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Tim Cook im Video-Interview: „Wir erstellen keine Nutzerprofile“

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«Wir erstellen keine detaillierten Profile unserer Anwender – das ist nicht unser Business!» Die Spitzen des Apple-Chefs Tim Cook, die unausgesprochen aber dennoch eindeutig in Richtung Google zielen, werden aggressiver.

Cook Datenschutz

Mit dem Cambridge Analytica-Skandal im Rücken und den jüngst bekanntgewordenen Datenpannen von Google und Facebook vor Augen, hat der Apple-CEO in seinem Video-Interview gezielt das Datenschutz-Selbstverständnis Cupertinos ins Rampenlicht gerückt.

Apples Ingenieure würden sich regelmäßig selbst herausfordern Lösungen zu Entwickeln, die nicht auf die Auswertung von auf Nutzerdaten angewiesen sind. Apple arbeitet Datensparsam und Cook ist sichtbar stolz, dieses Alleinstellungsmerkmal zum Kaufargument für iPhone, Apple Watch, iPad, Mac und Co zu machen.

[…] Facebook hat am Freitag bekannt gegeben, dass man die größte Sicherheitslücke in der Firmengeschichte entdeckt habe, von der 50 Millionen Nutzer betroffen sind. Laut Cook könne so eine Datenpanne bei Apple gar nicht passieren, da die persönlichen Daten, die Apple sammelt, auf dem iPhones der Anwender verbleiben und selbst Apple nicht darauf zugreifen kann. „Wir arbeiten nicht daran, ein detailliertes Profil unserer Anwender zu erstellen“, so Cook. „Schon während des Produktdesigns, fordern wir uns heraus, so wenig wie möglich Daten zu erheben.

[…] Das hat Apple einiges gekostet. Apple Music zum Beispiel könnte detaillierte Nutzerprofile erstellen und diese an Werbetreibende verkaufen, wie dies die Mitbewerber Spotify, Pandora und Google Music tun. Doch Cook sieht darin einen Affront gegen das Grundversprechen der Marke Apple.

Das VICE-Interview wurde Anfang Oktober aufgezeichnet. Bereits in der kommenden Woche wird Tim Cook die Eröffnungsrede auf der Datenschutzkonferenz der EU halten – ifun.de berichtete.

Dienstag, 16. Okt 2018, 16:24 Uhr — Nicolas
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  • Kein detailliertes heißt ja nicht das keines erstellt wird….

  • Offenes Interview und ich möchte ihm glauben. Ich weiss nur sicher, dass ich mich bei Apple weniger verfolgt fühle als bei Google, das ich auch reichlich nutze. Ich glaube einfach, dass es noch Menschen gibt, die gut sind, sein wollen und mit echten Gefühlen und Gedanken leben.
    So jetzt geht auf mich los, vui Spaß. #wzbw

    • Ich denke mal, dass hat weniger mit gut sein etc. zu tun, sondern schlicht und einfach damit, welches Geschäftsmodell man wählt. Apple verdient mit dem Verkauf von Hardware sehr viel Geld, Google mit dem anlegen und verkaufen von unseren Daten. Geld verdienen wollen beide Unternehmen.

    • Hat wirklich nichts mit gut oder böse zu tun. Datensammlung ist erstmal eine Neutrale Handlung. Und da so Sachen niemals auf ewig geheimgehalten werden kann würde Apple sich bei einer Lüge massiv ins Bein schießen. Anders Google weswegen sie sich mit einer klaren Haltung massiv zurückhalten, weil sie wissen was sie sammeln und verkaufen und das ungern an die große Glocke hängen.

      • @Asolution 16.10.2018, 20:37 Uhr: Wenn Du hiermit das Kojak-Prinzip: „Alles, was gesagt wird, kann (gegen einen) verwendet werden“ meinst, Asolution, stimme ich Dir zu.

        Wegen eben diesem Prinzip, Asolution, erachte ICH bereits Datensammlung im Prinzip potentiell als böse.

        Und überlege mir mindestens einhundetmal, bevor ich irgendwem irgendetwas freiwillig preisgebe. … … …

      • Korrektur: in meinem letzten Satz sollte es heißen: „… einhunde r tmal …“ – verflixte Tastatur – sei hiermit entsprechend korrigiert.

    • Tom Tom Tom, verfolgt ist verfolgt – ob wenig, oder viel, macht überhaupt keinen Unterschied. Weder glaube ich, daß Herr Cook „die Heilsarmee“ ist, noch, daß er (auch noch im Sinne des Datenschutzes seiner Kunden) gut sein will – das beginnt mit der Verbannung von Adblocker-VPNs aus dem Appstore/Einführung der iAds, und hört mit den Apple-AGBs bezüglich der Nutzung von FaceID-Daten noch lange nicht auf. „Leute mit dem Willen bekommen was auf die Brillen“ – Herr Cook möchte, schlicht und einfach, Geld verdienen – auch mit unseren Daten, davon bin ich überzeugt.

      Übrigens benutze ich Google nicht, sondern Startpage, und/oder die Suchmaschine Ecosia.

      Und überlege mir -nicht nur aus vorgenannten Gründen- mindestens einhundertmal, ob und was ich an Apple -oder sonstwohin- weitergebe. …

      • Ähm….wieso bist du der Meinung es gäbe keine VPN Apps im Store ? Ich habe seit zwei Jahren eine drauf die auch Updates bekommt… und sogar wunderbar funktioniert … ;-)

  • Naja ohne Cloud und cloud computing wird man immer hinter der Konkurrenz hinter her laufen. Muss man mögen oder nicht. Ich bevorzuge richtige Assistenten die auch was leisten können. Der Rest ist Spielkram.
    Ob allerdings Profile erstellt werden oder nicht ist im Grunde auch relativ, da ein grosser Datenschatz (vorallem Abrechnungsdaten) ja schon vorhanden ist und das alleine lässt sich schon verwerten (hatte der Werbeeinstieg funktioniert, sähe das vermutlich auch anders aus).

    • Google hat ja keinen so deutlich besseren Assistenten als Apple. Viele Dinge gehen ja auch ganz entspannt lokal auf dem Device (siehe Kategorisierung von Fotos).

      • Haken an lokalem ML ist das es nur so gut ist wie der Datensatz der auf dem Gerät liegt und da hier ja nur mit grossen Versionssprüngen Apps geupdated werden (also von 10 auf 11 usw.), wird das Model auch entsprechend langsam verbessert. Liegt das ML Model in der Cloud und wird jegliches ML serverseitig durchgeführt, ist es entsprechend aktueller und kann zügig verbessert werden.
        Lokal ist nett aber nicht mehr als nettes Marketing oder es müsste sich massiv was an der Updatepolitik ändern.

      • Der Dummschwätzer

        Hast du den Dienst mal ausprobiert?
        Gegen Google und Alexa verliert Siri Haus hoch.

      • Die Frage ist doch was bin ich bereit über mich preiszugeben um diese „tollen“ Assistenten nutzen zu können? Ich bin nicht bereit Google oder Amazon meine Daten zur Verfügung zu stellen nur um einen minimalen Komfortgewinn zu erhalten. All das was diese Assistenten tun kann ich auch selber tun und der Aufwand dafür ist nicht wirklich hoch.

    • So, so – du bevorzugst richtige Assistenten?
      Ich biete dir an, dir deine Steuererklärung zu machen. Gib mir einfach Komplettzugriff auf all deine Korrespondenz, Verträge und Konten.
      Interesse?

      • Du verstehst den Unterschied zwischen Irrsinn und cloud computing… Nicht.

      • @Philip17.10.2018, 05:32 Uhr: Philip, Du unterscheidest zwischen Irrsinn und cloud computing.

        Dein Problem.

  • Die Interviewerin schläft gleich ein oder hat was geraucht. :P

  • Ein klares Bekenntnis dafür, Datenschutz ernst zu nehmen. Für alle Nutzer anderer Marken und Systeme wir das böse Erwachen noch kommen. Daher nur HomeKit Geräte oder günstige Funksteckdosen ohne Netzzugang…

  • Ich bin versucht Herrn Cook zu glauben.
    Sogenannte Datenlecks entstehen aber meist durch Hacker oder Mitarbeiter die sich bereichern oder Rächen wollen.
    Apple Geräte bekommen regelmässig Updates.
    Andere Hersteller spendieren vielleicht alle paar Jahre mal 1 Update.
    Die Sicherheit bei Apple scheint mir höher zu sein.
    Ich bleibe bei Apple. Für mich das oder die besten Handys die es gibt.
    Habe auch Ipad, das auch sehr gut ist.

    • Na ja, Transpluto, dann glaubst Du wohl auch an den Storch, der die Kinder bringt.

      Lies doch mal, zum Beispiel, die AGBs von Apple bezüglich der Nutzung von FaceID – vielleicht geht Dir dann ein Lichtlein auf …

      • „Face ID-Daten verbleiben stets auf Ihrem Gerät und werden nie in iCloud oder an anderer Stelle gesichert. Diese Informationen werden ausschließlich nur dann von Ihrem Gerät übertragen, wenn Sie Face ID-Diagnosedaten zu Supportzwecken an AppleCare weitergeben möchten. Selbst in diesem Fall werden Daten nicht automatisch an Apple gesendet. Sie können die Diagnosedaten zunächst prüfen und genehmigen.“

      • Typisch momotaro, selber anscheinend noch nicht durchgelesen aber erstmal hier rum trollen.

  • Zum Einen, wie soll in Unternhemen bewiesen das sie datensparsam arbeiten? Schwierig. Muss man erstmal glauben. Denn: wenn herauskäme, durch einen Hack bspw., das Apple doch Daten über das notwendige Maß (um seine Dienste zu betreiben) hinaus sammelt, wäre das ein immenser Imageschaden. Wenn sich Tim Cook soweit aus dem Fenster lehnt… naja. Ansonsten kann nur jeder mit seinen Daten etwas haushalten, keine Datensammeldienste wie Payback z.B. Nutze und einfach keine illegalen Dinge tun ;-) aber im Grunde sind wir alle sobald wir uns im Internet tummeln, gläsern.

  • In den chinesischen Datacenter trifft das vermutlich aber nicht zu.
    Entweder Apple Standards gelten weltweit oder es wird explizit erwähnt wo es nicht gilt. Alles andere ist heuchlerisch

  • Wer’s glaubt – wird selig.

    Und wer’s nicht glaubt – kommt auch in den Himmel!

    :-<<

  • Apple nicht, aber Firmen wie Cambridge Analytics.

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