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EU-Kommission prüft ob Apple genug Steuern bezahlt

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33 Kommentare 33

Die EU-Kommission nimmt derzeit die Steuerpraktiken von Apple und anderen international tätigen Unternehmen unter die Lupe. Die Behörden untersuchen dabei auch, ob Irland Apple eventuell Steuervorteile eingeräumt hat. Im irischen Dublin ist die Europazentrale von Apple ansässig, ähnliche Ermittlungen laufen in den Niederlanden gegen Starbucks und in Luxemburg gegen Fiat.

geld

Die Ermittlungen richten sich dabei nicht gegen die betroffenen Firmen, sondern zunächst gegen die jeweiligen Staaten. Sollten die Unternehmen tatsächlich mit Steuervergünstigungen an ihre europäischen Standorte gelockt worden sein, so wäre dies ein Verstoß dieser Länder gegen europäisches Recht, hätte wohl aber auch auch deftige Steuernachzahlungen zur Folge.

Apple: Steuersumme seit iPhone-Start verzehnfacht

Apple selbst sieht die Angelegenheit allerdings noch gelassen. In einer Stellungnahme gegenüber dem Handelsblatt betonte das Unternehmen, dass man in Irland den gleichen Steuergesetzen wie zahlreiche andere internationale Unternehmen unterliege. Apple bezahle jeden Euro Steuern, der fällig werde, die Gesamtsumme habe sich seit der Einführung des iPhone im Jahr 2007 verzehnfacht.

Natürlich suchen sich Unternehmen wie Apple Irland nicht als Europastandort aus, weil dort das Bier so gut schmeckt oder die Wiesen so grün sind. In Irland winken von Haus aus attraktive Steuersätze, zudem hat Apple offenbar in der Tat einen effektiven Weg gefunden, das Steueraufkommen zu minimieren. Der britische Guardian hat über diese Praxis als den „heiligen Gral der Steuervermeidung“ berichtet.

Ziel der aktuellen EU-Untersuchung ist es nun offenbar, die derartige Tricks ermöglichende Lücken in der jeweiligen Steuergesetzgebung zu schließen. Allerdings, so zitiert das Handelsblatt die zuständige Kommission, habe man bisher nur Anhaltspunkte aber keinerlei Beweise.

Mittwoch, 11. Jun 2014, 16:14 Uhr — Chris
33 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Nur, dass der Hauptsitz von Apple in Irland in Cork ist nicht in Dublin….

  • Habt ihr mal schnell euer Taschengeld auf den Tisch gelegt um das Foto zu machen? ;-)

  • Endlich mal ne sinnvolle Tätigkeit gegen die eigenen Mitgliedsstaaten.

  • Würde mich stark wundern, wenn es heute irgendeinen internationalen Großkonzern gibt, der „genug“ steuern zahlt. Es gibt genügt windige Tricks um ganz legal so gut wie keine Steuern zu zahlen. Kann man den Unternehmen einen Vorwurf machen wenn sie diese Möglichkeiten Nutzen? Eigentlich nicht, denn um im Wettbewerb bestehen zu können, wird ein Unternehmen kauf freiwillig mehr Steuern zahlen als die Konkurrenz. Aber eigentlich doch: Dies Schlupflöcher gibt es nur, weil die Politik sich lieber von den Lobbyisten der Unternehmen umgarnen lässt als gemeinsam international etwas anzugehen.

    • Den Unternehmen kann man dann einen Vorwurf machen, wenn sie sich mit Lobbymillionen diese Gesetzeslücken erkaufen. Siehe zB Klattenspende an die CDU und das Deutsche Torpedo gegen EU Flottenabgasnormen.

    • In beiden Beispielen muss man Dir absolut recht geben. Wer bleibt schon unter den Pauschalbeträgen bei seiner Steuererklärung? Nichts anderes machen die Firmen.

      • Das geht doch auch gar nicht. Im Wege des Günstigerprüfung wird dir doch z.B. Die Arbeitnehmer-Werbungskostenpauschale automatisch angerechnet, selbst wenn du weniger angibst.
        Du müsstest schon darum bitten, die Pauschale nicht anzuwenden. Und dann wäre noch die Frage, ob das strunzblöde Programm der Finanzverwaltung das überhaupt kann!

  • Da wird nix passieren. Sonst müsste Google, Microsoft und Co. erst richtig zittern.

  • Apple in einem Atemzug mit Starbucks und FIAT zu verwenden ist schon recht humorvoll….

  • Apple mach das wie alle anderen (leider) auch:

    Man gründet eine Scheinfirma in Irland (Apple Sales International) die „virtuell“ die i-Geräte verkauft. Dieses ist nach irischem Steuerrecht ein US-Unternehmen und in den USA steuerpflichtig.

    In den USA ist das ein irisches Unternehmen und in Irland steuerpflichtig.

    Ergo: Apple, Google, eBay und Co. zahlen nirgends Steuern.

    Aber so lange wir verblödeten „Europa“-Deutschen Irland und andere Schmarotzer-Länder immer wieder vor der Staatspleite bewahren ändert sich gar nichts…

    • gar keine Steuern stimmt nicht aber es sind natürlich nur indiskutable 2%

    • Und als Dankeschön verkauft Apple die Geräte dann noch wesentlich teurer als in den USA. Das sollten die z.B. deutschen Autobauer mal in den USA versuchen..

      • Die Geräte sind nicht Unsatzsteuerbefreit. Ohne Freihandelsabkommen (das hoffentlich ausbleibt) fallen zudem Inportzölle an. Dann ist das von Ihnen gegebene Beispiel auch schon hinfällig.

    • Mit 6 Staatspleiten und zwei WK sind wir, geehrter „BLUE“, das „Schmarotzerland“ Nr. 1 in Europa. Ohne Hilfe von unseren Nachbarn und den USA würden wir Deutschen heute allerhöchsten auf Apfelplantagen arbeiten. Vielleicht solltest Du mal ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen anstatt unreflektiert andere Länder als Schmarotzer zu beschimpfen und hier im Forum rechtspopulistischen Mist zu verbreiten. Aber vermutlich bist Du erst 15.

  • Apple kann doch sowieso machen was sie wollen oder? allein schon das Thema zwecks Garantie usw…

    • Erst denken, dann informieren und dann sich den völlig dummen Kommentar sparen. Hier mal ein gut gemeinter Tipp: informiere dich bitte erst mal über die Unterschiede von Garantie und Gewährleistung! Dann machst du dich beim nächsten Mal nicht mit so einem Kommentar lächerlich.

    • Apple bietet mehr Garantie-Zusprüche, als gesetzlich vorgeschrieben. Inwiefern darf Apple nun tun was sie wollen?
      Apple hält sich an alle Regeln.

    • Und einheitlichen Ladekabel nicht zu vergessen…

    • Bla Bla Bla lese ich da nur!
      typisches Apple Fanboy gelaber :)
      mir als Verbraucher ist es doch Schei*egal ob Garantie oder Gewährleistung!!!
      ALLE Elektronikhersteller müssen 2 Jahre lang Garantie geben.

      • Chris hat es zwar schon gesagt aber es scheint bei dir nicht angekommen zu sein: Als Verbraucher ist es alles Andere als Scheißegal ob Garantie oder Gewährleistung.

        Kein Hersteller, egal in welcher Branche, MUSS eine Garantie auf seine Waren geben. Dies geschieht freiwillig und kann alles von einem Tag bis „lebenslang“ sein. Die Garantie dass ein Produkt eine bestimmte Zeit funktioniert ist also absolut freiwillig.

        In der EU gibt es dafür die gesetzlich geregelte Gewährleistung des HÄNDLERS welche aber nicht regelt dass dein Produkt eine bestimmte Zeit lang funktioniert, sondern nur dass es bei Auslieferung einwandfrei war. In den ersten 6 Monaten nach dem Kauf muss, sofern ein Defekt auftritt, der HÄNDLER (der Hersteller hat damit NICHTS zu tun) beweisen dass das Gerät bei Auslieferung in Ordnung war. Kann er dies Tun, hat man als Kunde auch keinen Anspruch auf Reparatur oder Austausch durch den HÄNDLER. Nach Ablauf der ersten 6 Monate muss der Kunde beweisen dass der Fehler von Anfang an bestanden hat, kann er dies nicht, hat der Kunde wiederum Pech gehabt. Dieser Nachweis ist kaum zu erbringen und meist nur durch ein Gutachten welches teurer ist als das Produkt selbst, daher ist die Gewährleistung eigentlich nur in den ersten 6 Monaten wirklich brauchbar.

        Weiter gilt die Gewährleistung nur für „Verbraucher“ und nicht für „Kaufleute“ (Unternehmen).

        Garantie ist da wesentlich einfacher zu erklären. Geht ein Gerät innerhalb der Garantie Kaputt ohne dass der Verbraucher dies zu verschulden hat, übernimmt der HERSTELLER die Kosten der Reparatur oder des Austausches.

  • Auch jeder kleinere und mittlere Unternehmer sucht sich einen cleveren Steuerberater.
    Die großen Firmen können sich aber die teureren leisten.
    :-)

  • Entweder wollen die Politiker wieder ihr eigenes Gehalt damit erhöhen oder es muss neues Geld für schwachsinnige Projekte her!

  • Hey BLUE schmarotzer länder???? Welche zum beispiel??? Also ein super beispiel seit ihr deutschen auch nicht was steuern angeht. Ich sage nur Siemens, lildl , hönes usw die meisten deutschen Firmen haben sich in der EU (Schmarozerländer) imperien aufgebaut mit schmiergelder von deutschen. Aber dann schimpfen. Bestimmt bist du einer von dennen die null hintergrund wissen haben aber auf alles ne antwort.

  • Ich finde, wenn Apple in Deutschland ein Produkt verkauft, müssen sie auch bei uns Steuern zahlen. So einfach ist das. Wir Deutschen haben genug Schulden, schlechte Straßen und marode Brücken. Wenn Apple unseren Steuersatz bezahlen müssten, würden die Geräte noch teurer und werden von Kindern zusammen geschraubt um Kosten zu sparen.

    • Du hast vom Steuersystem nicht sonderlich viel Ahnung, oder? Befasse dich ersteinmal damit und dann mach nen neuen Post mit nem sinnvollen Inhalt.

      • Der Kommentar ist natürlich etwas populistisch formuliert, aber generell finde ich ja hat dennis4711 recht. Anstatt sich das günstigste Land in der EU zu suchen sollte einfach der landesspezifische Steuersatz im Verkaufsland gelten. Anstatt Apple Sales ireland müsste einfach Apple Deutschland die Gewinne verbuchen und davon ihre Steuern zahlen

  • Genau ich krieg keine Rente und die haben 120 000 000 000 auf dem Konto. Unfähige Politiker !
    Alle mit Spendengeldern gekauft.

  • Ich finde es schade, dass hier so viele Kommentare ein so niedriges Niveau haben.
    Immerhin sind die Beiträge selbst lesenswert, der Rest ist oft Schrott. :-(

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