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„Gesherlocked“: 6 Apps, die Apple überflüssig gemacht hat

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Wenn im Zusammenhang mit Apple von Sherlocking die Rede ist, dann geht es in der Regel um Drittanbieter-Anwendungen, die durch neue Apps aus Cupertino entweder überflüssig geworden sind, oder Gefahr laufen, massiv an Relevanz einzubüßen.

Der Begriff hat seinen Ursprung in den frühen 2000er-Jahren. Damals führte Apple die Systemsuche “Sherlock” in sein Mac-Betriebssystem ein, die nahezu die gesamten Funktionen des zuvor unabhängig entwickelten und als “Watson” bekannten Tools kopierte. Diese Geschichte kann bei den Entwicklern von Watson, Karelia Software, nachgelesen werden.

6 Apps, die Apple überflüssig gemacht hat

Auch die gestrige WWDC-Keynote dürfte mehrere Entwickler wieder mit Sorgenfalten auf der Stirn zurückgelassen haben. Bestellen doch viele der von Apple vorgestellten Neuerungen Felder, die bislang fest in der Hand der unabhängigen Entwickler-Community waren. Eine Übersicht.

  • Apples Passwort-App: Die auf den neuen Systemen vorinstallierte Passwort-Verwaltung macht Anbietern wie Enpass, 1Passwort und Proton Pass direkte Konkurrenz und wird nicht nur auf iPhone, iPad und Mac, sondern auch unter Windows verfügbar sein.

Passwort App

  • Math Notes: Apples rechnender Notizblock integriert fortan, was die hervorragende Soulver-Applikation zu ihrem Geschäftsmodell gemacht hat. Eine Kombination aus Notizen, mathematischen Gleichungen und Variablen.

Math Notes

  • iPhone Mirroring: Mit dem Direktzugriff vom Mac auf das iPhone ersetzt Apple die Zusatz-Applikation Bezel durch eine deutlich kraftvollere System-Integration, die auch die Fernsteuerung angezeigter Endgeräte zulässt.

Mirroring

  • Fenster-Manager: macOS Sequoia wird einen einfachen Fenster-Manager integrieren, der offene Programmfenster wie Kacheln logisch nebeneinander anordnet. Anwender, die dafür bislang Tools wie Magnet, Rectangle und Co genutzt haben, benötigen diese fortan vielleicht nicht mehr.

Fenster Manager

  • Genmoji: Die Möglichkeit, beliebige Emojis auf Zuruf zu erstellen, entzieht zahlreichen Drittanbieter-Anwendungen wie etwa Newji das komplette Geschäftsmodell.

Genmoji

  • Writing Tools & Rewrite: Apples KI-Texthilfe macht Dienste wie DeepL Write und Grammarly überflüssig, die Texte (um)formulieren, korrigieren und im Ton ändern können.

Rewrite

11. Jun 2024 um 07:55 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Hoffentlich merkt sich der Fenstermanager überhaupt mal wo ich ein Programmfenster haben will. Ich will meine immer am gleichen Ort, dieses aneinanderreihen brauche ich eher selten.

  • Naja vieles davon ist KI basiert, sodass alle Nutzer, die kein iPhone 15 pro oder besser haben, immer noch auf die bewährten Apps zurückgreifen werden.

    Antworten moderated
  • Naja, bis ich die KI Schreibe auf deutsch, portugiesisch oder schwedisch verwenden kann (so ab 2026, 2028 bzw 2030 gemäß Apple Pipeline…;-) verwende ich wohl weiterhin DeepL Write

    • Hast Du eine offizielle Roadmap gesehen?
      Die KIs (LLMs) sind mit vielen Sprachen trainiert – Übersetzungen sind da ein Nebeneffekt.
      Ich erinnere mich grob, dass Apple ChatGPT nutzt – und das ist multilingual.

      • Und dennoch steht auf Apples Homepage, dass Apple Intelligence erstmal nur auf Englisch verfügbar ist und weitere Sprachen erst nächstes Jahr kommen. Hoffe das es für Deutsch nicht länger als Januar, Februar wird.

      • Nicht für diese features, lol

    • Ja, ich hab da auch meine Bedenken, muss aber wohl mit chinesisch, nepalenisch, japanisch, galizisch und indisch länger warten.

  • Poah ich weiß ja nicht beim Passwort Manager. Ich habe 1PW so tief in meinen Alltag integriert, dass wird schon sehr sehr schwer den abzulösen. Allein die Reisefunktion, Kreditkarten Auswahl und und und…

    • Apple beschränkt sich in der Regel auf Basisfunktionen. Drittanbieter Apps werden daher weiter ihre Berechtigung haben, wenn sie mehr bieten. 1Password mit Abo zielt ohnehin nicht auf die Anwender, denen die Basisfunktionen reichen.

    • Ist es bei Apple nicht noch besser integriert?
      Sobald ein Kreditkarten-Feld erscheint, schlägt Apple gleich die hinterlegten Kreditkarten-Daten vor. Dazu muss man bei 1PW ja erst in die App, oder?

      Also die Funktionen gibt es auf den Apple Geräten ja schon länger direkt ins System integriert. Der Vorteil ist jetzt lediglich, dass es eine App gibt, die auch auf windows verwendet werden kann und dass auf den Apple-Geräten alles an einem Ort ist (Wifi-Passwörter waren wo anders als hinterlegte Kreditkarten, die woanders als Website-Passwörter etc.)

      • Man muss nicht in die App. KK Daten werden durch die Browsererweiterung eingetragen.

      • Es sind ganz andere Funktionen, die 1PW unschlagbar machen. Zum Beispiel daß man dan damit auch eine über alle Plattformen synchronisierte Authenticator App hat. Oder die praktischen Vorlagen zb. für Email Postfacher bei denen alle relevanten Informationen wie Ausgangsserver usw. hinterlegt werden können.

    • Bei mir ist das auch so ein Thema. Aber Ich will kein Abo. Und nach und nach gehen die Funktionen der Kaufvariante über die Wupper. Von daher werde ich einen Tages wechseln müssen

    • Ich werde auf jeden Fall einen externen PW-Manager behalten. Die Thematik ist zu sensibel, als dass ich es nur Apple anvertrauen möchte. Auch in Hinblick auf hin und wieder gesperrte Apple-IDs oder diverse Serverprobleme.

  • Etwas Zeit haben die ja noch. Vieles wurde ja so angekündigt, dass es später kommt. Aber das Update von Apple klingt schon interessant.

  • Ich würde auch Gentler Streaks hier erwähnen. Die watchOS Features sind da sehr nah dran.

  • tja, so ist das halt. Während 3rd party apps obsolet werden, weil Apple gleichartige Funktionen selbst integriert, werden andere Felder zb. gar nicht bearbeitet. Quick Look ist immer noch nicht in der Lage, vollständig Tag Informationen aus flac Dateien anzuzeigen. Hier würde ich mir einfach ne API wünschen, damit Entwickler weitere Formatunterstützung für Quick Look entwickeln können.

  • Hat schon jemand die Beta und den PW-Manager ausprobieret. Gibt es auch die Möglichkeit, WLan Sync um cloudfrei zu bleiben, bei solch einen sensiblen Bereich?

  • Ich weiß, das ist nicht schön für die Software-Entwickler, aber über jede Funktion im Betriebssystem, die externe Apps ersetzt, bin ich froh. Am liebsten würde ich nur Bordmittel nutzen. So freue ich mich auf das Fenstermanagement und die Passwort-App. Wenn sie funktionieren, fliegen Magnet und Enpass vom Mac.

  • Zu den Apps kann noch MyScript Calculator hinzugefügt werden, das von Math Notes versenkt wurde.

  • Bezüglich „Math Notes“… brauch ich dafür wirklich unbedingt den Pencil ?

    Weil dann hat Soulver KEIN Problem.

  • Mal sehen wie das mit den Wanderrouten weitergeht. Könnte für Komoot ggf eng werden. Noch aber zumindest nicht imho.

  • Richard Appleby
  • Bisher konnte bei mir noch nicht mal Apples „Karten“ GoogleMaps ersetzen, weil einfach zu schlecht.
    Insbesondere bei Radrouten in der Stadt.
    Apple führt mich immer noch hauptsächlich an Hauptstraßen entlang.

    Eine Funktion zu integrieren heißt erstmal nicht, dass sie gleichwertig funktioniert.
    Ich freue mich immer über Systemfunktionen, aber sie müssen schon performant sein. Selbst, wenn ich gewillt bin, mit ein paar Einschränkungen zu leben.

    • Also bei Auto Navigation ist es bei mir eindeutig umgekehrt, die Routen von Google Maps sind ne Katastrophe, teilweise wird man in Feldwege navigiert, die Navigation von Apple Maps mit dem Auto ist bei mir um Längen besser.

  • Mal abwarten. Vermutlich funktionieren die Apple Apps erst nach Jahren.

  • .. aber für die Menüzeile muss man weiterhin Bartender & Co bemühen? Das Dev-Team von Apple ist so „wunderbar“ ignorant .. oder sollte man doch sagen „arrogant“?

    • Constantin Opel

      Im Prinzip hast Du Recht. Ich stelle mir nur vor, was passieren würde, wenn Apple alle coolen Tools, die im Apple-Universum ihr Dasein pflegen, selber entwickelt und dann in sein BS integrieren würde:

      Wir als User würden jubeln, aber wäre Apple noch interessant?
      Apple oder auch Microsoft wären lange nicht so interessant, weil kein Entwickler sich mehr groß bemühen würde, etwas Besseres oder Nichtvorhandenes anzubieten.
      Das Softwareangebot würde sich auf einige große Bereiche für professionelle Akteure beschränken.
      Ob das im Sinne von Apple oder Microsoft wäre?

      Nur so mal angedacht.

      • Sorry, aber der Gedankengang ist hier wirklich Quatsch … Apple hat das Problem in Umlauf gebracht, indem es seit jeher erlaubt, dass sich dort Programme einnisten. Davon wird bekanntermaßen reger Gebrauch gemacht. Warum auch nicht, ist ja super praktisch.
        Dann aber hat Apple die Notch eingeführt und damit den Platz drastisch beschränkt und als wenn das noch nicht genug wäre, wurde der Abstand der Icons in der Menüzeile mit Ventura unsinnig vergrößert. Es geht also um die Beseitigung eines Mangels.
        Die Entsprechung in anderen Betriebssystemen für diesen Bereich ist der Tray in den Taskbars, allen voran in Windows. Dort gibt es eine Lösung zum Verstecken von Icons (sehr simple noch in XP, inzwischen recht ausgefeilt in Windows 10/11 seit XX Jahren … dass eine in macOS integrierte Lösung den Markt an Zusatzprogrammen zusammenbrechen lässt, ist in diesem Fall wirklich absurd.
        Nur mal so angedacht.

  • Schön das man die Schlüsselbund app überarbeite hat und diese nun wieder mit ausliefert.
    Hab ich die ganze Zeit vermisst als man die vor ein paar Jahren rausgeworfen hat.

    Naja so bekommt man auch einen Liste mit neuen Amazing Funktionen zusammen, indem man Funktionen aus dem OS wirft und dann ein paar Jahre später wieder als Amazing new Future einführt….

  • Was mir nicht ganz klar ist – wird es die Passwort-App nur für MacOS geben? Bei der Keynote für iOS war davon nicht die Rede.

  • Naja, Enpass speichert auf meinem Server/Datenträger. Passwörter werde ich keiner fremden Festplatte speichern. Auch kein Backup, die diese vertraulichen Daten enthalten.
    Außerdem gibts Apples PW Manager nicht für Linux.

  • Es gibt viele gute Drittanbieter-Apps. Allerdings sind diese oft sehr speziell und verlangen Abogebühren. Gerade Math Notes. Brauche ich alle Jahre mal, wenn ich Neffe/Nichte bei den Hausaufgaben helfen. Ich würde aber nie dafür eine App kaufen.

  • Mal abwarten, was wirklich ersetzt wird. Will man mit der Password App wirklich alles auf einmal bei Apple speichern. Kann man machen.
    Und ob, wann immer die deutsche Funktion dann auch wirklich verfügbar ist (irgendwann nächstes Jahr) und abhängig davon, ob die englische Funktion außerhalb der USA verfügbar ist, DeepL Write so schnell geschlagen wird – muss man erst mal sehen. DeepL hat seine LLM schließlich lange genug speziell auf dieses Thema trainiert. Klar, für die Apple Kunden wäre es cool, wenn die Qualität vergleichbar wäre. Aber erst mal abwarten …

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  • Solange der Passwort-Manager nur Nutzername, Passwort und Notiz in Zusammenhang mit einer URL speichert, ist es keine große Konkurrenz zu 1P und Co.

  • Ich glaube nicht dass Apple Magnet ersetzen kann
    Bei mir ist an einem 49″ Widescreen
    Links 1/4
    Mitte 1/2
    Rechts 1/4 und dies noch mal quer geteilt
    Mit shortcuts die jeweilige App in den unterteilten Bereich verschieben,…
    Ich bin ja grundsätzlich optimistisch aber das übersteigt auch meinen Optimismus das Apple das schafft ;-)

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