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Ziehen Apple und Amazon nach?

Sprachassistenten in der Kritik: Google pausiert Auswertung

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Google wird die durch Menschen vorgenommene Auswertung mitgeschnittener Sprachkommandos (vorerst) drei Monate lang pausieren und reagiert damit auf den Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI), der aus Anlass der jüngsten Medienberichte ein Verwaltungsverfahren gegen den Suchmaschinen-Riesen eröffnete.

Google Assistent

Das Verfahren sollte Google untersagen, entsprechende Auswertungen durch Mitarbeiter oder Dritte für den Zeitraum von drei Monaten vorzunehmen. Damit sollen die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen zunächst vorläufig geschützt werden.

Im Rahmen dieses Verwaltungsverfahrens hat Google gegenüber dem HmbBfDI nun erklärt, dass bereits gegenwärtig und für die Dauer von mindestens drei Monaten ab dem 1. August 2019 Transkriptionen von Sprachaufnahmen nicht mehr erfolgen. Diese Zusicherung bezieht sich auf die EU insgesamt.

Der HmbBfDI merkt an, dass die zuständigen Behörden für andere Anbieter von Sprachassistenzsystemen, wie Apple oder Amazon, nun auch zügig überprüfen sollten, entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

Dem Einschreiten des HmbBfDI waren Medienberichte vorausgegangen, die die automatischen Sprachassistenten von Anbietern wie Google, Apple und Amazon als „hoch risikoreich für die Privat- und Intimsphäre“ von Betroffenen eingeordnet hatten.

Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, kommentiert die Geschehnisse:

“Der Einsatz von Sprachassistenzsystemen in der EU muss den Datenschutzvorgaben der DSGVO folgen. Im Fall des Google Assistant bestehen daran gegenwärtig erhebliche Zweifel. Die Nutzung von Sprachassistenzsystemen muss in einer transparenten Weise erfolgen, so dass eine informierte Einwilligung der Nutzer möglich ist.

Dabei geht es insbesondere um die Bereitstellung ausreichender Informationen und um eine transparente Aufklärung Betroffener über die Verarbeitung der Sprachbefehle, aber auch über die Häufigkeit und die Risiken von Fehlaktivierungen. Schließlich muss dem Erfordernis des Schutzes Dritter, die von den Sprachaufnahmen betroffen sind, hinreichend Rechnung getragen werden.

Zunächst sind nun weitere Fragen über die Funktionsweise des Sprachanalysesystems zu klären. Die Datenschutzbehörden werden dann über endgültige Maßnahmen zu entscheiden haben, die für einen datenschutzkonformen Betrieb erforderlich sind.“

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01. Aug 2019 um 17:21 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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