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Vorübergehende Corona-Kulanz

Apple lenkt ein: 30-Prozent-Ausnahmen für Facebook und Airbnb

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Apples kürzlich grundlegend überarbeitete Entwickler-Richtlinien, die so genanten „App Store Review Guidelines“ definieren mit erstaunlich vielen Worten die erstaunlich vielen, im App Store gültigen Regeln. Unter anderem auch, welche Applikationen zur Umsatzbeteiligung verpflichtet sind.

Airbnb Entdeckungen

So müssen nicht alle Entwickler 30% ihrer, über den App Store generierten Einnahmen an Apple abdrücken. Zwar sind grundsätzlich alle Entwickler dazu aufgerufen Apples In-App-Käufe (bzw. die In-App-Abos) zu nutzen und sich so automatisch auf eine Umsatzbeteiligung mit Apple einzulassen, es gibt jedoch etliche Ausnahmen.

Reader-Apps etwa dürfen auf die Umsatzbeteiligung verzichten. Dies sind Anwendungen zum Betrachten bereits erworbener Inhalte – etwa die Kindle oder die Audible-App. Ebenfalls ausgenommen sind Dienste, die auf mehreren Plattformen angeboten werden und In-App-Käufe oder Abos offerieren, die überall gültig sind.

„Erfahrungen von Mensch zu Mensch“

Punkt 3.1.3(d) befreit darüber hinaus sogenannte „Erfahrungen von Mensch zu Mensch“ von der Umsatzbeteiligung.

Gitarren-Lehrer, Yoga-Profis oder Coaches, die ihre Dienste einem zahlenden Nutzer anbieten, können diese Dienstleistung selbst berechnen und brauchen keinen Anteil an Apple abzugeben.

Sollten jedoch mehrere Gitarren- und Yoga-Schüler auf einmal unterrichtet werden, dann fordert Apple einen Anteil für sich ein:

If your app enables the purchase of realtime person-to-person experiences between two individuals (for example tutoring students, medical consultations, real estate tours, or fitness training), you may use purchase methods other than in-app purchase to collect those payments. One-to-few and one-to-many realtime experiences must use in-app purchase.

Eine scheinbar willkürliche Regel, die bereits im Sommer für Zoff zwischen Apple und Airbnb sorgte und nun vorübergehend außer Kraft gesetzt wurde.

Wie der Finanznachrichten-Dienst Bloomberg berichtet wird Apple die Pflicht zur Umsatzbeteiligung für Anbieter wie Facebook, ClassPass und Airbnb aussetzen und diese das Durchführen der eigenen Online-Events auch dann gestatten, wenn diese die Teilnahme über andere Kanäle als In-App-Käufe oder -Abos abrechnen.

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28. Sep 2020 um 11:53 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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