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"bewusste Praxis"

Telekom Smart Speaker: Sprachauswertung standardmäßig aktiv

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Seit Anfang September konkurriert die Telekom mit einem eigenen sprechenden Zylinder gegen Amazons Echo-Familie, den HomePod und Googles Nest-Geräte. Der Telekom Smart Speaker kostet 149,99 Euro und ist wahlweise auch als Mietgerät für monatlich 4,95 Euro erhältlich.

Hallo Magenta Telekom Smart Speaker

Der runde Lautsprecher spielt Radiosender ab und hilft bei der Erstellung von Einkaufslisten, zudem lässt sich der Wetterbericht abfragen. Über Spotify Connect lässt sich Musik abspielen, zusätzlich ist Amazon Alexa als zweiter Sprachdienst in den Smart Speaker integriert und kann auf Wunsch aktiviert werden. Der Leuchtring am Speaker leuchtet dann blau und nicht magentafarben.

Der Telekom Smart Speaker unterscheidet sich damit nur geringfügig von den konkurrierenden Angeboten und sieht sich inzwischen auch mit den gleichen kritischen Stimmen konfrontiert, die auf Google und Apple bereits vor Wochen einprasselten.

Nach schlechten Test-Erfahrungen „bewusste Praxis“

Auch der Telekom-Lautsprecher wertet Audio-Mitschnitte seiner Anwender aus und setzt das Einverständnis standardmäßig voraus. So berichtet das Handelsblatt:

[…] Telekom-Manager Hagspihl hatte für den Speaker aus dem eigenen Haus betont: „Nur wenn ein Kunde zustimmt“, würde die Telekom Mitschnitte verwenden, um die Sprachauswertung zu verbessern. „Sie werden im Einrichtungsprozess gefragt, ob sie bereit sind oder nicht.“

Ganz so läuft der Einrichtungsprozess jedoch nicht ab. Zwar wird beim erstmaligen Aktivieren des Speakers darauf hingewiesen, dass die Telekom Daten auswertet. Der Standard ist damit aber die aktive Auswertung der Mitschnitte. Ist ein Nutzer nicht damit einverstanden, muss er aktiv einem Link zu einer seitenlangen Datenschutzerklärung folgen und kann am Ende der Übermittlung der Daten widersprechen.

[…] Aus Konzernkreisen erfuhr das Handelsblatt, dass die Telekom sich sehr bewusst für diese Praxis entschieden hat. Bei einem Test war ein ähnlicher Ansatz wie der von Google ausprobiert worden. Dabei hatten die meisten Nutzer jedoch keine Einwilligung zur Datenauswertung erteilt. Daher hatte der Konzern Sorge, aufgrund fehlender Mitschnitte die Sprachanalyse nicht ausreichend trainieren zu können. Deshalb stellte er das System um.

Mittwoch, 30. Okt 2019, 9:05 Uhr — Nicolas
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  • Dann lieber den Echo Dot für 8.90 Euro :-). Mittlerweile Nr. 7 bei uns zuhause…so langsam bekommt jeder Raum einen.

  • Funktioniert die Wiedergabe von Radiosendern ohne irgendwelche Konfiguration etc. via „Hallo Magenta“?

    Finde den Speaker insofern charmant, dass man nicht alles nach Google, Amazon und Co verschickt.

    Sprachauswertung ist natürlich Geschmackssache. Aber irgendwie müssen die Produkte ja lernen.

    • Ja, ein Zuruf „Hallo Magenta, spiele Bayern1 Radio“ genügt um z.B. Bayern1 abzuspielen. Wichtig zu wissen: Hallo Magenta greift nur auf die Stationen von Radioplayer.de zurück, also nur deutsche Sender. Wer es etwas internationaler mag bedient sich bei der Alexa Begleitung

  • Traurig wie es ist, aber die Sprachauswertung hat der Magenta Speaker auch noch bitter nötig. Wenn die Dose auf 50% meiner Anfragen richtig reagiert, dann ist das schon geprahlt.

  • Das Ding ist echt der letzte Mist. War Beta-Tester und kann nix positives sagen. Sprachbefehle werden extrem oft nicht verstanden. Kinder versteht das Teil überhaupt nicht. Alexa schaltet sich regelmäßig selber ab. Die Liste könnte ich ewig so weiter führen. Der alte Echo Dot ist tausendmal besser. Ich werde das Ding jetzt verkaufen. Hat mich lange genug geärgert.

  • Da fehlen einem echt die Worte…. einfach unglaublich, wie die Kunden – sogar mit „deutschen“ Produkten verarscht werden….
    Aber was ich immer sage: die träge Maße bestimmt (leider viel zu oft) den Standard – und da „alle“ sich fleißig Amazons und Googles Spione freiwillig in ihre Privatsphäre holen, ist es auch für die Telekomiker völlig „normal“….
    Der Intelligenzquotient ist in den letzten 50 Jahren leider nicht wirklich gestiegen…

  • Serviervorschlag

    Wer sich solch eine Wanze ins Heim holt, rechnet doch damit, daß das Ding permanent zuhört, oder nicht? So blauäugig kann man doch nicht sein, bei solch einem Gerät einen umfassenden Datenschutz zu verlangen. Finde ich. :-)

  • Habe mit Telekom dermassen viel Ärger, dass ich gerne auf dieses Produkt verzichte

  • Hatte es auch. Nach 2 Tagen Retoure. Versteht nix. Reagiert auf nix. Und wenn es dich doch mal versteht, ladet der Kreis ewig rum und erlischt dann. Echo ist besser.

    • Und witzig ist, wie hier alle von Wanzen reden, aber mit einem iPhone herumlaufen, wo das Mikro auch immer mithört. Siri und Facebook

      • Weder Siri, noch Facebook. Und ich finde es eher witzig dass Leute an so einem Teil echten Mehrwert sehen. Ernsthaft, das ist noch lächerlicher als der Sprachnachrichten Hype. Echter Mehrwert = 0 – aber Hauptsache man hat den neuesten Shit.

      • @iGon:
        Sag das bitte den Leuten, die den Apple HomePod haben. Das Ding ist so dumm wie eine teure Mülltonne. Immer diese Paranoia.

  • Was ist denn hier wieder los? Bashing ohne Ende. Und die Leistungsmerkmale, die den Telekom Speaker herausstellen, sind nichtmal erwähnt. SmartHome lässt sich wunderbar steuern, TV mit Magenta TV, telefonieren ist möglich und eingehende Anrufe werden angesagt mit Namen. Dass die Wissensdatenbank kaum vorhanden ist, wurde verkündet und durch Alexa ersetzt, wer es denn will.

    • Magenta TV kann man Steuern stimmt, der Lautsprecher versteht aber nur die Hälfte und zuerst muss aber die Fernseherlautstärke auf null geregelt werden.Sonst versteht er garnicht. Abstand beim sprechen ca. 2 m dann Muss man noch ziemlich laut sprechen. Wenn man die Fernbedienung in der Hand hat kann man auch gleich selbst umschalten

      • Stimmt, wenn man die Fernbedienung in der Hand hat … braucht man keinen SmartSpeaker für Magenta TV.
        Zur Sprachverständlichkeit: Im Mercedes eines Kollegen sitzend, für immerhin knapp 70000€, die Navigation per Sprache funktionierte trotz mehrfacher Suche nicht. Dann der Hinweis an einen norddeutschen Kollegen, er solle es doch mal versuchen. Es klappte beim ersten Versuch!
        Ach ja, der Süddeutsche Kollege war der Meinung, dass er Hochdeutsch sprechen würde. ;-)

  • Bei aller berechtigten Kritik, niemand von den „Experten“ erwähnt, dass die Server für die Auswertung dsgvo-gerecht aufgestellt sind und in Europa stehen, nicht wie bei Amazon und co in den USA !

    • Jo, es gibt halt immer noch Bashing gegen die Telekom. Alte Geschichten, damals noch begründet. Und jetzt zeigt sich doch, dass die Mitbewerber auch nur mit Wasser kochen, Ausfälle, eingeschränktes Angebot usw., und nicht oder kaum noch günstiger.

  • Ich kenne den Hallo Magenta Speaker aus dem Telekom Shop und ich war begeistert.
    Trotz Lärm aus der Umgebung hat der Speaker meine Kinder und mich verstanden.

    Wenn andere Leute Probleme mit der Sprachverständlichkeit haben, dann kann es auch am lokalem Dialekt liegen. Aber im Telekom Shop kann jeder Teil Teil ausprobieren und selber sich einen Eindruck machen. Bei jedem Zuruf hat das Gerät sauber reagiert.

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