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60 Löcher und ein Backofen sollen Grafikprobleme beim MacBook Pro beseitigen

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Die Grafikprobleme beim MacBook Pro 2011 hatten wir ja bereits mehrfach zum Thema, inzwischen läuft mit Blick auf ein fehlendes Austauschprogramm ja sogar eine Sammelklage gegen Apple. Ein Mitarbeiter der für ihre Reparaturanleitungen bekannten Firma ifixit beschreibt in diesem Artikel, wie er sein MacBook unter anderem durch das Bohren von 60 kleinen Löchern in die Gehäuseunterseite wieder zum Leben erwecken konnte.

ifixit-500

Ein weit verbreiteter Ansatz zur Problemlösung bei betroffenen Notebooks ist das kurzzeitige starke Erhitzen der Hauptplatine in einem Backofen. Auf diese Weise sollen gebrochene Lötstellen wieder „erneuert“ werden, da sich der Lötzinn verflüssigt und die ursprünglichen Kontakte wieder herstellt. Eine verwegene Aktion, die offenbar aber funktioniert. Meist allerdings nicht dauerhaft, und die Abstände zwischen den einzelnen Reparaturen werden wohl mit jedem Mal kürzer. Hauptursache für den Fehler scheinen die vergleichsweise hohen Temperaturen im Inneren dieser MacBook-Reihe zu sein.

Mit den üblichen Methoden, eine zu starke Hitzeentwicklung im Inneren des Notebooks zu vermeiden, kam der ifixit-Mann nicht weiter: Lüftungsschlitze staubfrei gemacht, einen Notebook-Ständer verwendet, nichts hat geholfen. Also blieb nur der Griff zur Bohrmaschine – direkt unter den beiden Ventilatoren wurden jeweils 30 kreisrund angeordnete Löcher mit etwa 1,5 mm Durchmesser in den MacBook-Boden gebohrt. Die optimale Position für diese Bohrungen war durch die von den Ventilatoren verursachten Verschmutzungen leicht auszumachen.

macbook-pro-ifixit

Seit zwei Wochen läuft das Notebook nach dieser Modifikation nun wieder zuverlässig und mit offenbar deutlich niedrigeren Temperaturen. Wo zuvor 80 oder 90 Grad Celsius gemessen wurden, zeigt das Thermometer jetzt nur noch 40 bis 50 Grad an. Die Luftansaugung durch die neu gebohrten Löcher macht sich wohl auch deutlich bemerkbar, ein unter dem Notebook liegendes Blatt Papier wird laut dem Erfahrungsbericht fest angesaugt.

Auch wenn derartige Eingriffe wohl die wenigsten MacBook-Besitzer selbst vornehmen, die Story ist interessant und bestätigt einmal mehr, dass mit dem 2011er-MacBook etwas im Argen ist. Der ifixit-Autor will nach angemessener Zeit noch einen Langzeitbericht nachschieben.

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30. Dez 2014 um 15:11 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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