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Bei Apps mit zahlreichen Abo-Optionen

App-Abo-Preise: Versteckte Optionen gestatten Wechsel der Jahresgebühr

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34 Kommentare 34

Zu unserer Erstvorstellung im April 2019 ließ sich die Speechify-App auf iPhone und iPad noch vollständig kostenlos nutzen. Damals gerade frisch gestartet war die Vorlese-App auf der Suche nach Anwendern und verzichtete noch vollständig auf das inzwischen integrierte Abo-Modell.

Um Speechify kurz zu skizzieren: Der Download kann am besten als „Später-Vorlesen-App“ mit ganz hervorragender, mehrsprachiger Stimm-Ausgabe beschriebene werden. Ihr füttert die App mit einem Link, etwa zu einem langen Artikel der Süddeutschen, und könnt euch diesen Anschließend von einer Computerstimme mit wirklich guter Aussprache vorlesen lassen.

Eine sehr angenehmen Funktion für Freunde des Longform-Journalismus, die allerdings häufig mit Rad oder Auto unterwegs sind und statt selbst zu lese, lieber vorlesen lassen.

Speechify

Wie gesagt, die App ist ganz hervorragend, versteckt inzwischen jedoch viele ihrer Funktionen hinter einer Abo-Bezahlschranke, die im Verlauf der vergangenen Monate immer mal wieder die veranschlagten Preise gewechselt hat. Aktuell ruft die Applikation etwa 149,99 Euro pro Jahr auf – ein Abo, das von einer dreitägigen Gratisphase angeführt wird.

Änderung in Abo-Einstellungen der Apple-ID möglich

 

Allerdings soll es hier nicht darum gehen, wie viel die Speechify-App wert ist oder welche Monatsgebühren diese verdient hat, sondern darum, dass sich der zur Abbuchung vorgemerkte Abo-Preis in den Einstellungen der Apple-ID ändern lässt.

Abo Preise

Bleiben wir beim Speechify-Beispiel. Wer sich das Jahresabo in der App klickt und dieses umgehend wieder storniert, kann Speechify drei Tage kostenlos nutzen, sich in den Abo-Einstellungen jederzeit aber auch dafür entscheiden das Strono rückgängig zu machen und das Abo doch fortzuführen. Allerdings muss hier nicht die Option für 149,99 Euro pro Jahr gewählt werden.

29 unterschiedlichen Abo-Optionen

Im Bereich „Abonnements“ eurer Apple-ID lässt sich das Probeabo von Speechify aufrufen und hier eine von 29 unterschiedlichen Abo-Optionen auswählen, die für das Jahresabo Preise zwischen 299,99 und 32,99 Euro veranschlagen. Hierbei scheint es sich um Abo-Optionen zu handeln, die in der Vergangenheit ausprobiert wurden oder bei A/B-Tests dazu dienten die Schmerzgrenze der Nutzer zu ermitteln – unsere Anfrage bei Speechify diesbezüglich wartet noch auf eine Antwort.

Abo Kosten

Beschreibungen und Hinweise zum Umfang der angebotenen Abo-Optionen fehlen hier zwar vollständig, allerdings lassen sich beliebige Abos anwählen und so festlegen, dass Apple die nun wieder aktive Subscription erneut bestätigt. Statt für 149,99 Euro diesmal jedoch für 32,99 Euro.

„Der Account wird für das kostenlose Probeabo nicht belastet. Nach Ablauf des Probeabos wird das Abo zum Preis von 32,99 Euro verlängert […]“

Eine ähnliche große Auswahl unterschiedlicher Abo-Preise ist in vielen Applikationen anzutreffen, allerdings haben wir hier noch nie versucht einen Wechsel des laufenden Abos anzustoßen. Geht man nach der Rückmeldung Apples, dann scheint dies jedoch möglich zu sein.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
08. Feb 2021 um 18:56 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • KüstenKind1707

    Äh, sicher, dass da € 299,99 Jahresgebühr stehen soll?

  • Wenn das funktioniert kann man Tinder Premium Abos auch günstiger haben als in der App selbst angeboten wird. Ist mir tatsächlich auch vor paar tragen erst aufgefallen aber ich hab’s jetzt mal nicht ausprobiert xD

  • Sorry, aber bei mir verstärkt dies den Einsruck, dass es bei Abos generell vornehmlich um höchstmögliche Abzocke und nicht um faire Preisgestaltung geht

    • Abzocke? Versuch mal mit einer App heutzutage Geld zu verdienen. Die alten Geschäftsmodelle tragen sich nicht mehr.

      Mit 150€ Jahresgebühr muss man nur schlappe 750 Abos verkaufen, damit ein einzelner Vollzeitentwickler davon bezahlt werden kann. Da sind Kosten für Server, Werbung, PR, Support, Verwaltung, Hardware, Lizenzen etc. noch gar nicht drin. Und erst recht nicht die Kosten für die frühe Entwicklungsphase, wo das Produkt noch gar nicht fertig war.

      Auf LinkedIn sind 24 Mitarbeiter gelistet, also ca. 18.000 bis zum Breakeven Point (allerdings sitzt das Unternehmen im Silicon Valley, also sind die Kosten für Mitarbeiter und Büros nochmals teurer, und evtl. gibt es noch externe Dienstleister).

      Um 18.000 zahlende Nutzer zu bekommen, brauchst Du ein Vielfaches an Downloads. Bei Freemium-Modellen kann man von Conversion-Rates von 2%-5% ausgehen. Bei Try-to-buy liegt das nochmals darunter. Selbst bei 5% brauchst Du dann schon 360.000 Downloads. Bei 2% sind es 900.000.

      Wir reden hier immer noch nur vom Breakeven. Gewinn macht man erst bei Werten darüber. Allerdings steigen auch die Kosten mit der Anzahl der Nutzer (Server, Support-Mitarbeiter), so dass auch nicht jeder Cent mehr Umsatz auch mehr Gewinn bedeutet.

      • Ein Abo-Modell ist für mich als Privatanwender abzocke. Egal was die App zur Herstellung und in Unterhalt kostet.

        Im Geschäftskundenbereich finde ich das richtig.

        Grund:
        1. Die meisten Apps nutzt ein Privatanwender nicht oft genug, damit es für selbigen rentiert
        2. Es gibt keinerlei Garantie, dass die App überhaupt oder in die Richtung entwickelt wird, die er sich wünscht
        3. Im Geschäftsbereich ist das meistens direkter Support mit dabei, die App wird für diese auch entsprechend weiterentwickelt und es gibt eine vereinbarte Anzahl von Updates pro Jahr

      • Ich denke, dass dein Kommentar den vorigen einfach ignoriert. Er spricht von der Preisgestaltung im Allgemeinen. Und da stimme ich absolut zu. So eine Auswahl an Preisen spiegelt einfach nur eine gewisse Willkür bei der Preisgestaltung wider. Nicht mehr und nicht weniger. Da spielen reale Kosten keine Rolle – also bei einem willkürlichen Vorgehen. Somit widerlegst du ihn nicht, obwohl alles stimmt was du schreibst.

      • @Bendr danke für Deinen für mich wirklich erhellenden Einblick.
        Wir wollen alles nur noch billig haben, gleichzeitig aber selbst möglichst viel Geld verdienen – wir wurden hier in der Vergangenheit einfach verdorben.
        Bei Abo-Modellen muss doch einfach nur jeder entscheiden, ob ihm die App das wert ist; wo liegt da das Problem?

      • Das man wenn man mit Abo kein Modell für sich findet, da es den einzelkauf nicht mehr gibt.

        Manche verkaufen zu einen Hohen Einmalpreis aber das sind wohl auch nur 2%.

      • @bendr: es gibt sicherlich Anwendungen, die nur wenige Nutzer finden werden, diese die App aber wirklich brauchen und deren Entwicklung viel Aufwand erfordert. Die werden auch ausreichend Käufer finden, die bereit sind den Preis zu bezahlen, vielleicht auch per Abo.
        Aber wer eine App für den Massenmarkt produzieren will und dies nicht so machen kann, dass der Preis auch Massenmarkt-kompatibel ist und gleichzeitig die Kosten deckt, sollte sein Geschäftsmodell überdenken und nicht mit fragwürdigen Abo-Preisgestaltungen Kunden abzocken

      • Nur weil man eine Tageszeitung kauft, bedeutet dies nicht, dass man sie dann jeden Tag ohne weitere Kosten bekommt.

      • Aber ohne den Preis erneut zu zahlen kommt keiner von der Zeitung und zerstört deine gekaufte Zeitung!

      • @bendr: und wieso tragen die alten Geschäftsmodelle nicht mehr? Statt wie früher nur ein paar Hundert gibt es jetzt 100 Mio potentielle iOS Käufer. Durch den AppStore muss keine zusätzliche Infrastruktur bereitgestellt werden, sondern kann zu einem prozentualen Preis genutzt werden. Über den AppStore gibt es einen zentralen Markt, wo kaum Marketing betrieben werden muss da die Sichtbarkeit die Downloadzahlen erwirkt wird.

        Frage: wieviel hat früher mit dem „alten Geschäftsmodell“ denn dann ein solches Helfertool gekostet wenn es jetzt 149€ Jahresabo sein dürfen?
        149€ x 1000 (da nur ein Bruchteil der damaligen potentiellen Käufer zur Verfügung stand) x 3 (für den Einmalpreis bei durchschnittlicher Nutzungsdauer in Jahren) x 1.1 für wiederkehrende Infrastrukturkosten = 491.700€ bitte für ein Helferlein was man sogar mit Abstrichen aber kostenlos mit Boardmitteln und den Kurzbefehlen hinbekommt…

        Wenn dein Rechenexempel realistisch sein soll dann ist das Produkt entweder halt einfach nicht marktfähig oder man hat viel zu viele Kosten durch unnötige Angestellte. Ein lächerliches Abo-Modell damit rechtfertigen zu wollen gehört vollkommen zu recht in Richtung Insolvenz

      • Ich sehe das auch als netten Versuch mehr Kohle zu generieren. Vor ein paar Jahren ist auch niemand pleite gegangen, nur weil es das Abo-Modell noch nicht gab!

    • Die Argumentation vom gewünschten Gewinn her war völlig daneben, ist völlig daneben und wird völlig daneben bleiben. Der Preis bildet sich am Markt. Er bestimmt sich nicht nach dem gewünschten Preis des Anbieters, Entwicklers usw. Auch wer Papiertaschentücher faltet oder Streichhölzer lackiert „braucht“ 2.500 netto, um seine Familie zu ernähren. Nur möchte deswegen noch niemand das entsprechende Entgelt bezahlen

  • Aber ich schließe dich kein Abo ab, wenn ich nur den Preis, nicht aber die gebotene Leistung kenne. Was ein Blödsinn

    • Deshalb gibt es doch kostenlose Probemonat(e). Oder innerhalb der App Limitierung, die nicht die App Funktionen selbst betreffen. Zum Beispiel kein Export der Daten etc.

    • ?
      Du darfst hier 3 Tage grenzenlos testen. Dann kennst doch das Produkt. Wo ist dein Problem? Bei Einmalkauf Apps, musstest wirklich alles auf einmal zahlen ohne Testphase.

      • Artikel gelesen?

      • Falsch, die kannst du auch zurück geben… Abo ist im privat bet3ich keine Option! Wer sich als Entwickler dazu drängen lässt, ist selbst schuld!

      • Wer sagt denn was von einem Problem? Mir ist doch wurscht.
        Woher weiß man nach der Testphase welches Abo das passende ist? -es sind nur Preise angegeben.

  • Also ich würde stattdessen VoiceDream Reader empfehlen – sind gute Stimmen dabei.

  • Das sieht mir eher nach einem Bug oder zumindest einer Missing Implementation aus. Apple müsste hier eigentlich Filtern, was dem Nutzer von der App wirklich als Abo angeboten wird und was nur alte Option oder A/B-Optionen sind. Ich denke, hier wird Apple nachbessern.

    • Der Fehler liegt beim Entwickler, er hätte die unterschiedlichen Preispunkte in unterschiedlichen Gruppen anlegen können, dann könnte der Nutzer nicht wechseln. Das ist ja vor allem dafür gedacht, dass Nutzer zB zwischen jährlich und monatlich wechseln können.

  • Sinn oder Unsinn des Abomodells, aber 149€ Jahresgebühr für eine Vorleseapp für iOS???
    Wenn ich Apps wie Affinity Photo sehe die gerade mal 50€ kosten, dann sind 149 ’ne ganz schöne harte Nummer.

  • Ich hatte Speechify in der Vergangenheit. Einfach zu teuer. Großes Marketing-Geschwurbel vom CEO, besser Finger weg.
    Zum Glück habe ich dann gleich die App

    >>> Voice Dream Reader

    gefunden. Kein Abo – nur für etwa 15€ gekauft und Speechify rück abgewickelt.
    Bietet bessere Funktionen.
    Klare Empfehlung.

  • Mit der AppleID werden alle Abos angezeigt, die aktuell zu der App erhältlich sind. Auch solche, die nur kurz als Werbung angezeigt werden. Jeder kennt die Angebote, die „nur heute“ gültig sind. Wenn du so ein Angebot verpasst hast, steht die Chance hoch, dass du auf diesem Umweg doch noch ran kommst. Einfach das reguläre Angebot abschließen und dann direkt das Abo auf die günstige Variante umstellen. Gutschrift folgt umgehend (ggf. anteilig, taggenau). Leider bekommst du die erst angezeigt, wenn du ein Abo abgeschlossen hast. Oder in der App Beschreibung im AppStore.

  • Gibt es auch eine Möglichkeit, vergangene Einmal-Käufe nachträglich zu kaufen?

  • Ich hatte gehofft, das bei »WeekCal« nutzen zu können, weil das Jahresabo im AppStore unter den In-App-Käufen auch für 7,99€ angezeigt wird. Hab aber keine Option gefunden. Ich kann nur das Probeabo kündigen.

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