Dateien gezielt weiterreichen
FileRouter für den Mac: Eigene Regeln statt fester Standard-Apps
FileRouter erweitert die Mac-Auswahl für Standardprogramme um Regeln, Hotkeys und mehrere Ziele. Die neue App des Entwicklers Brett Terpstra übernimmt Dateitypen und entscheidet beim Öffnen, welche Anwendung zuständig ist. Statt einer festen Zuordnung lässt sich so etwa festlegen, dass Markdown-Dateien je nach Ordner oder Dateiname in unterschiedlichen Editoren landen.
Das Prinzip erinnert an Velja für Browser. Dort werden angeklickte Links anhand von Regeln an den passenden Browser übergeben. FileRouter überträgt dieses Konzept auf Dateien und bleibt selbst im Hintergrund. Die App öffnet Dokumente nicht, sondern reicht sie an die ausgewählten Anwendungen weiter.
Regeln statt fester Standard-App
Zum Start unterstützt FileRouter Markdown und reine Textdateien. Weitere Typen lassen sich hinzufügen, indem eine entsprechende Datei auf das Menüleistensymbol gezogen wird. Anschließend bestimmt man, welche Programme zur Auswahl stehen und in welcher Reihenfolge sie erscheinen.
Regeln können unter anderem Dateiname, Endung und übergeordneten Ordner berücksichtigen. Sie dürfen außerdem mehrere Anwendungen gleichzeitig starten. So kann ein Text beispielsweise parallel im Editor und in einer Vorschau landen. Alternativ blendet FileRouter eine Listen- oder Radialauswahl ein.
Auch Tastenkürzel lassen sich Regeln zuweisen. Im Finder kann eine markierte Datei damit unmittelbar an die gewünschte Programmkombination übergeben werden. In der direkt vertriebenen Version funktionieren die Hotkeys zusätzlich mit Bloom und Path Finder.
URL-Schemata für Automationen
Für Anwendungen, die Dateien über eigene URL-Schemata annehmen, kann FileRouter statt eines gewöhnlichen Dateipfads eine passende Adresse erzeugen. Zudem bringt die App mit `x-filerouter://open` ein eigenes Schema für Skripte und Automationen mit. Darüber lassen sich auch Regeln gezielt ansprechen, die beim normalen Doppelklick nicht aktiv sind.
FileRouter ist über die offizielle Webseite oder den Mac App Store erhältlich. Eine Veröffentlichung bei Setapp ist angekündigt. Die auf der Webseite des Entwicklers bereitgestellte Versionen bietet eine siebentägige Testzeit. Zum Start kostet die App im Mac App Store einmalig 18 Euro.



