ifun.de — Apple News seit 2001. 38 229 Artikel

"Nichts für Entwickler-Werkzeuge"

Kaleidoscope-Entwickler erwägen Rückzug aus dem Mac App Store

Artikel auf Mastodon teilen.
35 Kommentare 35

Die Entwickler der Mac-Anwendung Kaleidoscope machen mit massiver Kritik am Mac App Store auf sich aufmerksam. Apples Software-Shop für den Mac eigne sich zwar dafür, einfache Durchschnitts-Anwendungen anzubieten, sei jedoch kaum ein Ort, über den sich Entwicklerwerkzeuge mit komplexeren Anforderungen vertreiben lassen.

Kaleidoscope

Der von den Entwicklern angeführte Grund für ihre Frustration ist dabei keineswegs neu. Vergleichbare Kritik haben wir schon von unzähligen anderen Mac-Entwicklern gehört. So machen diesen nicht nur die von Apple vorgegebenen strengen Einschränkungen das Leben schwer, sondern es wird auch immer wieder berichtet, dass sich Apples App-Store-Team bei Problemen als nur wenig bis gar nicht kooperativ erweist.

Passwortabfragen und Hinweise nerven die Nutzer

Die Kaleidoscope-Entwickler weisen dabei auch auf den ihrer Ansicht nach Widerspruch hin, dass der Mac App Store zwar eine Kategorie für Entwickler-Tools führt, kompetente Werkzeuge allerdings an den von Apple aus Sicherheitsgründen auferlegten Beschränkungen scheitern. Zwar lassen sich hier Ausnahmen festlegen oder auch ergänzende Apps extern zum Download anbieten, doch ist deren Installation und vor allem auch die Installation künftiger Updates dann wiederkehrend mit nervigen Abfragen und Passwort-Aufforderungen verbunden.

Dazu kommen den Kaleidoscope-Entwicklern zufolge willkürlich anmutende Entscheidungen von Apples App-Store-Team. So sei das weiterhin ausstehende Update der App auf Version 3.6 zunächst abgelehnt worden, und hänge nun ohne jede weitere Kommunikation seitens Apples seit über einem Monat im Review-Prozess fest.

Kaleidoscope Review

Mac-App-Store-Version: Viel Arbeit, wenig Downlads

Kaleidoscope wird aktuell noch parallel über den Mac App Store und direkt über die Webseite der Entwickler angeboten. Dies bedeute einen enormen Pflegeaufwand insbesondere für das Angebot im Mac App Store und die damit verbundenen Anstrengungen beim Versuch, Apples Kontrolleure zufriedenzustellen. Dabei würden aktuell weniger als zehn Prozent aller Kaleidoscope-Nutzer die Version aus dem Mac App Store verwenden. Auf Dauer scheint somit der Abschied von Kaleidoscope aus Apples Software-Laden vorprogrammiert.

Wir haben Kaleidoscope zuletzt hier ausführlich vorgestellt. Die App stellt ein professionelles Werkzeug für den Vergleich von Verzeichnissen und Dateien bis hin zum Quellcode von Anwendungen dar.

Wenn es lediglich darum geht, zwei PDF- oder Textdokumente gegenüberzustellen, dürfte die für 150 Euro angebotenen App der Overkill sein. Hier haben wir euch bereits Meld als Alternative empfohlen.

09. Sep 2022 um 18:35 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    35 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • So lange ich Software bei den Herstellern oder im Internet bekomme, werde ich nicht den bevormundenden Store benutzen, siehe z.B. Telegram App.

      • @fwqf
        Warum ?? Wenn man sieht wie Apple Kommentare in einer Software absichtlich blockiert, ist es meines Erachtens eines der besten Beispiele.
        Aber vielleicht lässt du dich je gerne bevormunden und glaubst auch alles was man oder Apple dir erzählt.

      • @Martin
        Telegram ist ein Messenger, der in erheblichem Maße als Putinpropaganda und Plattform für wirre und demokratiezersetzende Schwurblern genutzt wird.
        Das zu blockieren ist schlichtweg gesunder Menschenverstand.
        Und nein, ich diskutiere hier nicht über die Tödlichkeit von Masken, die Existenz von Viren, ob wir in einer Diktatur leben, daß die NATO zuerst angegriffen hat oder ob die Erde eine Scheibe ist. Das hat absolut nichts mit Meinungsfreiheit oder „selbst denken“ zu tun.
        Das ist blanke Dummheit bis Ignoranz der Fakten.

      • Meinem Verständnis nach vermischt du hier 2 Dinge.
        Telegram ist eine Plattform… ja, genauso wie Signal, Whatsapp und co.
        Was es zu hinterfragen gibt, sind die Leute und was diese über diese Plattformen hinweg für Inhalte verbreiten….

        Telegram ist per se nicht schlechter als andere Anbieter selber Funktionalität… es sind die Leute die es dazu machen, nicht die PLattform selbst…

        Ich schreibe zb. Mit ganz normalen Leuten über Telegram genauso wie über Signal, Threema und co…

        Eine Plattform deshalb zu brandmarken halte ich für blinden Aktionismus… das wäre ungefähr so, als würde ich sagen VW ist Schuld an zu vielen Unfalltoten…

      • dabei weiss doch jeder, dass die Verkehrstoten von Tesla verursacht werden ….

      • Ah, wenn du das sagst, dann stimmst das wohl. Gut, dass du mir die Augen geöffnet hast.

      • Trump hat dich wohl komplett überzeugt.

      • Telegram kümmert sich nicht um strafbare Aussagen, wie z. B. die Billigung eines Angriffskrieges und fällt deshalb aufgrund durch

      • @The_Thatch: Schade, dass Telegram durch die Spinner so einen Ruf bekommen hat. In meinem Bekanntenkreis wird die App als einfacher sicherer und gut funktionierender Messenger genutzt ohne irgendwelche Beziehungen zu Putintrollen oder Coronaspinnern.

      • @The_Thatch: nur ging es Apple bei den Telegram Blockaden nie um Inhalte auf Telegram. Dein Beitrag macht also absolut keinen Sinn!

    • Ich habe nicht eine einzige App im Store gekauft. Bei irgendwelchen Aktionen ein par kostenlose, weil es sie nur dort gab.

      Ich will meine Software direkt kaufen, nicht bei meinem Computerhersteller.

      • Spannend. Am pc wollen alle frei entscheiden aus welchen Quellen Programme bezogen werden. Auf dem Smartphone lieben wir den AppStore!

    • Aber spätestens beim neuen Sufsetzen eines Macs oder MacBooks wirst Du den elementaren Vorteil eines App-Sortiments aus dem Apple AppStore erkennen…
      Abends auf dem neuen Gerät kurz mit der AppleID angemeldet, 2-3 Fragen bestätigt und am nächsten Morgen hast Du einen zu 99% fertig konfigurierten neuen Rechner.
      Daher versuche ich – soweit möglich – alle Apps im AppStore zu kaufen und mich bei jedem neuen Mac von dem o.g. Komfort begeistern zu lassen…

      • Und für 5 Minuten Arbeit den Entwicklern unnötig 30% vorenthalten? Im Leben nicht.

      • Terminal-Alternative: Apps mit Homebrew installieren, backup sichern, wiedereinspielen.
        Hab es aber noch nicht mit casks probiert.

        Oder TimeMachine Backup – solle auch geben. Hab ich ebenfalls noch nicht probiert.

        Ich hab ganz altmodisch eine Notiz in notes, auf der ich mir gute Apps aufschreibe. Beim einrichten eines neuen Rechners prüfe ich dann, ob ich die App wirklich brauche.

      • Schließe ich mich an.
        Solange ich es vermeiden kann kommen nur AppStore Apps auf den Rechner und welche die iCloud Sync unterstützen (falls notwendig).
        Genauso beim iPhone.

      • Welche alternative gäbe es beim iPhone?

      • @zulu: Es sind nicht nur 5 min Arbeit, es geht sich auch um ein deutliches Plus an Sicherheit und einer sehr komfortablen Updateverwaltung. Wenn ich die Wahl habe, dann immer die App aus dem AppStore. Außerdem kannst Du diese – im Gegensatz zu den iPhone Apps trotzdem beim Entwickler selbst zahlen. Mach ich zum Beispiel bei Office 365.

      • Ach komm… so groß ist der Vorteil nun auch nicht.#
        Wer mit dem Computer – egal ob Windows, mac oder Linux, ein Grundverständnis von DAtenmanagement erlernt und verstanden hat, kommt sehr schnell an die installer nebst Schlüssel zur Freischaltung aus seiner ganz eigenen Datenhaltung wieder ran.

        Machen wir uns nix vor… app store und das Derivat für Musik und Filme ist etwas für lazy consumers, die sich keinen Kopf machen wollen – es soll nur funktionieren. Genauso gibt es aber auch die Art von Nutzer, die Kontrolle und ein hohes Maß an Selbstbestimmung auf ihren Geräten wollen…

      • Das war schon in den 90er das Argument gegen den Mac – es ist wie beim Auto: in den Anfängen musste man quasi auch Mechaniker sein um die fahren. Im Kern ist das sie DNA von Apple.

    • Ich hingegen nutze nur Software aus dem MAS. Was es dort nicht gibt, kaufe ich nicht.

  • Kennt jemand ein gutes Tool, um Revisionen von PDF Zeichnungen (Ich bin im Schiffbau) zu vergleichen?
    Das sind häufig Vektorbasierte PDF, die direkt aus CAD Programmen erstellt werden.

    Man könnte aber auch ein PDF „Bild“ machen und das vergleichen lassen, um dann viduell die unterschiede zu sehen,

  • Genau aus den genannten Gründen lade ich mittlerweile jede App die außerhalb des AppStores verfügbar ist lieber direkt von den Entwicklern runter. Dank MacUpdater kann ich die auch genau so bequem aktualisieren wie über den Store….

  • Sollen sie froh sein das es die Alternativen gibt.
    Der Rechner soll halt für den Durchschnittsnutzer fit sein und nicht für commandline User oder den pro.
    Es geht ja trotzdem am mac.
    Daher ist hier das sideloading auch noch möglich und wird es immer bleiben.

  • Jammern auf hohem Niveau. Für eine simple Anwendung € 150.- zu verlangen ist ziemlich dreist.

  • Für Leute die mehr als einen Mac nutzen hat der App Store einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert.
    Ich muss mir nicht für jeden zusätzlichen Mac die Software erneut kaufen wie es ja mittlerweile überall
    üblich ist. Diese sich mittlerweile eingeschlichene Mentalität, in der Form „Für jeden weiteren Rechner oder Pro CPU“ oder noch dreister „Ausschließlich für den Rechner auf dem die Software erstmalig aktiviert/installiert wurde“ benötigst Du eine weitere Lizenz.

    Das kommt für mich gleich nach dem aktuell „ach so tollen Abo Modellen“ bei denen versucht wird mir die Vorteile (immer die neusten Funktionen usw.) und damit eine Notwendigkeit dieser Form der Software-Versklavung als für mich besonders vorteilhaft zu verkaufen.

    Interessanterweise ist ausgerechnet Apple hier die treibende Kraft hinter den Abo Modellen. Hier vermute ich mal das Apple zu spät aufgefallen ist das sie mit ihrer Art des App-Stores doch enorme finanzielle Einbußen verursachen. Diese aber mit einer Umstellung auf ein Abo-System wieder bzw. sogar noch besser kompensieren können.

    Genau der letzt genannte Punkt „Ausschließlich für den Rechner……“ ist aus meiner Sicht der Grund warum sich die Kaleidoscope-Entwickler aus dem App Store zurück ziehen wollen (siehe „LICENSE GRANT“ in den Lizenzbedingungen der Kaleidoscope-Entwickler auf deren Webseite). Da bei der Vermarktung über den App Store dieser Ansatz nicht greift.

    • Keine Ahnung, wo Du deine Software kaufst… einen Mehrwert sehe ich überhaupt nicht. Die von dir aufgeführten per CPU-Modell gab es schon immer für bestimmte Software.
      AppStore-Software ist funktional oft eingeschränkt, gegenüber parallel angebotenen Versionen.

      • Es soll auch Leute geben die mehr als einen Mac nutzen. In diesem Fall muss ich, außerhalb des App-Stores, für jede weitere Installation eine zusätzliche Lizenz kaufen.
        Im App-Store gab/gibt es diese Einschränkung meines Wissens nicht.

        Und mal im Ernst welche Funktionalität sollte denn Apple den Entwicklern im App-Store verweigern? die sie dann nur für Versionen außerhalb des App-Stores implementieren können?
        Es liegt doch meistens einzig und allein im Interesse des/r Entwickler den Kunden vom App-Store weg zu locken, um dann die Kunden mit zusätzlichen Einschränkungen zu gängeln. Wie z.B. für die Software der Kaleidoscope Entwickler die außerhalb des App-Stores verkauft wird.

        Hier mal ein Auszug aus den Lizenzbedingungen von Kaleidoscope die für den Softwarekauf außerhalb des App-Store gelten:

        „Die Kaleidoskop-Software erfordert eine Online-Aktivierung. Wenn Sie Ihre Kopie von Kaleidoscope nicht aktivieren, wird die gesamte oder ein Teil der Funktionalität Ihrer Kopie von Kaleidoscope 30 Tage nach der ersten Ausführung automatisch deaktiviert. Leitmotif kann nach eigenem Ermessen entscheiden, die genauen technischen Bedingungen anzupassen, unter denen nicht aktivierte Kaleidoskop-Kopien nicht mehr funktionieren.

        Während der Online-Aktivierung müssen Sie persönliche Informationen angeben. Sie benötigen eine aktive, funktionierende Internetverbindung, um Ihre Kopie von Kaleidoscope zu aktivieren. Ihre lizenzierte Nutzung von Kaleidoscope ist an das/die Gerät(e) gebunden, das/die Sie zur Durchführung der Aktivierung verwendet haben. Möglicherweise müssen Sie Ihre Kopie von Kaleidoscope reaktivieren, nachdem Sie die Hauptplatine ausgetauscht oder die Hardwarekonfiguration Ihres Computers oder Geräts anderweitig geändert haben. Möglicherweise müssen Sie sich an Leitmotif wenden, um die Reaktivierung abzuschließen.“

      • Bitte informiere Dich erst einmal, bevor Du hier bezüglich der Limitierungen von Software im AppStore völligen Plunder schreibst. Die Sandbox-Beschränkungen im App Store bedeuten sehr wohl für einen nicht unerheblichen Teil der Softwareanbieter, dass das „gleiche“ Produkt nur außerhalb des AppStores in seinem vollen Leistungsumfang angeboten werden kann. Viele Anbieter weisen darauf hin, wenn Sie Software im Eigenvertrieb, als auch via App Store anbieten, andere Anbieter haben inzwischen entnervt den AppStore verlassen.
        

    Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 38229 Artikel in den vergangenen 8255 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2024 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven