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Apple-Chef spricht auf Mitarbeiterversammlung

Tim Cook im Mitarbeiter-Gespräch: KI, Innenpolitik und das 50. Jubiläum

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Bei einer unternehmensweiten Mitarbeiterversammlung hat Apple-Chef Tim Cook mehrere Themen angesprochen, die auch viele Kunden und Beobachter des Unternehmens als relevant einstufen dürften.

Tim Cook Apple Park

Neben einem Rückblick auf das umsatzstarke Weihnachtsquartal ging es um politische Entwicklungen in den USA, den Einsatz Künstlicher Intelligenz, Wachstumspläne in neuen Märkten sowie das bevorstehende 50-jährige Firmenjubiläum.

Einwanderung als Werte- und Standortfrage

Zum Auftakt äußerte sich Cook ungewöhnlich deutlich zur aktuellen Einwanderungspolitik in den Vereinigten Staaten. Er beschrieb persönliche Betroffenheit über Berichte von Mitarbeitern, die sich im Alltag unsicher fühlen. „Niemand sollte Angst haben müssen, das eigene Zuhause zu verlassen“, sagte Cook laut interner Mitschrift. Die aktuellen Entwicklungen bezeichnete er als belastend und ergänzte: „Was ich über die Angst höre, mit der manche Menschen leben, bricht mir das Herz.“

Einwanderung ordnete Cook ausdrücklich als zentralen Faktor für den Erfolg des Unternehmens ein. „Jeder Mensch verdient Würde und Respekt, unabhängig davon, woher er kommt“, so der Apple-Chef. Apple habe über Jahre davon profitiert, Fachkräfte aus vielen Ländern zu gewinnen, und werde sich weiterhin politisch für verlässliche Rahmenbedingungen einsetzen.

Künstliche Intelligenz und neue Märkte

Beim Thema Künstliche Intelligenz sprach Cook von langfristigen Chancen, ohne auf konkrete Produktpläne einzugehen. „Künstliche Intelligenz gehört zu den bedeutendsten Möglichkeiten unserer Zeit“, sagte er. Apple integriere entsprechende Technologien schrittweise in Hardware, Software und Dienste. Als Beispiele nannte Cook visuelle Analysefunktionen sowie eine stärker personalisierte Version von Siri, die im Laufe des Jahres bereitgestellt werden soll. Zudem bestätigte er die Übernahme des israelischen Start-ups Q.ai.

Für künftiges Wachstum verwies Cook auf Schwellenländer wie Indien. Dort habe sich Apple innerhalb weniger Jahre von einem Randmarkt zu einem relevanten Umsatzträger entwickelt. „Wir haben unsere Produkte angepasst, dem Markt zugehört und zugleich die lokale Fertigung ausgebaut“, erklärte Cook mit Blick auf den Ausbau von Handel und Produktion vor Ort.

Vorbereitung auf das 50-jährige Bestehen

Abschließend ging Cook auf das anstehende Firmenjubiläum ein. Die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte sei für Apple ungewohnt, da der Blick normalerweise nach vorn gerichtet sei. „Wir sind kein Unternehmen, das viel zurückschaut“, sagte Cook. Dennoch werde das Jubiläum nicht unbeachtet bleiben.

Eine Feier zum Jubiläum stellte Cook in Aussicht, konkrete Details ließ er jedoch offen.

09. Feb. 2026 um 07:27 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    • Ich kann’s noch nicht einschätzen:

      Es ist wichtig, nah dran zu sein, wenn man mitbekommen will, in welche Richtung die Reise mit Donald geht, um frühzeitig mit unternehmer Entscheidungen darauf zu reagieren.

      Und nur dicht dran kann Tim ggf. „von innen“ was bewirken. Um in dem Kreis zu bleiben darf man den Diktator nicht verärgern.

      Andererseits muss man schauen, dass die Teilnahme an Events nicht suggeriert, dass man alles unterstützt und gutheißt, was die Orange gerade macht. Die Großspende erweckt z. B. genau den Eindruck.
      Die hat Tim aber als Privatperson getätigt. Im Zweifelsfall kann er so einen späteren Schaden von Apple abwenden, ohne seinen Platz am Tisch zu verlieren.

      In der NS-Zeit hat es einige Unternehmen sehr reich gemacht, mitzuspielen. Wohingegen Spielverderber schnell Probleme bekamen. Vielleicht will Tim das Unternehmen die 3 verbleibenden Jahre von Trumps Amtszeit nur aus der potentiellen Schusslinie ziehen und dann an seinen Nachfolger übergeben.

      Spannend wird, ob Trump in 3 Jahren überhaupt Wahlen zulässt. Denkt nur mal, was alles im letzten (1!) Jahr passiert ist. Der eskaliert das bis dahin vielleicht so weit, dass ein Ausnahmezustand geltend gemacht wird.

      • Das alles macht es aber nicht besser für Tim und Apple. Und ich persönlich unterscheide nicht ob der Chef von Apple als Unternehmer oder Privatperson spendet, das hat ja allgemein was mit seiner persönlichen Haltung zu tun. Genug Schaden hat Tim für mich angerichtet, der Lack hat Kratzer bekommen und ich werde bei der nächsten Hardware sehr sorgfältig abwägen was ich möchte und von wem.

      • Wenn das als Grund genügt wirst du wohl vollständig von zukünftigen Hardwarekäufen absehen müssen. Also zumindest was Smartphones oder PCs betrifft.

      • @Pazuzu
        Nenne bitte Namen, denn mir fällt spontan kein Hardware-Hersteller ein, der sich ähnlich anbiedert wie Tim.

      • @Pazuzu Ist das so? Dann hat mich meine bisherige intensive Recherche wohl komplett in die Irre geführt, dann habe ich mich komplett schlecht informiert. Tut mir leid, ich hatte nicht deinen Wissenstand.

      • Im Bereich „Hardware für Smartphones“ sind das unter anderem Broadcom, Corning, Qualcomm, TSMC… Darunter sind zum Beispiel das Lob von Cristiano Amon über Trump auf Social Media und das geht bis zu Hock Tan, der bereits extra um Trump zu gefallen den kompletten Firmensitz in die USA verlegt hat. Bei „PC Hardware“ kommen dann noch so „kleine“ Unternehmen wie AMD hinzu (ja, auch Lisa Su trifft sich für solche Termine mit Trump). Aber auch Nvidia und mittlerweile sogar Intel gehören dazu und sind Geschäftspartner der Trump Administration. Und damit bleibt eigentlich nichts mehr übrig. Selbst MediaTek ist raus, denn MediaTek lässt bei TSMC fertigen und damit kaufst du wieder Hardware von einem Hersteller, dessen CEO vor dem Orangenmann buckelt (bzw. buckeln muss).
        Natürlich landet davon weniger auf Titelseiten, denn wer interessiert sich schon dafür, was die Geschäftsführung von Intel, Broadcom und Co so treibt und sagt? Viele kennen ja nichtmal die CEOs von den Unternehmen. Geschweige denn wissen die Leute, welche Komponenten ihren Smartphones, Tablets und PCs steckt.
        Insofern ist es sehr leicht zu sagen „Dann kaufe ich nichts mehr von Leute, die an Treffen mit Trump teilgenommen haben“. Aber das tatsächlich zu tun ist nahezu unmöglich. Vielleicht solltest du in Zukunft etwas an deinen Recherchemethoden arbeiten.

  • „Jeder Mensch verdient Würde und Respekt, unabhängig davon, woher er kommt“, so der Apple-Chef.“

    ….das wird sein Freund, der hirntote Orangenmann aber nicht gerne hören. Das gibt beim nächsten Treffen der Speichellecker bestimmt ordentlich Mecker…

  • Was für ein Rumgelaber, als ob ihn die Mitarbeiter die Angst haben betroffen machen, die evtl. fehlende Arbeitskraft sorgt ihn. Aber da kann sein Lieblingsfaschist sicherlich weiterhelfen.

    Mir wird übel wenn ich dieses weichgespülte Geseier lese, wie unehrlich kann und will ein Mensch sein.

  • „Wir sind kein Unternehmen, das viel zurückschaut“, sagte Cook. Das sieht auf vielen Keynotes anders aus. Da gibts regelmäßig Einspieler, die die eigene Geschichte aufgreifen. Oder denken wir an das Tablebook für Jony. Merkwürdiger Satz.

  • Große Klappe, nichts dahinter. Beim nächsten Bankett im weißen Haus sitzt er wieder neben dem Tyrannen und lächelt in die Kameras. Jahrzehntelange Werte, die von Steve Jobs tief mit dem Unternehmen von Beginn an verwurzelt wurden, werden mit Füßen getreten. Es ist grauenhaft, wie tief moralische Prinzipen bei Apple gesunken sind.

  • Hab mal viel vom Cook gehalten. Aber dass er zum privaten Videoabend zu einer Diktatorenfamilie geht, passt null zu den Werten, die er selbst und Apple mal vertreten haben. Und es war auch unnötig. Trump wäre blöd, wenn er Apple aus dem Land jagen würde, weil Cook nicht Melanias Film schauen will. Und zig europäische Länder würden den Konzern mit offenen Armen empfangen. Ob noch ein neues Regenbogenarmband rauskommt? Oder ob das sein Kumpel Trump zu woke findet?

  • Egal was gesagt wird. Hier wird immer gemeckert und jeder weiß es besser. Aber die Gedanken sind frei.

  • Ich finde es erstaunlich dass illegale Einwanderer und Migranten, die den offiziellen Weg wählen, in den selben Top geworfen werden. Das schadet nur denen, die legal einwandern.
    Und die Art von Zuwanderung, von der Apple profitiert, erfolgt hauptsächlich über H-1B Visas (Arbeitsvisum für Fachkräfte, in der EU haben wir die blaue Karte) und nicht über illegale Grenzübertritte. Das sollte Herr Cook schon differenzieren.

  • Schöne Worte – aber einfach substanzloses Gelaber…….
    Taten zählen – und nicht Wirte. Wer bei dem Irren im White House katzbuckelt, komische goldene Statuen schenkt, kann sich das Gelaber sparen, da es einfach lächerlich und unglaubwürdig ist.
    Cook hat es binnen kürzester Zeit geschafft Apples Image im gesellschaftlichen Bereich zu ruinieren !

  • Im Weißen Haus schaut sich Tim Cook in einer „Privatvorstellung“ gemeinsam mit Donald Trump und dessen Entourage den Propagandastreifen über „Melania“ an, spendet eine Million Euro für die Erweiterung von Trumps neuem goldenen Ballsaal – und behauptet dann ernsthaft, für „Werte“ einzustehen.

    Im alten Griechenland nannte man so etwas: die Dialektik eines Erbärmlichen.

  • Immer wieder interessant wie Einwanderung als was gutes dargestellt wird. Bevölkerung muss wachsen.
    Mit Argumenten wie Demographischer Wandel oder man braucht diese Spezialisten etc.
    was aber mit den Geberländern passiert, darüber wird gar nicht diskutiert!
    Kein Land hat gut ausgebildete Menschen im Überfluss vorhanden!!!
    Alle brauchen Ärzte, Pfleger, IT Fachleute…
    Darüber redet man nie in dt. Medien.

    In der NYT schrieb ein Leser in einem Kommentar bezüglich Big techs und ausländische Programmierern, das die Big techs gerne diese speziellen Visa dafür benutzten, um viele ins Land zu holen, damit die Gehälter für einheimische Programmierer nicht steigen.
    Das fand ich auch sehr interessant.

    Schon immer war dieses ganze Thema einseitig sehr sehr Arbeitgeber getrieben.

    • PS: die nicht westlichen Länder, die ihre Fachkräfte an den Westen verlieren, brauchen diese Leute viel dringender als wir!

      Und noch etwas, was man selten(?) hört:
      Die usa haben dafür gesorgt das US Fachkräfte gar nicht groß auf den Gedanken kommen nach z.B. Europa zu gehen. Wie?
      US Staatsbürger müssen IM Ausland nochmals Steuern (ab einer gewissen Gehaltsgrenze) an den US Staat bezahlen:D

    • Lies gerne nochmal Korrektur und prüfe, ob du dich vielleicht einfach nur einseitig informierst, zu allem was du schreibst kann ich in diversen Medien online lesen, auch deutsche Quellen. Einfach mal ein wenig mehr recherchieren zu Themen die dich interessieren, Möglichkeiten gibt es genug. Und nein, ich suche dir nicht die entsprechenden Quellen raus.

    • Beziehst du dich auf die USA? Die Einheimischen haben mit Sicherheit zu Recht eine kritische Sicht auf die Einwanderung, hat es sie doch erheblich an Menschenleben gekostet und um fast das ganze Land gebracht – da aber mittlerweile das Land zu 98% aus Einwanderern besteht (davon ein nicht unerheblicher Teil der Vorfahren nicht freiwillig) stellst du schon eine sehr spezielle Frage. Sind also Einwanderer, die jetzt kommen, schlecht; die, die vor 100 Jahren kamen, gut?

  • Tja Tim Cook. Du kannst erzählen was du willst. Wer ist denn der Orange hinten reingekrochen?

  • Schöne Worte zu wichtigen Tönen…..leider stehen dem aber immer diese unsäglichen Treffen mit/bei Trump entgegen, bei denen sich die Bosse der wichtigsten Firmen einen Grinse-/Nickwetbewerb liefern.

    Keiner weiß, wie Steve sich verhalten hätte…..immerhin trug er immer einen Designerpullover…….Tim nur ein labberiges Shirt ;-)

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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