ifun.de — Apple News seit 2001. 45 544 Artikel

EU setzt Plattformen unter Druck

Europa gegen X und TikTok: Musk muss zahlen, TikTok fügt sich

Artikel auf Mastodon teilen.
43 Kommentare 43

Die Europäische Kommission nutzt den Rechtsrahmen des Digital Services Act seit einiger Zeit dazu, große Onlineplattformen stärker in die Pflicht zu nehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei klare Vorgaben für den Vertrieb von mobilen Applikationen, mehr Transparenz bei Werbung, der Zugang zu öffentlichen Daten für Forschung und die Verpflichtung zu verlässlichen Informationen über Account-Identitäten.

Ec Musk

Während das Verfahren gegen X nun zu einer Geldbuße geführt hat, konnte die Kommission mit TikTok eine Vereinbarung erreichen, die auf freiwilligen Verpflichtungen des Unternehmens beruht. Beide Fälle zeigen, wie unterschiedlich Plattformen auf die Anforderungen reagieren und wie der DSA schrittweise umgesetzt wird.

Musk muss zahlen

Gegen den Twitter-Nachfolger X verhängt die Kommission eine Geldbuße in Höhe von 120 Millionen Euro, weil X zentrale Transparenzauflagen nicht erfüllt hat. Kritisiert wird unter anderem die Gestaltung des blauen Checkmarks, das zahlenden Nutzern einen verifizierten Status suggeriert, ohne dass die Identität tatsächlich überprüft wird. Dies erschwert es Nutzern, die Authentizität von Accounts einzuschätzen und erhöht das Risiko von Täuschungen.

X Elon Musk

Zusätzlich beanstandet die Kommission die offengelegten Werbedaten von X. Diese enthalten nicht alle erforderlichen Angaben und ist für Forscher nur eingeschränkt nutzbar. Verzögerungen und fehlende Informationen zu Inhalt, Thema und Auftraggeber von Anzeigen erschweren unabhängige Analysen. Auch beim Zugang zu öffentlichen Daten erfüllt X die gesetzlichen Anforderungen nicht, da die Bedingungen für Forscher unnötige Hürden enthalten. X muss der Kommission nun innerhalb festgelegter Fristen konkrete Maßnahmen zur Abhilfe vorlegen.

TikTok fügt sich

TikTok hat sich hingegen bereit erklärt, umfassende Änderungen vorzunehmen, um die Transparenz im Bereich Werbung vollständig herzustellen. Das Unternehmen will künftig den vollständigen Anzeigentext inklusive Links bereitstellen und die Aktualisierung seines Werbedaten beschleunigen. Informationen sollen spätestens nach 24 Stunden vorliegen.

Tiktok

Darüber hinaus stellt TikTok Daten zu den gewählten Zielgruppen bereit, etwa zu Altersgruppen oder dem Mitgliedstaat der erreichten Nutzer. Auch die Suchfunktionen werden erweitert, damit Anzeigen leichter auffindbar sind. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt gestaffelt innerhalb von zwei bis zwölf Monaten.

Die Kommission will die Einhaltung der Zusagen laufend prüfen und überwacht zugleich weitere Ermittlungsbereiche, darunter Fragen zum Algorithmusdesign, zum Schutz Minderjähriger und zu Risiken im Zusammenhang mit Wahlen.

05. Dez. 2025 um 14:47 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    43 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Die Eu hat sich scheinbar komplett auf Apple eingeschossen. Alle anderen können machen, was die wollen. Nur Apple muss sich an die Regeln halten.

  • die Verpflichtung zu verlässlichen Informationen über Account-Identitäten.

    geht die EU nen feuchten an.

      • und wie ist dein Name eigentlich richtig? Was hat das mit Verbraucherrechten zu tun? Bei den Messangern weis ich auch nicht mit wem ich es zu tun habe.

    • Sehe ich genauso! Warum muss sich der Staat/EU ständig in irgendwelche Dinge einmischen? Mehr Eigenverantwortung für die Bürger und weniger Regulierung wäre meiner Meinung nach der bessere Weg.

      • Das ist die Aufgabe des Staates, man nennt das nicht einmischen sondern erstellen von Regeln um ein zivilisiertes Leben führen zu können, aber heute denkt ja jeder nur seine Interessen und Gedanken und Wünsche sind die Richtschnur.
        Wenn es dann mal nicht so ist wie die persönliche egoistische Weltanschaung ist, wird auf einen Staat der sich einmischt geschimpft.
        Man sollte Eigenverantwortung und Egoismus trennen und unterscheiden können!

      • Wieder einer der immer noch nicht gemerkt hat wie aufgebläht mittlerweile der Staatsapparat ist und was für Unsummen das verschlingt. Aber geh ruhig weiter mehr als die Hälfte des Jahres für den Staat arbeiten…

      • Weil der Kunde/Leser getäuscht wird. Die blaue Haken bedeuteten, dass die Identität geprüft wurde. Das wurde bekanntlich geändert, aber ohne die User darauf ausdrücklich hingewiesen worden sind. Deshalb die (völlig gerechtfertigte) Strafe. Noch heute glauben viele X-User, dass der blaue Haken bedeutet, dass es sich hier tatsächlich um die genannte Person handelt.

    • … hinsetzen, durchatmen, nachdenken und zu der Erkenntnis gelangen, dass dein Kommentar totaler Blödsinn war!

  • Die Europäische Kommission bot X einen illegalen Geheimdeal an: Wenn wir stillschweigend Äußerungen zensierten, ohne jemanden darüber zu informieren, würden sie uns nicht bestrafen. Die anderen Plattformen haben diesem Deal zugestimmt. X tat dies nicht. #Musk

    https://x.com/elonmusk/status/1811783320839008381

    • Und das glaubst du, weil Elon ja ganz sicher keine Fake-News verbreitet?

      • Du hast sicher eine Quelle für das Gegenteil?

      • Geh auf X da findest du alle Beweise.
        Sämtliche CEO haben vor einem Amerikanischen Gericht genau diese Aussage bestätigt. Videos, Gerichtsbeschlüsse, email usw. Die Beweislage ist schon länger offengelegt nur Berichten die Medien nicht darüber.
        Was glaubst du warum Musk Twitter gekauft hat nachdem Sie Trump’s Account gelöscht haben.

        Der US-Kongress-Bericht “The Foreign Censorship Threat” (Juli 2025)
        Wenn du einen konkreten, wasserfesten Beweis suchst, dass die EU durch den Digital Services Act (DSA) freie Meinungsäußerung zensiert – und das sogar global, inklusive in den USA – dann ist der 145-seitige Interim Staff Report des US House Judiciary Committee vom 25. Juli 2025 der ultimative Hammer. Dieser Bericht basiert auf Subpoenas an Tech-Giganten (z. B. Meta, Google, X), internen E-Mails, Workshop-Protokollen und Dokumenten der EU-Kommission. Er enthüllt, wie die EU Plattformen zwingt, politische Inhalte zu zensieren, die in Europa als “Hassrede” oder “Desinformation” gelten, aber in den USA unter dem First Amendment geschützt sind. Keine vagen Vorwürfe

      • Bei dieser EU glaube ich das tatsächlich sofort, ja.

      • @TOGOR
        Du verwechselst da was.
        Da gibt es keinen illegalen geheimen Deal. Das was Elon als illegal bezeichnet, ist in der EU (und vielen anderen Ländern) nicht illegal, sondern Gesetz. Es mag in den USA völlig legal sein, beliebige Leute zu beleidigen, Lügen über sie zu verbreiten, die zu bedrohen, in der EU ist es das aber nicht (und in den USA mag das von der Redefreiheit gedeckt sein – in der Theorie. In der Praxis kommt es aber schwer drauf an, gegen wen du sowas machst. Beleidigst du Trump & Co, oder Polizisten oder Trumps Freunde, dann merkst du schnell, das Redefreiheit in den USA ganz und gar nicht frei ist). Und wenn Elon in der EU Geschäfte machen will muss er sich in der EU eben auch an die Gesetze der EU halten. Ganz einfach.

        Und geheim ist das ganze auch nicht, denn das geschieht ganz offen, jeder weiß das und kann es nachlesen.

    • Die EU wird noch ein paar Jahre Schrecken verbreiten, dann geht es wieder zur EG zurück! Gut so!

      • Das wäre eine wirtschaftliche Katastrophe für Deutschland. Ich bin Unternehmer und ohne die EU nicht halb so erfolgreich. Außerdem könnten gerade die USA einen extremen Druck auf die einzelnen Länder aufbauen, wie man schön a Beispiel Schweiz erkennen konnte. Was glaubst Du denn wie hoch die Zölle gegen Deutschland gewesen wären, wenn wir nicht in der EU wären? Ich schätze mal vorsichtig 30-35%.

      • Frau Vestager hat darauf geantwortet, es aber nicht bestritten sondern davon abgelenkt. Dann ist wohl die Wahrscheinlichkeit groß dass die Aussage von Elon stimmt.

    • Das war kein „illigaler Geheimdeal“ sondern eine öffentliche Forderung der EU an alle Plattformen, dass sie verpflichtet sind etwas gegen „Hassreden“ und „Desinformation“ zu unternehmen, insbesondere wenn diese eindeutig gegen Gesetze verstoßen. Das dürfte wohl jedem bekannt sein. Daraus wieder eine „Verschwörung“ zu machen, ist schon eine dreiste Lüge. Die Vorschriften waren für alle, auch alle Bürger einsehbar und wurde in der EU öffentlich publiziert. Es wurde auch eideutig beschrieben, was als Hassrede gilt und was Desinformation ist. Aber Du bist ja anscheinend sehr für Desinformation und Hassreden in der EU, sonst würdest Du nicht auch noch solche Desinformationen verbreiten. Und komme mir jetzt nicht mit dem mündigen Bürger, der das selbst unterscheiden kann, denn Du beweist gerade das Gegenteil!

    • Du solltest dich mal damit auseinandersetzen, was die amerikanische Führung unter Hate-Speech und Fake-News versteht und ob du deren Haltung mit solchen Behauptungen tatsächlich unterstützen möchtest!

  • iiebe rechte Verschwörungsschwubbler, ihr glaubt wirklich die EU zensiert in den USA, ich lach mich tot.
    Elon Musk als Verfechter der Wahrheit? ich piss mir in die Buxe…

    • Das ist keine Verschwörungstheorie sondern bittere Realität. Die EU bzw. Deutschland zensiert massiv. Das sehe ich bspw. bei X. Gehe ich über die Schweiz rein (bin Schweizer) sehe ich bspw. alle Antworten. Wechsle ich via VPN auf D, erscheinen verschiedene Antworten oder Posts gar nicht. Vordergründig werden natürlich immer die Nutzerrechte als Argumente aufgeführt, in Wahrheit aber geht es um Kontrolle und die Deutungshoheit. Leider fallen viele immer wieder darauf rein.

    • Wenn sie wenigstens nicht so blöd wären, selber zu zensieren, was ihnen nicht in den Kram passt – wäre immer noch nicht schön, aber zumindest glaubwürdig!

  • Die EU ist schon lange zur Geldmaschine verkommen. Mir leuchtet ein, dass der DSM dazu da ist, Geld einzutreiben. Abkassieren, wo es was zu holen gibt.

  • Wird Zeit mehr Nostr zu nutzen. Dies ist dezentral verteilt und von Regimen genau wie Bitcoin nicht zu stoppen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 45544 Artikel in den vergangenen 8855 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven