Neue Syntax-Engine ersetzt bisherige Grundlage
CotEditor 7: Großes Update für unsere meistgenutzten Mac-App
Die Mac-App CotEditor ist eigentlich für Software-Entwickler konzipiert, hat bei uns aber seit fast 12 Jahren einen festen Platz auf dem Mac, obwohl wir nur ganz selten programmieren. Ein Großteil der Texte, die hier auf ifun.de veröffentlicht werden, werden in dem puristischen Editor verfasst, überarbeitet und formatiert.
Mit Version 7 steht nun ein größeres Update des gänzlich kostenloses Werkzeugs bereit, das vor allem die technische Basis erweitert.
Im Mittelpunkt steht ein neues Format für Syntaxdefinitionen. Die bislang verwendeten YAML-Dateien werden nicht mehr weitergeführt und durch ein eigenes System ersetzt. Bereits vorhandene, selbst erstellte Syntaxprofile werden beim ersten Start automatisch angepasst. Nutzer müssen ihre Konfigurationen daher nicht neu anlegen.
Parallel dazu steigen die Systemanforderungen. CotEditor 7 setzt nun macOS 15 oder neuer voraus.
Präzisere Codeanalyse, überarbeitete Darstellung
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Integration der Parsing-Technologie. Diese analysiert den Aufbau von Texten und Quellcode genauer als bisher. Davon profitieren sowohl die Syntaxhervorhebung als auch die Gliederungsansicht, die Abschnitte innerhalb eines Dokuments strukturiert darstellt.
Die Seitenleiste wurde in diesem Zusammenhang erweitert. Einträge lassen sich einklappen und werden zusätzlich mit Symbolen versehen. Auch ein optionaler Zeilenumbruch innerhalb dieser Ansicht steht zur Verfügung. Unterstützt werden zahlreiche Programmiersprachen, darunter Swift, Python, JavaScript und C.
Weitere Anpassungen betreffen die Bearbeitung selbst. Die automatische Einrückung orientiert sich stärker an der jeweils verwendeten Syntax. Einstellungen für Kommentare, Zeichenketten und andere Elemente lassen sich detaillierter festlegen. Bei der Suche innerhalb von Dokumenten zeigt CotEditor nun die aktuelle Position innerhalb der Trefferliste an.
Zusätzlich wurden verschiedene Detailverbesserungen umgesetzt. Dazu zählen eine optimierte Textverarbeitung, eine angepasste Worterkennung und kleinere Änderungen an Oberfläche und Menüstruktur. CotEditor bleibt weiterhin kostenlos verfügbar und lässt sich sowohl von der Code-Plattform GitHub als auch über den Mac App Store laden.



Bester Editor.
Geschmacksache. Alleine schon die Beschränkung auf macOS ist bei mir ein fetter Minuspunkt.
Privat nutze ich macOS und Linux, beruflich Windows. Da will ich nicht andauernd den Editor wechseln müssen. Deswegen nutze ich aktuell Sublime Text.
Wieso ist das ein fetter Minuspunkt? CotEditor ist ganz klar für den Mac optimiert und gerade die nicht-plattformübergreifende Verfügbarkeit finde ich gut, da hier ganz und klar sich auf macOS fokussiert wird. Eher ein Pluspunkt. Der Editor hat gar nicht den Anspruch cross-plattform zu sein – das als Minuspunkt zu verbuchen ist schon etwas lächerlich.
Wenn dir eine an macOS angepasste Oberfläche lieber ist als eine plattformübergreifende Bedienung, Konfiguration und Erweiterbarkeit (Stichwort Plugins) – dann ist CotEditor offensichtlich genau richtig für dich.
Ich persönlich ziehe letzteres vor. Dafür bin ich einfach auf zu vielen unterschiedlichen Plattformen unterwegs. Wobei die Frage wäre, welche Features Sublime Text unter macOS in Bezug auf Anpassung an das Betriebssystem vermissen lässt.
Würde noch ZED ins Feld führen
Ach, noch jemand mit dem Dreiergespann. Dachte schon, ich sei alleine, der privat macOS, Linux und beruflich Windows verwendet.
Ich bin bisher mit Notepad++ (Windows) und Notepadqq (Linux) glücklich geworden. Editieren tue ich aber recht wenig, hier und da mal eine HTML-, Skript- oder Batch-Datei. Oder einfach Text-Dateien. Unter macOS dann mit CotEditor. Text-Dateien aber auch gerne mit den „Bordmitteln“, um schnell mal was auf zu schreiben, ohne eine Textverarbeitung bemühen zu müssen.
Klar hat es den Vorteil, eine Software auf allen drei Systemen nutzen zu können, aber da war mein Leidensweg noch nicht groß genug, um das umzusetzen. Ganz anders als beim Browser (Firefox) und beim Office-Paket (LibreOffice).
Aber Sublime Text und ZED werd ich mir mal anschauen. Genau das liebe ich so an ifun, eine Software wird vorgestellt und es gibt gleich Alterntiven in den Kommentaren.
Bin auch privat mit Mac OSX und teilw. Linux sowie im Geschäft mit Windows unterwegs. Als Notepad++-User bin ich mit dem Linux-Derivat nie richtig warm geworden. Deshalb verwende ich momentan gerade PULSAR.
Notepad++ für Mac :-)
Ja, ein weiterer Editor….
Warum sollte man nicht VSC sondern CotEditor benutzen?
Weniger drum rum…
Ausprobieren und dann kannst dir ein Bild machen
Weil CotEditor eine native macOS-App ist und nicht so ein Electron-Krams wie VSC – was du u.a. an Performance, Systemintegration, Schwuppdizität etc. merkst. Wenn es eine native Alternative zu einer Electron-App gibt, würde ich die immer bevorzugen.
VSCode ist allerdings weit mehr als nur ein Editor.
Schwuppdizität, die erlebte Geschwindigkeit sozusagen. Cooles Wort, hab das vor paar Monaten anderweitig mal gehört bzw. gelesen.
Ja, man muß unterscheiden, native App, die flotter agiert und besser integriert ist, oder eine App, die auf allen drei Plattformen unterwegs sein kann und deshalb nicht so gut integriert ist.
Wobei LibreOffice da verdammt gut ist. Fühlt sich auf allen drei Systemen gut an. Wobei ich an meinem Urlaubs-Notebook mit Linux Mint (an dem ich gerade schreibe), gerne mal den Text-Editor verwende. Also aktuell xed.
Im Büro auch der Windows Editor für „todo“-Dateien, oder wenn ich schnell mal was schreiben möchte.
Ich nutze bbedit
Ich auch
.. und CudaText?
Ist ein sehr interessanter Editor für macOS und Windows. Und extrem anpassungsfähig.
Mir reicht NotepadNext auf dem Mac vollkommen aus – hab mich von CotEditor verabschiedet, mir hat der nie richtig gefallen.