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Maßgeschneiderte Videokompression

Claude Code im Einsatz: Eigene Mac-Anwendung in Minuten erstellt

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17 Kommentare 17

Auf ifun.de betten wir kurze MP4-Videos regelmäßig direkt in unsere Artikel ein (hier zum Beispiel) und versuchen dabei stets auch auf die Größe der Clips zu achten. Die Dateien müssen klein genug sein, um auch mobil schnell zu laden, sollen aber gleichzeitig ansehnlich bleiben. Bisher haben wir dafür meist auf die Mac-Applikation Compresto gesetzt, die zuverlässig gute Ergebnisse liefert.

Claud Prompt

Gestern jedoch waren wir mit einem frisch eingerichteten Mac ohne die App unterwegs und haben uns für einen anderen Ansatz entschieden.

Maßgeschneiderte Lösung statt fertiger Anwendung

Ausgangspunkt war die Überlegung, dass viele Video-Tools im Kern lediglich eine Oberfläche für das Open-Source-Werkzeug FFmpeg darstellen. Dieses ist auf vielen Macs bereits vorhanden oder lässt sich schnell nachinstallieren. Warum also nicht direkt eine eigene Anwendung erstellen lassen, die genau die Funktionen abdeckt, die wir im Alltag benötigen?

Mac App Claude

Mit dieser Idee im Hinterkopf haben wir Claude Code geöffnet und die Anforderungen formuliert. Gewünscht waren unter anderem eine sinnvolle Standard-Kompression für MP4-Dateien, eine Anzeige der eingesparten Dateigröße sowie Optionen zur Anpassung von Auflösung und Seitenverhältnis. Zusätzlich sollte es möglich sein, Tonspuren zu entfernen und Hochkantvideos in ein quadratisches Format mit wahlweise schwarzem oder weißem Hintergrund zu überführen. Ebenfalls wichtig war uns eine sichtbare Rückmeldung, ob FFmpeg auf dem System gefunden wurde.

In 15 Minuten zur fertigen Swift-App

Die Umsetzung erfolgte überraschend schnell. Nach wenigen Rückfragen und mit einem bereitgestellten Icon entstand innerhalb von gerade mal 15 Minuten eine vollständige macOS-Anwendung. Voraussetzung waren lediglich die Xcode-Kommandozeilen-Werkzeuge, eine vollständige Installation von Xcode war nicht notwendig.

Videoquetsche Mac

Das Ergebnis ist eine native Swift-Applikation mit deutscher Benutzeroberfläche, die exakt die gewünschten Aufgaben erfüllt. Videos lassen sich per Drag-and-drop verarbeiten, die Dateigröße wird nachvollziehbar reduziert und alle definierten Optionen stehen direkt zur Verfügung. Die Anwendung zeigt zudem transparent an, ob und wo FFmpeg eingebunden ist.

Der Test hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie weit entsprechende Werkzeuge inzwischen sind. Was früher mit erheblichem Entwicklungsaufwand verbunden war, lässt sich heute mit klar formulierten Anforderungen und einem Claud-Abo innerhalb kürzester Zeit umsetzen. Für rund 20 Euro (so viel kostet der einmonatige Zugriff auf Claude Code aktuell) entsteht so eine individuell zugeschnittene Lösung, die sich nahtlos in den eigenen Workflow einfügt. Gerade für kleinere Aufgaben, die immer wieder anfallen, kann sich dieser Ansatz schnell auszahlen.

Wer unsere „Videoquetsche“ ausprobieren möchte, kann die zwei Megabyte kleine, nicht beurkundete Mac-App hier laden.

25. März 2026 um 07:28 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    17 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ich nutze Gemini und Cursor und bin immer wieder beeindruckt, was alles geht inzwischen. Vielleicht probiere ich Claude mal aus – ist es viel besser als Gemini Codex?

  • Beeindruckend was heute auch ohne fundierte Programmier Kenntnisse machbar ist. Ja, bevor die Diskussion anfängt ;-) es ist mit Vorsicht für Enterprise Anwendungen zu sehen, aber wie hier, quasi für den Hausgebrauch – TOP – Chapeau!

  • Danke für den Bericht. Was die Entwickler von Claude geschaffen haben wird die Welt verändern. Wir haben uns eine Plattform für Prozessautomatisierung aufgebaut. Viele Jahre. Ohne Claud. Mit camunda. Bei aller Freude an der Automatisierung, ein paar Aufgaben bleiben immer für Menschen übrig. Mit einer Web-App haben wir die bisher abgearbeitet. Am 16.03. hab ich Claude die Anforderungen beschrieben, gestern war schon das zweite Release der iOS-App fertig. Mit Funktionen, die ich kaum erklären konnte. Wie zeige ich die menschlichen Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit an? Das Erlebnis der „Diskussionen “ mit Claud, die Synergien, Einsichten und das pragmatische Ergebnis waren eine Freude.

  • Der Entry level Coder ist Geschichte. In den USA gehen tausende nach Hause. Die KI verbessert sich selbst. 24 Stunden am Tag. Hier Lachen sie noch über die E in Erdbeere. Das Kind wächst aber wie ein Elefant.

    • Quatsch, das ist zu den aktuellen Preisen vielleicht noch machbar, verkennt aber die massive Subventionierung der Hyperscaler.

      Wenn man meine Token Usage als Developer mal zusammenrechnet, sind das locker 1.500-3.000€ an Kosten, abrechnen tue ich die aber nicht per API sonder für 200€ flatrate.
      Dazu kommt dass auch die API Kosten massiv subventioniert sind. Die realen Kosten kommen damit locker auf 3-6k pro Monat, 72k pro Jahr nur an API-Calls!! Das ist konservativ gerechnet zeigt aber ja das Problem. Da ist irgendwann die Frage ob ein Junior-Dev nicht billiger ist ;)

  • Ich kann keinen Code erstellen oder beurteilen. Da klingt so ein automatisiertes Erstellen mit der Hilfe von KI natürlich fantastisch,
    Aber wer garantiert mir, dass die App, die von der KI erstellt wurde auch sicher ist? Wie sicher kann ich sein, dass die KI sich da nicht Hintertüren einbaut, die mein System für einen potentiellen Angriff öffnet. Ja, das klingt natürlich nach Alu-Hut, aber ist es das wirklich nur?

    • Eine andere KI kann den Code verifizieren und Menschen, die Code lesen können, können zertifizieren: ist eines der neuen Berufsbilder. Superintelligente Menschen sind für solche Arbeiten in den nächsten Monaten gefragt. In sehr naher Zukunft braucht man die auch dafür nicht mehr.

    • Wer tut das bei einem potentiellen Arbeitnehmer/Freelancer der Dinge für dich baut, die du ebenfalls nicht verstehst? Da kannst du es ja auch nicht kontrollieren.

  • Das ist beeindruckend. Ich nutze das ja selbst viel. Doch ohne fundierte Struktur und Hintergrundwissen, ist ab gewisser Komplexität Schluß.

    Macht euch mal den Spaß, erstellt „vibecoded“ irgendeine Webapp in Claude oder LLM eurer Wahl idealerweise mit kleinem Backend und lasst dann eine andere KI oder auch die gleiche, ein Sicherheitsaudit machen. Happy gruseling.

    Ich liebe das gerade! Wirklich! Ich habe die „time of my life“ da ich Softwarearchitektur verstehe, die Pattern und Anforderungen und auch die meisten Librarys kenne, aber programmiere wie ein Dreijähriger.
    Nur gerade deswegen die Warnung: Bitte bitte macht Audits. KI ist nur so gut wie ihr Kontext, sprich alles in Häppchen, alles kritisieren lassen, alles nach vorgegebenen Kriterien auditieren lassen.
    Und dann richtig Spaß damit haben! :D

  • Interessantes Timing: hab mir gestern als Test mal mit der Claude Code App (18€ Version) eine (Web)App erstellt, welche das Problem der ‚fairen‘ Verteilung von Ausgaben regelt, wenn in wechselnder Konstellation mehrere Personen zum essen gehen (z. B. Mittagstisch) und alle statt „Deutsch“ getrennt zu zahlen, lieber „einer zahlt alles“ machen wollen.

    Ca. 10 Prompts (Installation auf Google Firebase inkludiert) und 1h später ist das Ergebnis für jemanden, der noch nie eine Zeile Code geschrieben hat, ziemlich beeindruckend.

    Spannend (und ein bisschen scary) wo das alles hingeht…

  • Der wahre Klaus

    Zu welchem Beruf soll man seinen Kindern noch raten? Wenn man die Fortschritte sieht, sind ja nicht mal Berufe im Handwerk „sicher“ vor KI bzw. Robotern:-/

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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