Apples Symbole werden wieder klarer
Apple überarbeitet Mac-Icons: Entwickler fordern weitere Änderungen
Mit der ersten Beta von macOS Golden Gate hat Apple zahlreiche Systemsymbole überarbeitet. Die Änderungen fallen auf den ersten Blick eher klein aus, zeigen im direkten Vergleich mit macOS Tahoe aber eine erkennbare Richtung. Farben wirken kräftiger, die Konturen schärfer und der zuvor stark ausgeprägte Liquid Glass Effekt wurde an vielen Stellen abgeschwächt.
Auf beim Icon der Karten-App hat Apple noch mal Hand angelegt
Vergleichsbilder aus der Entwicklergemeinschaft zeigen, dass nahezu alle überarbeiteten Symbole davon profitieren. Besonders deutlich wird dies etwa beim Automator Symbol, das wieder besser erkennbar ist, oder beim Finder, dessen Gestaltung sich stärker an früheren Versionen orientiert.
Auch Anwendungen wie Journal, Karten oder Freeform erhielten kleinere Anpassungen an Farben und Lichtbrechungen. Noch handelt es sich um eine frühe Beta, weshalb einzelne Details bis zur Freigabe im Herbst noch verändert werden können.
Schärfer und klarer: Die Anpassungen von macOS Golden Gate können sich sehen lassen
Einheitliche Symbolform in der Kritik
Für viele Entwickler reicht diese optische Überarbeitung allerdings nicht aus. Sie fordern Apple auf, auch eine andere Entscheidung aus macOS Tahoe rückgängig zu machen. Seit der Einführung des neuen Designs müssen Anwendungen grundsätzlich dieselbe abgerundete Grundform verwenden. Symbole mit eigener Silhouette werden andernfalls verkleinert und auf einem neutralen Hintergrund dargestellt.
Apps die nicht auf das Standard-Icon setzen werden von macOS in ein graues Squircle gezwängt
Der Entwickler Paul Kafasis gehört zu den bekanntesten Kritikern dieser Vorgabe. Nach seiner Ansicht hat Apple damit eine über Jahrzehnte gewachsene Eigenständigkeit der Mac Anwendungen eingeschränkt. Unterschiedliche Formen hätten nicht nur den Wiedererkennungswert erhöht, sondern auch dabei geholfen, Programme schneller voneinander zu unterscheiden.
- In der Kritik: macOS 26 und die Rückkehr überflüssiger Menü-Icons
Gerade wenn mehrere Anwendungen ähnliche Farben verwenden oder Nutzer Farben nur eingeschränkt wahrnehmen können, sei die Form eines Symbols ein wichtiges Orientierungshilfsmittel. Durch die Vereinheitlichung müsse stärker auf Farbunterschiede geachtet werden, was die Übersicht verschlechtern könne.
Klar unterscheidbar: App-Icons aus vergangenen Jahren
Hoffnung auf weitere Änderungen bis zum Herbst
Die überarbeiteten Apple Symbole in macOS Golden Gate werden deshalb von vielen Beobachtern als Hinweis verstanden, dass Apple die Kritik am Tahoe Design ernst nimmt. Nachdem bereits der Liquid Glass Effekt reduziert wurde, hoffen Entwickler nun auf den nächsten Schritt. Sie wünschen sich, dass Anwendungen künftig wieder eigene Formen verwenden dürfen und der Mac damit ein Stück seiner gestalterischen Vielfalt zurückerhält.
Ob Apple diese Forderung noch bis zur Veröffentlichung von macOS Golden Gate aufgreift, bleibt offen. Die ersten Anpassungen zeigen jedoch, dass das Icon-Design nach dem deutlichen Umbau im vergangenen Jahr weiterhin in Bewegung ist.


Die icons in iOS 26 bzw. Tahoe haben mir nicht wirklich gefallen. Alle icons wurden bewusst blurry gemacht. Das neue Design gefällt deutlich besser. Jedoch finde ich das mit den abgerundeten Ecken auf dem Mac langweilig.
Ich kann dies Stänkerei um die neuen Programm-Icons nicht mehr hören. Wie wäre es, kreativ INNERHALB der neuen Grenzen zu sein? Beispielsweise haben diese durchaus sehr schönen Icons oft keine Dunkel-Version, was schade ist. Das Programm „CotEditor“ ist für mich ein prima Beispiel, wie man aus der Not eine Tugend macht, das Icon optisch eine besondere Form behält mit dem überragenden Stift und dabei gleichzeitig eine Hell-/Dunkelversion anbieten kann.
Würde gerne mehr von der Sorte sehen vor allem, weil die einen sehr dünnen Rand haben.