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Schwarz auf Weiß:

Apple räumt 14-tägiges Widerrufsrecht für iTunes-Käufe ein

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Die Möglichkeit, Fehlkäufe im iTunes Store zu reklamieren, gibt es ja schon geraume Zeit und in der Vergangenheit zeigte sich Apple mit Blick auf eine Rückerstattung des Kaufpreises bisher auch stets kulant. Nun räumt Apple für Bestellungen im iTunes Store ein generelles Widerrufsrecht ein. Fehlkäufe lassen sich innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Kaufbelegs ohne Angabe von Gründen rückgängig machen.

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Apple dokumentiert dieses Widerrufsrecht ausführlich in einem neu veröffentlichten PDF-Dokument und geht dabei auch auf die damit verbundenen Ausnahmen ein. So sind beispielsweise ein iTunes-Match-Abo und ebenso Staffel- oder Multi-Pässe, iTunes-Geschenke und Guthabenkonten davon ausgenommen. Die Mitteilung an Apple kann wie bisher über die Funktion „Problem melden“ in der Einkaufsliste des iTunes Store oder aber auch per Post an die iTunes-Zentrale in Luxembourg erfolgen:

Um Ihre Bestellung rückgängig zu machen, müssen Sie uns über Ihre Entscheidung informieren. Um die unverzügliche Bearbeitung sicherzustellen, empfehlen wir Ihnen für die Stornierung von sämtlichen Artikeln (ausgenommen iTunes Match, Staffel- Pass, Multi-Pass, iTunes Geschenke und Guthabenkonten) “Problem melden” zu nutzen; für die Stornierung von iTunes Match, Staffel-Pass, Multi-Pass, und, sofern nicht bereits eingelöst, iTunes Geschenken und Guthabenkonten empfehlen wir Ihnen den iTunes Support zu kontaktieren. Sie haben ebenfalls das Recht, uns über Ihren Entschluss eine Bestellung zu stornieren zu informieren, indem Sie das Muster- Widerrufsformular verwenden oder eine andere eindeutige Erklärung abgeben. Wenn Sie “Problem melden” nutzen werden wir Ihnen unverzüglich eine Bestätigung über den Eingang Ihrer Stornierung übermitteln.

Im Mai diesen Jahres hatte die hessische Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich ein derartiges Rückgaberecht gefordert und sich mit dem Gedanken getragen, Anbieter von digitalen Gütern dazu zu verpflichten, alternativ entsprechende Testversionen bereitzustellen. Ein Vorschlag, den der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitcom) als „realitätsferne Überregulierung“ heftigst kritisierte. Mit dem nun manifestierten Widerrufsrecht greift Apple einer gesetzlichen Regulierung nun wohl vor.

Montag, 29. Dez 2014, 12:44 Uhr — Chris
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  • Endlich! Durch die vielen Fehlkäufe in den letzten Jahren bin ich bereits erheblich zurückhaltender geworden…

    • Man konnte auch vorher schon alles stornieren. Man musste nur angeben dass „der Artikel nicht den Erwartungen entspricht“.
      Durch die neue Regelung hat sich nichts geändert. Jetzt gibt es vermutlich nur einen neuen Menüpunkt „Stornieren“, das ist alles.

      • Da hat Apple früher sehr kulant reagiert, die letzte Zeit wurden über „Problem melden“ aber meistens eine Gutschrift verweigert.

      • Mir wurde in der Vergangenheit sogar vom Support eine Stornierung abgelehnt, mit dem Hinweis bereits 2x reklamiert zu haben. Innerhalb eines Jahres wohlgemerkt und bei durchschnittlich € 20-50 Monatsumsätzen!

      • @Samu … Habe ich so gemacht und wurde abgelehnt …

  • endlich .. mal gespannt wie das in der realität späte aussieht .. das ding ist doch dann kaufen sich leute ein spiel, spielen es in 14 tage durch und geben es zurück .. das würde doch den missbrauch dieser regelung nur fördern.

    des weiteren steht da nicht wieviele apps man pro jahr „zurückgeben“ kann.

    • Die Shift Taste hast du offenbar bereits zurück gegeben.

      • zumindest hast du anscheinend verstanden was ich geschrieben habe .. respekt (y)

      • erbärmlich, broesel

      • Ne. Erbaermlich ist es eine shifttaste zu verlangen. Hol doch gleich deinen kaligraphiestift samt elfenbeinpapier raus. Interpunktion ist wichtig. Grosse buchstaben braucht zum verstaendnis hingegen keiner!

      • Großbuchstaben helfen schon dem Verständnis. Mn brcht acuh nciht richtg z schriebn nd mn wrid tortzdem verstahednn. Aber Rechtsschreibung hilft ungemeint :) Armselig sind die, die gleich beleidigen müssen.

      • Doch. Zum Verständnis, mit was für einem Typen man es zu tun hat.

      • @Kater Karlo.

        Wer hat den Beleidig? Der eine kommentierte dumm und bekam darauf einen guten Konter. Beides war recht unpersönlich ;)

    • Wobei es ja schon mit Aufwand bei PC/Konsolenspielen möglich ist. Ich glaube nicht das es überhand nimmt. Die kleinen Gangstakiddies holen sich eh weiter die gecrackten versionen und bei den „normalen menschen“ (und hier als anmerkung: normal gilt für diesen fall als „menschliches wesen mit oder ohne JB iOS Gerät welches spiele und Apps via AppStore kauft“) gabs ja auch schon vorher leute die berechtigterweise die Artikel storniert haben und dies jetzt weiter tun. Die anderen denken sich wahrscheinlich weiterhin „80 cent? Ach egal, beim nächsten mal bistr schlauer“.

      • Hey es gibt auch “ normale Menschen “ die einen Jailbreak nutzen und du glaubst es kaum ….. sich tatsächlich normal Apps im AppStore kaufen!Solltest du mal über den Tellerrand schauen wollen beschäftige dich mal mit dem Thema!Dir wird auffallen das du unwissend warst ;-)

      • hat dein Vorredner doch geschrieben. Zu dumm zum Lesen?

      • Und ben ist auch nur am start um leute anzukacken :)

      • @Frankfaster: ich habe extra für dich eine beschreibung von „normalen menschen“ in meinen Kommentar eingefügt.
        Erweitere diesen punkt bitte mit „und die Anmerkungen lesen und verstehen kann“. Dann findest du dich auch beim erneuten lesen (vielleicht) wieder.
        Ich kenne mich mit dem Thema auch aus, keine sorge.

  • bedeutet dass man einen Film kauft, innerhalb 14 Tagen anschaut und zurück geben kann?

    Der Missbrauch wird nicht lange auf sich warten lassen…

  • Das heißt, wenn man ausschließlich Mir Guthaben bezahlt funktioniert das nicht?

  • Eigentlich eine gute Sache. ABER: Bei der bisherigen Regelung war es so, dass der Nutzer den Kaufpreis zurück erhält. Zuvor haben davon Apple 30% und die Entwickler 70% bekommen. Die Rückzahlung tragen die Entwickler aber alleine. Bei einem Kauf von 89 Cent haben die Entwickler ca.60 Cent bekommen, müssen aber 89 Cent zurückzahlen während sich Apple so oder so über ca. 30 Cent freut. Aus Sicht der Nutzer und von Apple also eine tolle Sache, aus Sicht der Entwickle natürlich eine Katastrophe.

    Bei Apps für ein paar Cent oder 2-3 Euro finde ich das Widerrufsrecht zudem komplett überzogen. Den „Schaden“ den der Nutzer einerseits riskiert, steht in keinem Verhältnis zum Aufwand für eine Rückabwicklung. Wenn man sich im Vorfeld ausreichend über eine App informiert, sollte es eigentlich keinen Grund geben sich hinterher ungerecht behandelt zu fühlen. Betrüger gibt es überall, aber die kann man eigentlich schon im Vorfeld gut erkennen.

    • Möglicherweise werden dann die Preise von vornherein höher angesetzt, um diese ‚Verluste‘ zu kompensieren.

      • Gut Möglich, dass wäre dann natürlich für den Großteil der Nutzer ein Schuss in den Ofen…

      • Ist doch egal wie Hoch du den Preis machst, du würdest immer den vollen Preis erstatten müssen und Apple würde imm seine 30% respektive 10%(mit 20% auf iTunes-Karten) einstreichen!
        Klingt mir mehr nach Urban-Legend, welche da Frau/Herr mhumm da von sich gibt.

    • Wenn die Betrüger so aussortiert werden ist das in meinem Sinne. Lieber ich zahl mit sicherheit 9Eur als bei Betrügern 5Eur wo der Inhalt nicht dem Entspricht was das Foto verspricht.

      • Seh ich genauso. Vielleicht verschwinden dann auch diese ganzen Schrott Apps, die einfach unwissende oder dumme Menschen ködern mit Versprechungen die nicht möglich sind unter iOS

    • @mhumm
      Woher hast du denn diese Info. Das ist garantiert nicht so.

  • In der PDF steht

    „Ausnahme
    zum Widerrufsrecht
    Sie k
    ö
    nnen eine Bestellung f
    ü
    r digitale Inhalte nicht widerrufen, wenn die Lieferung
    mit Ihrer ausdr
    ü
    cklichen Zustimmung und Ihrer Kenntnisnahme, dass Sie dadurch Ihr
    Widerrufsrecht verlieren, begonnen hat.“

    Wäre dies bei einem korrekt heruntergeladenen Titel nicht der Fall?

    • Dann wäre das ja nur eine Anpassung an das neue Widerrufsrecht aus dem Sommer diesen Jahres. Digitale Inhalte bzw. Downloads haben damit genau wie alle anderen Waren ein generelles Widerrufsrecht von 14 Tagen, es sei denn der Nutzer hat explizit zugestimmt darauf zu verzichten. Das muss er in der Regel, da sonst kein Download möglich ist… Also ein neues Gesetzt, dass komplett an der Realität vorbei geht und in der Praxis genau 0 Auswirkungen hat…

      • Doch ein armer mensch musste die agb erweitern :’D

      • EXPLIZIT bedeutet aber gerade nicht, dass es in den AGB irgendwo versteckt ist.

        Insofern ist mitnichten ein PDF ausreichend, sondern sollte direkt beim Download informiert werden.

        Trotzdem ein Gesetzesupdate für den Arsch. Mehr Abmahnungen, mehr Arbeit. Mit den neuen MwSt. Regeln eh eine Vernichtungsmaschine für Kleinunternehmer.
        Man muss jetzt 28 national Rechnungslegungsvorschriften beachten, beobachten und anpassen. Klar, dass die nicht in engl. oder dt. vorliegen.

        Für Italien muss man z.B. die private Steuernummer der Kunden in der Rechnung angeben. Danke Europa!

  • Tja das heist nur mit Kreditkarte :|

  • Aber wenn Guthabenkonten ausgeschlossen sind, geht das dann nur mit Kreditkarte? :o

    • Bei „Guthabenkonten“ handelt es sich um eine unglückliche Übersetzung. Im englischen original ist die Sprache von „Allowances“. Diese Allowance (und iTunes Match, StaffelPass,
      Multi-Pass, iTunes Geschenke) kannst du nicht automatisch über reportaproblem.apple.com zurückgeben, sondern musst den Kundendienst anschreiben über https://www.apple.com/de/support/itunes/contact/

    • Durch Zufall habe ich gestern einen Artikel reklamiert über das ‚Problem melden‘-Formular und augenblicklich wurde mir das Geld wieder gutgeschrieben. Anscheinend funktioniert es auch beim Guthabenkonto.

  • Immerhin… Wollte bis jetzt einmal eine App zurückgeben, und es wurde mir verweigert. Hat mich schon geärgert…

    • „App zurückgeben“ klingt ja auch dämlich, wie wäre es mit „Rückerstattung erhalten“? Und „gefällt mir nicht“ war noch nie ein plausibler Widerrufsgrund bei digitalen Inhalten.

  • Also ein Spiel in 10 Tagen durchspielen und zurück geben? Sorry, aber das kann doch nicht gut gehen…

    • Man müsste jetzt noch die Kriterien und deren Überprüfung anpassen. z.B.: Spielt man mehr als 10% des Spiels…, fährt man mit der Navi App mehr als 20km oder öfter als 3mal…, Exportiert man aus einer Musik App mehr als 3 Songs… etc… müsste die Rückgabe quasi ausgeschlossen werden. Zuvor wird dies in der App Store Beschreibung kommuniziert.

  • Also wenn ich als Hobby-Entwickler mit maximal 20€ Umsatz im Monat feststelle, dass meine App trotz detaillierter Beschreibung häufiger zurückgegeben wird, stelle ich die Entwicklung ein. Und das betrifft auch sehr viele andere Entwickler.
    Es gibt Statistiken nach denen die meisten gekauften Apps gar keine 10 Tage verwendet werden, das Geschäftsmodell App Store ist mit einem Rückgaberecht tot.

    • Private Indie-Entwickler gibt’s eh kaum noch, den großen Anbietern kanns fast egal sein und vielleicht erspart uns dAs etliche nutzlose Apps. Für mich ist der gesamte AppStore schon am Ende. Open Source lässt sich nicht vereinbar aufs iOS Gerät bringen, 1mio der 1,x Mio Apps sind doppelt-zwanzigfach vertreten, quellen über vor falschen Beschreibungen oder Versprechungen, in-App-Abzocke, gekauften Bewertungen und sinnfreien Bewertungen von Vollidioten. Ich habe den Crapstore mittlerweile komplett deaktiviert, um auch den „Updates“ zu entgehen die teils einfach Funktionalitäten entfernen, die später nachgekauft werden können…

  • danke! genau heute habe ich mich echt über einen Fehlkauf geärgert, gleichmal reklamiert und Rückerstattung wurde bestätigt.
    Frohes Neues…!

  • Hallo, wird das Geld auf das Konto zurück gebucht, oder bekommt man ne Gutschrift auf dein iTunes Konto?

  • Was ist mit in-App Käufen? Wenn es dort nicht zutrifft, wäre das dann ein Schlupfloch für hochpreisige Apps wie zum Beispiel Navigon.

    • Vermutlich, da Du die App dann ja vorher testen konntest. Nur wenn ein versprochenes neues InApp-Feature dann nicht funktioniert wäre eine Rückgabe vielleicht noch gerechtfertigt. Ich halte das aber alles für Humbug, weil ich im Restaurant mehr Trinkgeld gebe als 99% aller Apps im kosten. Wenn ich einen Ferrari kaufe, dann muss ich eben Super Plus tanken oder ein Windows Phone kaufen, weil es da für fast alle Apps Testversionen gibt. Ich frag mich immer wieder wie jemand, der ein Smartphone für 700 € hat, sich die mühe machen kann, wegen 1 € mehrere Minuten für das Ausfüllen eines Support-Formulares verschwenden kann.

  • DANKE!!!
    Gerade 9,99 € wiederbekommen für doppelt gekauftes Album…

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