KI-Agent für den Arbeitsplatz
Kimi Work: Neue China-KI tritt mit eigener Mac-App an
Der chinesische KI-Anbieter Moonshot AI hat in den vergangenen Tagen mit seinem neuen KI-Modell Kimi K3 viel Aufmerksamkeit erregt. Dessen Leistungsfähigkeit deutet darauf hin, dass der Abstand zwischen chinesischen Modellen und den führenden Angeboten aus den USA immer kleiner wird.
Nun bringt das Unternehmen mit Kimi Work eine eigene Mac-App an den Start und erweitert sein Angebot um einen Arbeitsagenten für lokale Dateien und komplexere Aufgaben.
Arbeitsagent greift auf lokale Aufgaben zu
Kimi Work beantwortet nicht nur Fragen in einem Chat, sondern arbeitet direkt in einer lokalen Umgebung. Die Software kann ausgewählte Ordner einbinden, im Internet recherchieren, Python Programme ausführen und wiederkehrende Abläufe planen. Auch Dokumente, Tabellen und Präsentationen lassen sich bearbeiten. Hinzu kommen parallele Aufgaben, ausführliche Recherchen und die Erstellung von Webseiten.
Damit tritt Moonshot AI offensiv gegen ChatGPT und Claude an, die künstliche Intelligenz ebenfalls eng mit Dateien und Werkzeugen auf dem Computer verbinden. Auch die Oberfläche erinnert deutlich an diese Wettbewerber. Chatbereich, Aufgabenverwaltung und Bedienelemente folgen einem vertrauten Muster.
Moonshot AI bietet vier monatlich abgerechnete Tarife an. Moderato kostet 19 Dollar und umfasst die grundlegenden Funktionen sowie zusätzliche Nutzungsguthaben. Allegretto kostet 39 Dollar und verdoppelt die Agentenguthaben. Für Kimi Code stehen fünfmal so viele Guthaben zur Verfügung. Allegro kostet 99 Dollar und erhöht die jeweiligen Kontingente weiter. Zudem unterstützt der Tarif besonders lange Unterhaltungen mit deutlich vergrößertem Kontextfenster. Vivace kostet 199 Dollar und richtet sich mit den höchsten Nutzungslimits an intensive Anwender. Zu den erweiterten Funktionen zählen automatisch laufende Aufgaben, mehrere gleichzeitig arbeitende Agenten, Plugins für Finanzdaten und ein Modus, in dem Aufgaben bis zum vorgegebenen Ziel selbstständig weiterbearbeitet werden.
Von der Recherche bis zum fertigen Projekt
Die Funktionen sind auf mehrstufige Arbeitsabläufe ausgerichtet. Kimi Work kann beispielsweise Informationen aus lokalen Dokumenten und Internetquellen zusammentragen, daraus einen Bericht erstellen und die zugrunde liegenden Daten in einer Tabelle ordnen. Aus den Ergebnissen lässt sich anschließend eine Präsentation entwickeln. Für deren visuelle Gestaltung bindet Moonshot AI das Bildmodell Nano Banana ein.
Auch die Erstellung von Websites gehört zum Angebot. Der Agent soll Seiten samt Datenbank aufbauen und direkt veröffentlichen können. Ein Dashboard stellt laufende Aufgaben als einzelne Elemente dar. Geplante Aufträge können automatisch zu festgelegten Zeiten starten und ihre Ergebnisse anschließend an den Nutzer übermitteln. Denkbar sind etwa regelmäßige Marktübersichten, aktualisierte Auswertungen oder wiederkehrende Zusammenfassungen neuer Dokumente.
In höheren Tarifen steht ein Zielmodus zur Verfügung. Dabei arbeitet der Agent selbstständig weiter, bis eine zuvor definierte Aufgabe abgeschlossen ist. Die Funktion Swarm verteilt umfangreichere Aufträge auf mehrere Agenten, die parallel recherchieren, Inhalte aufbereiten oder technische Schritte übernehmen. Über Plugins lassen sich zudem professionelle Finanzdaten und volkswirtschaftliche Quellen einbinden. Kimi Work soll damit nicht nur einzelne Texte erzeugen, sondern vollständige Arbeitsprozesse von der Recherche bis zur Veröffentlichung abdecken.


Hab mir am Wochenende Opencode Go geholt, womit man auch einige Kimi-Modelle neben GLM, DeepSeek, MaxMind etc. relativ großzügig ausprobieren kann. Insbesondere Kimi gefiel mir recht gut. Wenn die chinesischen Models noch etwas effizienter und günstiger werden, könnten die schon eine tolle Alternative sein für einige Anwendungen.
Aus allem wird dann eine Gruppenarbeit
Schade, dass Mistral nicht wirklich nachzieht oder nachziehen kann. Mistral ist okay für den Alltag der meisten, denke ich, aber für Power User sind die Unterschiede schon sehr groß mittlerweile. Heißt, China, USA oder, wenn man wirklich unabhängig sein will, eigene Hardware.
Kimi 3 lokal zu benutzen, ist möglicherweise ja eine gute Idee. Die chinesische App dafür einzusetzen, ist aus meiner Sicht aber zu risikoreich.
Kurz gesagt: läuft nur auf supercomputern, vergiss es.
Super, eine weitere (chinesische) Software, die lokal läuft, der Zugriff auf lokale Inhalte gewährt wird und die aus der „Blackbox“ heraus auf weltweite „Internetquellen“ zugreift.
Wozu benötige ich dann noch eine Firewall, ein Antivirenprogramm und ähnliche Schutzmaßnahmen?!
Und das ist bei us-amerikanischen Anbietern grundsätzlich weniger problematisch?
und btw: wir bauen wg AI sowieso alles zurück. Firewall wg agentischem Zugriff, Energiewende wg Strom- und Wasserverbrauch, …
Gegen russische Hacker.
Ich habe gestern Kimi 3 ausprobiert.
Sagenhaft – nicht.
Ich beschäftige mich SW-Entwicklung für ESP32 Microcontroller. Die normale Version von Kimi wusste nicht, dass es eine Kimi Code Version gibt. Oder Kimi Work. Bei den Anleitungen, wie etwas zu installieren ist, war sehr viel Halluzination dabei, sprich wenn man diesen Anleitungen gefolgt wäre, hätte man viel extra Arbeit gehabt.
Ja, Kimi ist schnell. Aber es gibt noch viel Luft nach oben bei der Qualität der Ergebnisse.
Ich finde es verrückt. dass viele immer noch denken, allein die Chinesen sind die bösen, die Daten abgreifen, und das trotz der Veröffentlichungen von Snowden. Hier nochmal für alle: Alle Eure Daten landen in den USA und werden ausgewertet. Ob ihr das wollt oder nicht. Die USA sind genauso „böse“ wie die Chinesen.
Wenn ich die Wahl habe zwischen datensensiblen Produkten einer strauchelnden Demokratie oder eines Staates für den demokratische Strukturen zum Hauptfeind erklärt werden, fällt meine Wahl definitiv auf erst genanntes.