My Mac is my Castle: Gatekeeper soll OS X noch sicherer machen

31 Kommentare

Die heute von Apple angekündigte nächste Betriebssystemgeneration für den Mac (wir berichteten) wird im Sommer neben einer Menge neuer Funktionen auch ein neues Sicherheitskonzept mitbringen: Gatekeeper.

Das Kommando über Apples neuen Türsteher hat zukünftig der Mac-Besitzer. Dieser kann festlegen, ob und wie weit sich das Betriebssystem künftig beim Download von Programmen einmischt. Am liebsten hätte Apple natürlich die sicherste Variante, bei der nur aus dem Mac App Store bezogene Anwendungen installiert werden dürfen. Dies wird über die Systemeinstellungen festgelegt.

Eine etwas entschärftere, aber in punkto Sicherheit ebenfalls vielversprechende Variante wäre die zweite Option, bei der nur Anwendungen aus dem Mac App Store oder Downloads von eindeutig identifizierten Entwicklern installiert werden dürfen. Gatekeeper erkennt diese Entwickler an einer sogenannten “Developer ID”, einer eindeutigen, in die Downloads eingebetteten und von Apple vergebenen Identifikationsnummer. Es ist davon auszugehen, dass dieses Verfahren in der recht eng verknüpften Mac-Entwicklergemeinde durchaus regen Zuspruch findet. Den Anbietern bleiben so alle Freiheiten des eigenständigen Vertriebs, gekoppelt mit dem durch das Apple-Zertifikat ausgedrückte Prädikat “Saubere Software”.

Der Einsatz von Gatekeeper wird aber keinesfalls zur Pflicht für Mac-Nutzer. Wer auf diese Schutzmaßnahmen verzichten will, kann die oben beschriebenen Sicherheitsfunktionen problemlos deaktivieren und das Zepter der Verantwortung weiter in eigenen Händen halten. Ein abschließendes Urteil über den tatsächlichen Nutzen dieser Funktion wird sich sowieso erst fällen lassen, wenn der Berglöwe im Spätsommer dann frei verfügbar ist. In jedem Fall fällt jetzt schon positiv auf, dass Apple sich Gedanken macht, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Diskussion 31 Kommentare.
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      • Apple wird versuchen iOS und Mac OS zusammen zuführen und das ist eine revolution die so noch nie gab und deswegen wir der Berglöwe zum wiederholten mal das beste was es jeh gab
        Ist meine persönliche Meinung das das ganz großes Kino ist.

        Niki
      • Denke auch das wird toll, wobei ich hoffe das gatekeeper mehr kann, wobei so ne warnung schon schön sein kann

        — iRolleder
      • Ich finde es gut, dass Apple die beiden Betriebssysteme eher langsam zusammenführt, denn wer mag es, wenn ein Betriebssystem von einem Tag auf den anderen ganz anders ist. Ich freue mich auf viele neue Funktionen, weis aber, dass die Dinge am Mac, die ich liebe nicht komplett verändert werden. Windows dagegen versucht dagegen alles auf einmal zu verändern, doch wer will das???
        By the way: eigentlich is mir egal was Windows macht, das System ist und bleibt einfach verdammt SCHLECHT

        Henrik
    • iOS war doch auch schon immer Mac OS X, nur mit ner anderen Oberfläche (Cocoa Touch). Aber mecker ruhig weiter, wenn es sich glücklich macht. Ich finde es eine Top Sache, es gilt nur den Preis
      Abzuwarten.

      — Odde
    • Gibt es irgendein Betriebssystem das besser zu bedienen geht als iOS? Ich finds klasse dass iOS und OSx zusammenschmilzen.

      — Markossos
  1. Prinzipiell ist das ja gut, aber irgendwie will mir das nicht so recht gefallen…
    Das ist ein erster Schritt dahin, dass man nur noch von Apple genehmigte App-Store-Apps installieren kann. Bald kommt dann warscheinlich noch ein Jailbreak für den Mac

    — Daniel
    • Ich find den Tool auch gut aber man sollte es auch nicht übertreiben, denn man kann das Tool ja abschalten. Ich denke das Tool ist vor allem für sehr junge bzw ältere Personen wichtig, denn wer weis was die alles runterlasen würden, wenn irgendein Banner anzeigt es würde das Gerät verbessern.

      Henrik
  2. Habe bei Daring Fireball gelesen das die zweite Option standardmäßig aktivert sein wir. Richtiger Schritt von Apple!

    — niklas
  3. Wenn man nur Software aus dem Mac App store installieren wird man schon merken, wenn man im Browser irgendwo auf downloaden und installieren klickt.

    — Flo
  4. Eine bedrohliche Entwicklung, die nichts mit Sicherheitsmaßnahmen im eigentlichen Sinne zu tun hat. Den Nutzer einfach keine Software mehr installieren zu lassen (schon in der Standardeinstellung müssen die Entwickler mindestens von Apple zertifiziert sein, ja?) ist in jeder Hinsicht der schlichteste Weg, “Gefahren” zu vermeiden.

    So lange ich den Quatsch abstellen kann, ist das noch akzeptabel, aber ist Apple zuzutrauen, hier den Zwang zu verschärfen?

    — Petter
    • Oh ja gerade habe ich auf n24 eine verschwörungs theorie über den 11 September gesehen ,die würde dich dem ach bestimmt auch interressieren. Ist doch gut wie Apple es handhabt um das system sicher zu halten, da muss man nicht gleich von zwang reden! Du bist entscheidungsträger ob du ein apfel kaufst oder nicht:-)

      — Hubi
      • Ja, man ist NOCH Entscheidungsträger, aber wie sich das später gestaltet, ist noch offen.
        Für mich zählt, dass man die Funktion ein- und ausschalten kann.
        Andererseits, wenn das die einzige Gate ist, die das Programm keept, ist das wenig. Ich nutze Little Snitch und bin der Meinung, dass die Fallweise Unterbindung von Verbindungen vom und ins Internet leicht konfigurierbar dringend not tut…das sind die Gates, die auch bewacht werden müssen…
        Allerdings sollte man da auch genau wissen, was man tut, und ansonsten lieber wieder den Autopiloten walten lassen…

        — iDirkPeter
      • Mein Gott, da tut Apple mal was für die Sicherheit und besseren Zusammenarbeit mit iOS und schon heulen hier welche völlig ohne Grund herum…

        — Daniel
  5. Wer seinen Mac nutzen und nicht “basteln” will, ist m.E. mit der bisherigen Vorgehensweise bestens bedient!
    Ich habe fast 20 (!!!) Jahre immer wieder Nächte lang unter dem Schreibtisch im PC verbracht und habe gebastelt, geschraubt, probiert …… ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich es zum Schluss gehasst habe und wie glücklich ich seit über 2 Jahren bin, seitdem ich meinen gesamten Haushalt auf Apple umgestellt habe ….
    Aber für die, die es gerne möchten, ist die Wahloption doch perfekt!

    — ummel
  6. Hallo was geht denn bei euch?!?!?! endlich kommen die Sachen auch auf den Mac, da war das “grosse” Betriebssystem in manchen Sachen schon dem “kleinen” unterlegen und jetzt wird nachgerüstet, und Ihr beschwert euch?????

    — Bernhardt
  7. Ich zähle mich zu denen, die Angst hatten das Apple OS X den Riegel vorschiebt. Nun ist der erste Schritt in Richtung Sicherheit gemacht ohne den Schlüssel komplett umzudrehen.
    In meinen Augen ist das die perfekte Lösung. Und wie unsere Freund leo von @fscklog heute schon twitterte:
    Wann kommt Gatekeeper auf iOS? Das wird die Breiteseite gegen Android. Vllt nicht fürs iPhone, aber für das iPad wird es sicher nicht mehr lange dauern!

    — AzzUrr1
  8. Hat denn schon mal wer an den umgekehrten Weg gedacht? Wie wäre es denn, wenn Apple auf dem Mac den Gatekeeper einsetzt, um nur zertifizierte Apps zuzulassen (also die aus dem Mac App Store)… und auf dem iPhone/iPad den Gatekeeper verwendet um der Jailbreak-Gemeinde ein wenig die Tore zu öffnen? Wenn ich dort ebenfalls festlegen könnte, ob ich nur Apps aus dem AppStore möchte oder eben nicht, wäre das definitiv ein Zeichen ;)

    — Dome
  9. Also ich hoffe vielmehr das irgendwann mal iOS und OSX soweit zusammengewachsen sind, das es ein iPad mit quasi einem OSX gibt und dann wie ein Macbook nur aus dem Bildschirm bestehend ist. Mit einer richtigen Dateiverwaltung und Anschlussmöglichkeiten wie USB, Thunderbold oder was es zukünftig halt gibt. Ich war bei der Präsentation des iPads ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht das es mit iOS läuft und nicht mit einer modifizierten OSX Version, aber durch diverse Apps gibt es ja schon einiges was in die richtige Richtung läuft und die Andeutungen von OSX zeigen eine klare Entwicklung zu nur noch einem System

    — komacrew

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