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Klare politische Stoßrichtung

Annäherung an Trumps Kurs: Noch mehr US-Fertigung bei Apple

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Apple erweitert sein „American Manufacturing Program“ um weitere Partner und setzt damit den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in den Vereinigten Staaten fort. Künftig sollen unter anderem Bosch, Cirrus Logic, TDK und Qnity Electronics stärker in die Produktion zentraler Komponenten eingebunden werden. Bis 2030 plant der Konzern Investitionen in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar.

Tim Cook Donald Trump

Die Ankündigung fügt sich in eine Entwicklung ein, die sich bereits seit Monaten abzeichnet. Apple hatte zuvor zugesagt, seine Investitionen in den USA auf insgesamt 600 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Diese Zusagen stehen im Kontext der von Donald Trump angedrohten Strafzölle auf importierte Elektronik und werden von Beobachtern auch als politisches Signal gewertet.

Klare politische Stoßrichtung

Mit den neuen Partnerschaften verlagert Apple weitere Teile seiner Lieferkette in die USA. Der langjährige Zulieferer TDK soll erstmals Sensoren vor Ort produzieren, die etwa für Kamerafunktionen im iPhone benötigt werden. Gleichzeitig entstehen neue Kooperationen im Halbleiterbereich, etwa mit Bosch und dem Auftragsfertiger TSMC im Bundesstaat Washington.

Auch Cirrus Logic und GlobalFoundries arbeiten an neuen Chipfertigungsverfahren in New York. Diese sollen künftig unter anderem Komponenten für biometrische Funktionen bereitstellen. Ergänzend liefern Unternehmen wie Qnity Electronics Materialien für die Halbleiterproduktion und Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz.

Trump Geschenk Cook 2500

Im vergangenen Herbst überreichte Tim Cook ein Goldgeschenk an Donald Trump

Technisch verfolgt Apple damit das Ziel, kritische Bauteile näher an den Absatzmärkten zu produzieren und Abhängigkeiten von asiatischen Lieferketten zu verringern. Politisch passt die Strategie jedoch auffällig gut zu den Forderungen aus Washington, die seit längerem auf eine Rückverlagerung industrieller Produktion abzielen.

Investitionen als Antwort auf Zolldrohungen

Bereits in den vergangenen Monaten hatte Apple seine Investitionszusagen mehrfach nach oben korrigiert. Parallel dazu kam es zu öffentlichen Auftritten, bei denen Konzernchef Tim Cook die Zusammenarbeit mit der US-Regierung betonte. Marktbeobachter sehen darin eine bewusste Annäherung an den politischen Kurs, der unter anderem auf Zölle als Druckmittel setzt.

Die aktuelle Erweiterung des Fertigungsprogramms lässt sich vor diesem Hintergrund auch als strategische Absicherung lesen. Durch zusätzliche Investitionen und die Einbindung amerikanischer Zulieferer verbessert Apple seine Position in möglichen Verhandlungen über Ausnahmeregelungen bei Importzöllen. Die neuen Partnerschaften ergänzen die bestehende Struktur daher eher, als dass sie sie grundlegend verändern.

26. März 2026 um 16:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    20 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Gut, dass man wieder mehr in den USA und vielleicht auch mal Europa baut. In den letzten Jahrzehnten hat man sich zu sehr auf China verlassen.

  • Kniefall vor dem Kaiser / König oder sonst wie Diktator …

    Bei meinen Apple Geräte fand ich bisher keinen Nachteil, dass diese
    in China oder Indien gefertigt wurden.

    Und: Wenn Geräte in USA zusammen gebaut würden, müßte Apple
    die Preise deutlich erhöhen – oder weniger Gewinn einstreichen.

    (Europa war da nie die Rede, ganz im Gegenteil,
    wie hier einer meint, das wäre ebenso unerwünscht wie China, denn es geht
    um Arbeitsplätze in den USA)

    • Wenn Du gegen die Politik arbeitest, scheiterst Du in jedem Land.

    • Wenn ich mir US-Regierungspapiere anschaue dann wird eine Re-Industrialisierung mit massiver Automatisierung angestrebt.

      Also eine Produktion, die hauptsächlich auf KI & Robotik setzt anstatt mit teuren, unzuverlässigen, menschlichen „Schraubern“ zu kalkulieren.

      Ob das funktionieren wird, darf bezweifelt werden… aber warten wir mal ab.

  • Für Europa gerne die Fertigung aus China. Aber bitte auch die Preise anpassen für iPhones aus Asien für Europa und iPhones aus den USA für die USA.

  • Tim Cook hat den Konzern auf Milchkuh getrimmt und die Weichen auf Abgrund gestellt.
    Apple wird wie dutzende andere Großunternehmen davor (Kodak, Nokia, etc.) irgendwann Geschichte sein.

  • Ich glaube kaum, dass es nur um die Annäherung geht. Da steckt viel mehr dahinter!

    Eine Globalisierung ist gut, aber eben nicht immer. Und da setzt Apple an.
    Es wird mehr im Inland produziert, so hat man mehr Einfluss darauf und extra noch die Unabhängigkeit von derzeit wilden Zeiten.
    Außerdem schafft man Arbeitsplätze und neue Kooperationen.

    WinWin für alle.
    Nur die EU und Deutschland hat’s noch nicht so ganz verstanden.

  • Zölle. Es geht um die Zölle. Apple zahlt derzeit Milliarden an Zöllen für die importierten Geräte aus anderen Ländern. Deswegen die Investitionen in den USA, um das abzufedern. Die machen das nicht, weil sie die dumme Orange im Weißen Haus so lieben, sondern aus der Not heraus

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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