Menüleiste wächst über die Notch hinaus
macOS 27: Apple integriert Bartender-Funktion direkt ins System
Mit macOS 27 erweitert Apple die Verwaltung der Menüleiste um eine Funktion, die viele Nutzer bislang nur von Drittanbieter-Apps kennen. In den aktuellen Beta-Versionen erscheint auf MacBooks mit Display-Aussparung ein neuer „Mehr anzeigen“-Button. Ein Klick darauf blendet Menüleistensymbole links neben der sogenannten Notch ein, die bislang hinter dieser verschwunden blieben.
Damit reagiert Apple (endlich) auf ein Problem, das Besitzer aktueller MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modelle seit Einführung der Notch begleitet. Wird die Menüleiste durch zahlreiche Anwendungen zu voll, verschwinden Symbole bislang automatisch. Mit der neuen Funktion lassen sich diese nun bei Bedarf direkt über das Betriebssystem anzeigen.
Erste Bartender-Funktion hält Einzug
In der Mac-Community wird bereits davon gesprochen, dass Apple damit einen Teil der Funktionen von Bartender „sherlockt“. Der Begriff beschreibt den Fall, dass Apple eine bisher von Drittanbieter-Apps angebotene Funktion selbst in macOS integriert.
Ganz ersetzen dürfte die Neuerung Programme wie Bartender oder die kostenlose Open-Source-Alternative Thaw allerdings noch nicht. Apples Lösung beschränkt sich bislang darauf, versteckte Symbole bei Bedarf einzublenden. Komfortfunktionen wie dauerhaft ausgeblendete Einträge, frei definierbare Bereiche der Menüleiste, Profile oder umfangreiche Automatisierungen fehlen weiterhin.
Gerade Thaw hat sich in den vergangenen Monaten zu einer beliebten kostenlosen Alternative entwickelt. Die Anwendung wird aktiv weiterentwickelt und bietet inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, Menüleistensymbole zu organisieren und abhängig von Situationen oder Displays unterschiedlich anzuordnen.
Ob Apple seine neue Funktion bis zur Freigabe von macOS 27 noch erweitert, bleibt abzuwarten. In der Entwicklergemeinde wird bereits der Wunsch geäußert, künftig auch einzelne Symbole dauerhaft ausblenden oder flexibel organisieren zu können. Sollte Apple diesen Schritt gehen, würde sich der Funktionsumfang weiter an etablierte Werkzeuge wie Thaw oder auch Hidden Bar und Doozer annähern. Bislang handelt es sich jedoch eher um eine praktische Ergänzung als um einen vollständigen Ersatz.

Endlich..
Warum ist die Notch beim Mac eigentlich so groß? Ist doch „nur“ eine simple Kamera. Im vergleich zum iPhone wo auch noch faceid integriert ist scheint das noch mal zu groß.
Gut, der Deckel vom MacBook ist deutlich flacher als ein iPhone. Somit kann man bei einem iPhone mit der Elektronik mehr in die Tiefe gehen / verstauen. Das kannst du bei einem MacBook nicht. Somit muss die Elektronik in die Breite verteilt werden.
Die Elektronik muss aber nicht durchs Display gucken.
Aber da, wo die Elektronik ist, ist halt kein Platz mehr für den Bildschirm ;-)
Das frage ich mich auch. Es sind neben der Kamera zwar auch die Kamera-Status-LED und ein Umgebungslicht Sensor mit drin, aber die Notch ist dafür trotzdem viel zu groß.
Der Entwickler von „SaneBar“ (gleicher Ansatz wie Bartender) hat ein Statement veröffentlicht, dass Apple alle Dritt-Apps aus der Menübar aussperrt, wenn sie dort etwas verändern wollen. Theoretisch sind Bartender & Co ab macOS 27 dann nicht mehr nutzbar.
Diese Notch ist der größte Schwachsinn, den Apple seit langem verbrochen hat. Wer bitte kommt denn auf die Idee, die Menüleiste mit einem Stück Hardware zu unterbrechen? Unter Steve hätte es so was niemals gegeben. Zum Glück gibt’s ja die App „Say No To Notch“, mit der man einfach den Bildschirm oben schwarz einfärben und die Menüleiste weiter runter setzen kann. Damit ist das Problem erledigt. So hätte das von Anfang an aussehen müssen.
Ich werde nie verstehen, warum sich die Leute so über dieses Thema aufregen. Das ist doch zusätzlicher Platz auf dem Bildschirm, wenn es dir nicht passt, blende dir halt durch die von dir genannten Tools einen schwarzen Balken ein und das Thema ist durch. Ich könnte die Aufregung ja noch etwas nachvollziehen, wenn du da nichts machen könntest, aber so? Wenn du siehst, wie andere Hersteller das bei Notebooks „gelöst“ haben, merkst du schnell, dass es offensichtlich nicht so einfach „elegant“ zu lösen ist, da hat Apple schon einen ganz guten Ansatz. Mich z.B. stört das aber auch nicht, ich habe das jetzt seit etlichen Jahren und es hat mich nichtmal am ersten Tag gestört. Ich habe schon vor der „Notch-Zeit“ Bartender und jetzt Ice/Thaw genutzt, aber das ist auch nur persönliche Vorliebe, weil ich in der Menuleiste so wenig wie möglich direkt sehen will.
Für die Kategorie „Größter Schwachsinn“ fallen mir da ganz andere Dinge ein…
Eine Notch einzuführen und im gleichen Atemzug die Abstände der Icons sinnfrei und absurd zu vergrößern und keine OS-eigene ausgereifte Lösung anzubieten, ist schon ein Master-Fail von Apple Das es Dich nicht stört ist halt deine Blase .. wir dürfen es trotzdem schlecht finden
Naja, es ist schon ziemlich schlecht von Apple gelöst. Viele Icons kann man nicht erreichen, es sei denn man blendet andere über die Einstellungen kurzfristig aus. Komplett dumm!
Die Notch gibt es seit 2022. Es ist ein Armutszeugnis dass es erst 4 Jahre später eine Lösung für dieses offensichtliche Problem geben soll.
Was mich an Lösungen wie Bartender oder Thaw, iBar stört, ist dass die icons sich zumindest unter iBar nicht aktualisieren, wenn diese unterhalb „ausgeklappt“ werden. Z.B. Temperatur oder CPU Auslastung. Ich möchte auch nicht 10 Apps durchprobieren müssen.
@Slow mo: Relax, habe ich irgendwo gesagt, dass du das nicht darfst? Ich finde es nur putzig, WIE sehr sich Leute über etwas aufregen können, was a) Geschmacksache ist und b) mit wenig Aufwand zu korrigieren ist. Aber passt wohl in die heutige Zeit, in der alles binär nur noch schwarz/weiss ist. Wenn das schon ein „Master Fail ist“ gehe ich wirklich noch in irgendeine Blase (wenn es denn für dich so wichtig ist)
Ausgereiftes UI Design war eine Domäne von Apple. Und eben so ein kaputtes Design ist in vielerlei Hinsicht eine Produktivitätsbremse. Genau aber das sollte eine UI nie sein. Mit Geschmackssache hat das also gar nichts zu tun. Eine Tür ohne Klinke, die man aber jeden Tag öffnen muss. Es ist eine völlig unrunde „Lösung“ und darüber darf man sich sehr wohl „aufregen“. Die Lösungen zur Behebung des Problems gibt es ja zum großen Teil eben nur deshalb, weil Apple die Problematik in Umlauf gebracht hat – eben ohne eine Lösung, sondern sogar mit einer Problemverschärfung. Das man das Problem mit Drittanbieter-Tools beseitigen oder mildern kann ist glücklicherweise möglich, ändert aber ebn nichts an der Kritik am Fakt
Und mache mir damit den Bildschirm kleiner? Bekloppt
Warum man dazu eine App braucht und nicht einfach die Bildschirmauflösung anpasst frage ich mich. Auf meinem MacBookPro M1 klappt das wunderbar.
Schön für Dich, wenn es deine Augen hergeben ..
1512×945 anstelle von 1512×982
Oh, das war mir neu. Danke für den Tipp!
Ich hatte bisher noch gar nicht entdeckt, dass man die Auflösungen als Liste anzeigen lassen kann und dort reduzierte Auflösungen aufgelistet werden, welche die Notch ausblenden.
Für was Steve immer alles herhalten muss
Steve Jobs stand wie kein zweiter für Ease-of-use, UI Eleganz, Schriftästhetik und Usability. Die Notch hätte ihm vermutlich nicht nur aus ästhetischen Gründen schon nicht gefallen, sondern spätestens, wenn das Hauptmenü unterbrochen wird oder Icons verdeckt werden hätte bei ihm der Spaß aufgehört und er hätte seine Entwickler noch ein paar Nachschichten dran hängen lassen. Für mich ein ganz offensichtlicher Fail…
Sherlocked