur um rund zwei Grad senken.

Neben dem Kühlbetrieb kann der Dreame als Ventilator und Luftentfeuchter arbeiten. Die Luft wird horizontal automatisch verteilt, während sich die vertikale Richtung anpassen lässt. Unverständlich bleibt, warum für den Lüfter lediglich zwei Geschwindigkeitsstufen angeboten werden. Eine feinere Abstufung würde vor allem im Arbeits- und Schlafzimmer mehr Komfort schaffen.

IFun Dreame P Wind10 1

Der größte Nachteil ist die Lautstärke. Dreame nennt bis zu 65 Dezibel, und im Kühlbetrieb sind Kompressor und Luftstrom deutlich präsent. Der Wert bezieht sich auf die unmittelbare Nähe, aber schon im Abstand von rund einem Meter konnten wir eine reduzierte Lautstärke von rund 60 Dezibel messen, die dennoch gut hörbar sind. Beim Fernsehen oder konzentrierten Arbeiten muss man sich auf die Hintergrundgeräusche einstellen. Auch der Schlafmodus macht aus dem P-Wind10 kein flüsterleises Gerät. Wer einen leichten Schlaf hat, wird ihn eher zum Vorkühlen verwenden und nachts lieber abschalten.

Die App ist besser als die Tasten

Bedienen lässt sich die Klimaanlage direkt über das Panel auf der Oberseite, mit der beiliegenden Fernbedienung oder über die Dreame-App. Das Smartphone ist also keine Voraussetzung. Die Tasten am Gerät und auf der Fernbedienung reagieren im Test allerdings etwas träge. Eingaben werden dadurch gelegentlich ein zweites Mal ausgelöst, obwohl der erste Befehl bereits angenommen wurde.

IFun Dreame P Wind10 App

Komfortabler funktioniert die Steuerung über die App. Dort lassen sich Betriebsart, Zieltemperatur, Lüfterstufe, Oszillation und Timer übersichtlich einstellen. Besonders praktisch ist der Fernzugriff: Die Klimaanlage kann schon vor der Rückkehr eingeschaltet werden, sofern sie mit dem WLAN verbunden bleibt. Der Timer kann dabei sowohl für das Ausschalten als auch das Einschalten verwendet werden.

Weniger Arbeit mit dem Kondenswasser

Beim Kühlen und Entfeuchten entsteht Kondenswasser. Der P-Wind10 nutzt eine Selbstverdunstung, um einen Teil davon über die warme Abluft abzuführen. Dadurch muss der interne Behälter unter normalen Bedingungen deutlich seltener geleert werden. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann sich dennoch Wasser sammeln. Ist der Tank voll, schaltet sich das Gerät automatisch ab. Für einen dauerhaften Ablauf liegt ein Wasserschlauch bei.

IFun Dreame P Wind10 3

Fazit: Schick, flexibel und unüberhörbar

Der Dreame P-Wind10 ist eine gelungene mobile Klimaanlage für Nutzer, die keine Split-Anlage installieren können oder nur einzelne Räume an heißen Tagen kühlen möchten. Positiv fallen das kompakte Design, die leichtgängigen Rollen, der einfache Aufbau und die Kombination aus Klimaanlage, Ventilator und Entfeuchter auf. Die Selbstverdunstung reduziert zudem den Wartungsaufwand.

Die typischen Nachteile dieser Bauart bleiben bestehen: Der unisolierte Abluftschlauch gibt Wärme an den Raum zurück, das Fensterzubehör passt vor allem zu Schiebefenstern und der Betrieb ist deutlich hörbar. Auch zwei Lüfterstufen und träge Bedienelemente wirken unnötig knapp bemessen. Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, erhält jedoch eine leistungsfähige, platzsparende und optisch überdurchschnittliche Lösung für den Sommer. Aktuell sogar noch zum reduzierten Preis.

Produkthinweis
DREAME P-Wind10 9000 BTU Tragbare Klimaanlage, 3-in-1: Kühler & Entfeuchter & Ventilator. 3D Airflow, App... 299,00 EUR 399,00 EUR

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19. Juni 2026 um 20:21 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Wer heutzutage in Deutschland noch was anderes als die Midea Portasplit kauft, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

  • db Messungen werden generell in 1m Abstand vom der Schallquelle durchgeführt.

  • Midea Portasplit wenn’s „mobil“ sein soll… alles andere ist Murks.

  • Ihr bemängelt dass der Wärme abgebende Abluftschlauch ein Nachteil ist, dabei erwähnt ihr den fettesten Nachteil von Monoblöcken nicht. Der Unterdruck im Raum muss ausgeglichen werden, also zieht es von außen wieder warme Luft nach. Das sollte erwähnt werden und ggf. auf Alternativen wie die mobile SplitKlima wie Midea hingewiesen werden (auch wenn diese natürlich um einiges teurer ist)

  • knknzffrrchhhtkrszt

    Was für ein Markt für die Zukunft. Wer diese Probleme löst, kann an Nvidia vorbeiziehen am Aktienmarkt (gefühlt)

  • Ich sag mal so: bei sämtlichen derartigen Anlagen sollte man gucken das man abends damit 2-3 Stunden bspw. das Schlafzimmer runter kühlt vorm Schlafengehen.

    Im gleichen Raum aufhalten will sich keiner ^^

    Was teilweise hilft ist die mittels Ständer wirklich direkt auf die Fensterbank zu packen und Schlauch im Raum zu minimieren + isolierte Verkleidung fürs Fenster zu bauen (Baumarkt einfach Restholz mit Dämmmatten zurecht machen).

  • Midea PortaSplit ist meine Empfehlung. Habe im Wohnzimmer (ca. 35qm) gemütliche 23 Grad bei 34 Grad Außentemperatur und Dachgeschosswohnung. Kann ich nur dringend empfehlen. Kostet aktuell 749€.

  • Hässliches Teil. Meine Erfahrung vor ca. 15 Jahren mit zwei solchen Geräten war leider auch so, zu laut die Teile. Anscheinend hat sich da technisch nichts fortentwickelt.

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