Erste Vorschau auf Version 6
Alfred 6: Mac-Launcher bekommt neue native Workflow-Oberfläche
Die Entwickler des Mac-Launchers Alfred 6 geben einen ersten Ausblick auf die nächste große Version ihrer Produktivitäts-App. Im Mittelpunkt der Vorschau steht mit „Alfred UI“ ein neues Werkzeug, mit dem sich Workflows um eigene Benutzeroberflächen erweitern lassen. Die Veröffentlichung von Alfred 6 ist für diesen Herbst vorgesehen.
Alfred zählt seit Jahren zu den Werkzeugen, die weit über eine einfache Spotlight-Alternative hinausgehen. Apps starten, Dateien suchen, Systemfunktionen ausführen und eigene Automatisierungen bauen gehören zum Kern der Anwendung. Mit Alfred 5 wurde 2022 vor allem der Workflow-Editor grundlegend überarbeitet. Die kommende Version setzt nun stärker bei der Darstellung und Bedienung dieser Workflows an.
Alfred UI bringt eigene Oberflächen in Workflows
Alfred UI basiert laut den Entwicklern vollständig auf nativen macOS-Komponenten. Damit sollen sich interaktive Oberflächen innerhalb von Alfred erstellen lassen, ohne die Anwendung mit umfangreichen zusätzlichen Frameworks aufzublähen. Als Beispiele zeigt das Entwicklerstudio „Running with Crayons“ mehrere bereits umgesetzte Workflows.
Dazu gehört ein Launchpad, mit dem sich installierte Anwendungen durchsuchen, sortieren und starten lassen. Ein weiterer Workflow namens „Text Transform“ bearbeitet ausgewählten Text in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten. Der „SF Symbols Browser“ wiederum dient zum Durchsuchen von Apples Symbolbibliothek. Weitere Vorschauen sollen vor dem Start von Alfred 6 folgen.
KI bleibt optional und mit eigenem API-Schlüssel nutzbar
Auch künstliche Intelligenz bleibt Bestandteil der Anwendung. Bereits Alfred 5.5 hatte entsprechende Integrationen eingeführt. Für Alfred 6 zeigen die Entwickler nun den Workflow „Brain Outsourcing“. Nutzer können dabei das verwendete Sprachmodell selbst wählen und einen eigenen API-Schlüssel einsetzen. Die KI-Anbindung bleibt ausdrücklich optional.
Damit verfolgt Alfred einen anderen Ansatz als manche konkurrierenden Launcher, bei denen KI-Funktionen zunehmend an kostenpflichtige Tarife und Verbrauchsmodelle gekoppelt werden. Erst vor wenigen Wochen sorgte etwa Raycasts neues KI-Preismodell für Kritik.
Running with Crayons betont zudem, dass Alfred 6 weiterhin vollständig nativ für macOS entwickelt wird, lokal arbeitet und das DMG weniger als 6 MB groß bleiben soll. Wer Alfred 5 jetzt kauft, erhält das Upgrade auf Version 6 kostenlos.



Ich fürchte, die werden bald die Preise auch anziehen.