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Produktdenker statt Bühnenfigur

John Ternus im Gespräch: So denkt Apples nächster CEO

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John Ternus ist inzwischen offiziell als designierter Nachfolger von Tim Cook bestätigt und soll im September den Chefposten bei Apple übernehmen. Ein kürzlich veröffentlichtes Video-Interview bietet eine gute Gelegenheit, den bisherigen Hardware-Chef genauer kennenzulernen.

Ternus Gruen

Generationswechsel: Ternus ist 1975 geboren

Ternus tritt darin gemeinsam mit Marketingchef Greg Joswiak auf und spricht über Apples Produktverständnis, den neuen MacBook Neo, künstliche Intelligenz und die Vision Pro.

Interessant ist das Gespräch auch wegen seines Timings. Das Video wurde rund eine Woche vor der Ankündigung von Cooks Rücktritt veröffentlicht. Rückblickend lässt sich der Auftritt damit in einem anderen Licht sehen. Ternus sprach hier wohl schon in dem Wissen, dass seine bevorstehende Übernahme des Chefpostens kurz darauf öffentlich gemacht werden würde. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf Tonfall, Themenwahl und Selbstverständnis des Apple-Managers.

„We never want to ship junk“

Auffällig ist, wie stark Ternus seine Antworten über Produkte und deren technische Umsetzung definiert. Auf die Frage nach Apples „Think different“-Tradition verweist er nicht auf ein einzelnes Gerät. Für ihn stecke in jedem Produkt ein neuer Gedanke, sei es bei Materialien, elektrischer Konstruktion oder Apple Silicon. Seine zentrale Aussage: „Invention is fundamentally an act of thinking different.

Ternus Rot Blau

Bislang überblickte Ternus die Hardware-Entwicklung Apples

Beim MacBook Neo beschreibt Ternus den Anspruch, einen günstigeren Mac nicht über abgesenkte Erwartungen zu erklären. Apple habe das Gerät neu entwickeln müssen, um Preis und Qualität zusammenzubringen. „We never want to ship junk“, sagt er. Entscheidend sei gewesen, die Frage zu beantworten, was einen Mac im Kern ausmacht: Display, Tastatur, Trackpad, Akkulaufzeit und macOS.

Blick auf KI und Vision Pro

Auch in Sachen KI gibt Ternus Einblick in Apples Grundhaltung. Apple wolle keine Technologie um ihrer selbst willen ausliefern. Stattdessen gehe es darum, aus Technik konkrete Funktionen zu machen, die Nutzern im Alltag helfen. Als Beispiel nennt er Live-Übersetzungen auf den AirPods.

Bei der Vision Pro bleibt Ternus vorsichtig, aber grundsätzlich optimistisch. Spatial Computing befinde sich noch am Anfang. Besonders Unternehmen, Medizin und immersive Sportübertragungen nennt er als Bereiche, in denen sich bereits neue Einsatzmöglichkeiten zeigen. Konkrete Zukunftspläne nennt er nicht.

Das Interview ist sehenswert, weil es Ternus nicht als lauten Produktverkäufer zeigt, sondern als Ingenieur mit Blick für Strukturen, Kompromisse und Details.

30. Apr. 2026 um 09:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Ganz ehrlich gesagt, verstehe ich den Hype um John Ternus nicht! Es wird genauso weitergehen wie immer! Es wird sich nichts verändern!

  • Jeder personelle Wechsel bietet die Chance für eine Veränderung/Verbesserung. Wir werden sehen.

  • Die sogenannte „Live“ Übersetzung ist mit Verlaub ein Witz.
    Egal welche Sprache, egal wie langsam man und wie deutlich man spricht: was da zusammenfantasiert wird, ist crazy!

    Die Zeitverzögerung tut dann sein übriges.
    Man könnte auch in die DeepL App sprechen, es anzeigen lassen und dem Gegenüber vorlesen lassen.

    Ist gleich langsam, aber dafür meist sehr präzise.

    Start Trek ist halt noch nicht

    ;-))

  • Was sollte sich auch ändern? Läuft doch super für Apple.

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