TOX: OpenSource-Team baut verschlüsselte Skype-Alterative

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Würde man dem ganzen NSA-Debakel der vergangenen Monate eine positiven Seite abgewinnen wollen; dass große Plus an “Awareness” innerhalb der Bevölkerung, die wieder entfachte Debatte um Sinn und Unsinn verschlüsselter Online-Kommunikation und der Start neuer Projekte, wie etwa des Messengers Heml.is, gehören zu den Kandidaten. Ironisch, aber immerhin.

Mit TOX wird nun auch ein neues Kommunikationswerkzeug für Desktop-Nutzer entwickelt, das wir auf eurem Radar ablegen möchten. Die vorerst wohl nur für Windows- und Linux-Nutzer verfügbare Applikation – ein Mac-Ableger steht auf den Programm – kopiert zahlreiche Funktionen des Marktführers Skype und will sowohl den Dateiaustausch, die VoIP-Telefonie als auch den einfachen Text-Chat kostenlos, vollverschlüsselt und quelloffen anbieten. Die Projekt-Überschrift: Sichere Kommunikation für jedermann.

tox-messenger

Hinter Tox steht die Idee, dass du mit deinen Freunden und deiner Familie in Kontakt bleiben kannst, ohne dass dabei deine Privatsphäre verletzt wird. Während du bei anderen Anwendungen bezahlen musst, um alle Features freizuschalten, ist Tox frei Das heißt, dass du mit Tox machen darfst, was immer du möchtest, und zwar kostenlos.

Vor dem Hintergrund einer sich ausweitenden Überwachung durch einige Regierungen ist Tox eine leicht zu bedienende Anwendung, die es dir gestattet, dich mit Freunden und Nahestehenden zu unterhalten, ohne dass jemand zuhört.

Noch lässt sich TOX nicht ohne weiteres aus dem Netz laden, der Sourcecode kann jedoch schon auf GitHub eingesehen werden – auf dieser Webseite stehen erste Testversion zum “Spielen” zu Verfügung.

Diskussion 20 Kommentare.
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  1. Leider sind OpenSource Programme meißt furz hässlich. Vielleicht bekommen sie es ja besser hin. Hoffentlich halten sie sich an die Designrichtlinien des jeweiligen Betriebssystems und Nutzen die Standard UI-Elemente!

    — Matthias
  2. Meine Skype Gespräche sind nicht so geheim, dass ich sie verschlüsseln müsste. Überhaupt – ein herrlicher Hype im Moment. Bei Facebook die Farbe des morgentlichen Stuhlgangs posten, aber auf der anderen Seite einen auf geheim machen. p.s Euer Mobilfunkanbieter weiss zu jeder Zeit auf 10m genau, wo ihr euch aufhaltet.

    — Atze
    • thema nicht verstanden …
      es geht nicht darum, dass etwas geheim ist und man es verschlüsseln ‘muss’.

      — Svvoop
    • Dann poste bitte alle 5 Minuten öffentlich deinen Aufenthaltsort und ein Foto von dir und deiner Umgebung. Wenn du das machst hast du mich überzeugt, dass du wirklich nichts zu verbergen hast und das auch ernst meinst.

      — Gerum
    • Und verglase Dein WC und das Schlafzimmer, am besten gleich das ganze Haus.Hast ja nix zu verbergen, kann ja jeder sehen was Du wann und wie treibst.

      — Rob Otter
  3. das ewig doofe “argument”, man habe nix zu verbergen…schon mal drüber nachgedacht, dass man auch “versehentlich” ins visier geraten kann?

    — thom
    • Gab doch den fall mit dem jungen Herren, der eine ‘Safari’ in Gebiete der Geheimdienste machen wollte (natürlich als scherz und um sich uber die Umstande lustig zu machen) und dies als Event bei Facebook eintrug, worauf hin dann die Polizei vor der Türe stand :D…

      —  EDoubleDWhy
      • Nicht nur Polizei, sondern Verfassungsschutz oder so ‘n Kram.

        Wenn jemand nicht verschlüsseln möchte, ist das ok. Ich möchte Privatsphäre schützen vor Rosinenpickerei, Missbrauch von Daten, neugierigen Admins und Falschbeschuldigungen

        — Kater Karlo
  4. Schön und gut. Nur… womit verdienen die ihr Geld? So eine App programmiert sich nicht kostenlos.
    Wird Werbung eingeblendet? Werden meine Kontakte verramscht? Hab ich was überlesen? Der Hinweis auf deren Website “Freie Software: Wir sind coole Leute aus der ganzen Welt.” reicht mir da nicht so ganz…

    — macmercy
    • Sie arbeiten nach dem langjährig erfolgreichen Prinzip von OpenSource; nicht jeder will damit Kohle machen sondern hat andere Motive. Spenden zum Reinholen der Hostingkosten reicht manchen schon. Darüberhinaus müssen sie keinen Service anbieten, sondern können die SW einfach als Basis anbieten, auf die andere Entwickler (ggf kostenpflichtig) aufsetzen können. Damit hätten die Jungs auch keine Kosten, die sie wieder reinholen müssten.

      — Rob Otter
  5. War Skype nicht angeblich auch verschlüsselt? Wenn die Firmen nur groß genug werden, wird schon genug Druck ausgeübt!

    Und na ja, verschlüsselte Mails usw. gibt es auch schon lange.. Das Problem ist trotzdem, dass es niemand nutzt…

    — Anne Köhler

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