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WDR-Doku heute auf ARTE

Fernseh-Tipp: „Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners“

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Solltet ihr heute um 21:50 Uhr noch nicht verplant sein, dann könnte sich ein Abstecher zum deutsch-französischen Kultursender ARTE lohnen. Dieser zeigt heute Abend die WDR-Produktion „The Cleaners“ – eine Filmdokumentation über die Internet-Müllabfuhr in der philippinischen Hauptstadt Manila.

Wdr Doku Cleaners

Hier arbeiten tausende von Billiglohnarbeitern im Akkord daran, die sozialen Plattformen von Facebook und Co. von Gewalt und Pornografie zu befreien – nach einem weitgehend unbekannten Regelwerk.

In der Kurzbeschreibung der 85 Minuten langen Dokumentation, die erst im Mai in den hiesigen Kinos debütierte, heißt es:

Soziale Medien beeinflussen das Weltgeschehen. Pro Minute entstehen 500 Stunden Videomaterial auf YouTube, 450.000 neue Tweets auf Twitter, 2,5 Millionen Posts auf Facebook. Doch wer entscheidet, was die Welt zu sehen bekommt? Auf den Philippinen arbeiten Zehntausende Content-Moderatoren, die Unmengen an Bildern sichten. Ihre Arbeit wirft Fragen von Zensur auf.

Es gibt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Standort für Content-Moderation. Dort löschen Zehntausende Menschen im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos auf Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden an die Content-Moderatoren abgegeben. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie arbeiten, sind eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valley.

Vor dem Film, der sich noch bis zum 3. September in der ARTE-Mediathek abrufen lassen wird, könnt ihr auf dieser WDR-Seite ein Gespräch mit den Filmemachern Hans Block und Moritz Riesewieck nachhören.

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Dienstag, 28. Aug 2018, 8:50 Uhr — Nicolas
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  • Danke für den Hinweis. Wollte den Film im Kino sehen, hatte es aber nicht geschafft. Schön das er jetzt schon im TV kommt.

  • Bei der Menge an Material dürfte es unmöglich sein, über „Grenzfälle“ zu diskutieren und darüber, ob deren Löschung als Zensur zu beurteilen ist. Wenn möglichst viele der ganz offensichtlich menschenverachtenden Beiträgen, grausamen Fotos und Videos verschwinden (der Film lief im Kino, man glaubt nicht, was sich die Menschen in diesen Zentren alles ansehen müssen), dann nehme ich persönlich es gerne in Kauf, dass es auch zu Kollateralschäden, also der ungerechtfertigten Löschung von Beiträgen kommt.

  • langweiligste Doku ever mit einem suggerierten Skandalpotential, das sich nie auftut

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