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Fünfte Strafzahlung veranlasst

Apple weiter unbeeindruckt: Möglichst umständlich, trotz Millionenstrafen

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Zum fünften Mal in Folge hat die Wettbewerbsaufsicht unserer niederländischen Nachbarn, die Autoriteit Consument & Markt (ACM), Apple dafür getadelt, dass der Konzern so gut wie keine Anstalten macht, die bereits im vergangenen August angeordnete Integration alternativer Bezahl-Möglichkeiten im App Store umzusetzen. Erneut werden hier nun 5 Millionen Euro fällig, was die Summe der in den Niederlanden kassierten Strafzahlungen auf insgesamt 25 Millionen Euro ansteigen lässt.

Und Apple? Der Großkonzern könnte die wöchentlichen 5-Millionen-Strafen alleine mit seinen 200 Milliarden US-Dollar an Bar-Reserven knapp 800 Jahre am Stück begleichen, ohne dass dies großartig in den Büchern auffallen würde und zuckt entsprechend mit den Schultern. Statt dem niederländischen Gesetzgeber eine schnelle Lösung anzubieten, sind Apples Compliance-Strategen seit mehreren Wochen damit beschäftigt, die im Raum stehenden Anforderungen möglichst unattraktiv umzusetzen.

Möglichst unattraktive Umsetzung

Während es der Wettbewerbsaufsicht lediglich darum ging durchzusetzen, dass Apple Anbietern von Dating-Anwendungen gestatten muss, nicht nur In-App-Käufe sondern auch Kreditkarten- und PayPal-Zahlungen anzunehmen, hat Apple eine möglichst umständliche Lösung erarbeitet, die immer noch nicht finalisiert ist.

So will das Unternehmen, dass sich die niederländischen Entwickler von Dating-Apps darum bewerben müssen, Apps mit alternativen Bezahlmethoden anbieten zu dürfen. Hat Apple die Bewerbungen nach einer Prüfung bewilligt, sollen diese eine neue App erstellen müssen, die statt der In-App-Käufe die alternative Bezahl-Option bereithält. Diese App soll ihre Anwender dann jedoch mit zusätzlichen Warntafeln davor abschrecken die Zahlungen außerhalb des App Stores zu nutzen. Entscheiden sich Nutzer dennoch dafür den App-Anbietern Zahlungen außerhalb des App Stores zukommen zu lassen, hält Apple weiterhin die Hand auf und verlangt eine Umsatzbeteiligung in Höhe von 27 Prozent.

Warnbildschirm

Diesen Warnbildschirm sollen abtrünnige Entwickler anzeigen müssen

Alles Hürden, die selbst bei erfolgter Bereitstellung der Lösung durch Apple dafür sorgen werden, dass diese so gut wie keine Verbreitung unter den infrage kommenden App-Entwicklern finden dürfte.

Diese Umsatzbeteiligungen gelten im App Store:

  • 30% – Die Standard-Umsatzbeteiligungen für alle Apps.
  • 27% – Für In-App-Käufe niederländischer Dating-Apps außerhalb des App Stores.
  • 15% – Für Entwickler die sich die Teilnahme am „App Store Small Business Program“ bewerben und weniger als 1 Mio. Dollar im Jahr machen
  • 15% – Für App-Abonnements, die bereits länger als 1 Jahr laufen. Im ersten Jahr müssen auch hier 30% abgegeben werden.

22. Feb 2022 um 06:54 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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