Entwickler baut fehlende Rasteransicht nach
Virtuelle Schreibtische: GridLion bringt ein altes Mac-Konzept zurück
Virtuelle Schreibtische gehören seit Jahren zum festen Bestandteil von macOS. Wer viele Anwendungen parallel nutzt, kann Arbeitsbereiche auf mehrere sogenannte Spaces verteilen und zwischen ihnen wechseln. Doch ein Detail, das Apple vor rund 15 Jahren entfernt hat, sorgt bei manchen Anwendern noch immer für Frust: Die ursprüngliche Rasteransicht der Spaces.
Mit der neuen Mac-Anwendung GridLion versucht ein australischer Entwickler nun, genau diese Funktion zurückzubringen. Die App legt sich über die bestehende Mission-Control-Verwaltung von macOS und organisiert virtuelle Schreibtische wieder in frei definierbaren Gittern statt in der heute üblichen horizontalen Reihe.
- Ohne Animation: Wechsel zwischen macOS-Spaces beschleunigen
Der Hintergrund reicht bis in die Zeit von Mac OS X Leopard zurück. Damals führte Apple mit „Spaces“ erstmals virtuelle Desktops ein, die sich in einer Matrix anordnen ließen. Viele Nutzer bauten sich feste Arbeitsabläufe auf, bei denen bestimmte Anwendungen dauerhaft an definierten Positionen lagen.
Mit Mac OS X Lion ersetzte Apple dieses Konzept 2011 dann durch Mission Control. Seitdem werden die Arbeitsbereiche standardmäßig nur noch nebeneinander dargestellt.
Muskelgedächtnis statt Wischen und Zählen
Genau hier setzt GridLion an. Die Anwendung greift auf die vorhandenen Spaces von macOS zu und präsentiert diese in einer frei konfigurierbaren Gitterstruktur. Nutzer können sich per Tastatur durch das Raster bewegen oder direkt bestimmte Positionen anspringen.
Nach Angaben des Entwicklers steht dabei weniger die Verwaltung einzelner Fenster im Vordergrund als vielmehr die Wiederherstellung einer räumlichen Orientierung. Wer seine Arbeitsbereiche dauerhaft an festen Stellen platziert, soll sich nicht mehr merken müssen, auf welchem virtuellen Desktop eine Anwendung zuletzt geöffnet war.
Zusätzlich bietet GridLion eine Bildschirmübersicht mit Vorschaubildern der einzelnen Spaces. Optional lassen sich kleine permanente Rasteranzeigen auf mehreren Monitoren einblenden.
Private Schnittstellen verhindern App-Store-Vertrieb
Die technische Umsetzung erwies sich dabei als anspruchsvoll. Apple stellt für Mission Control und Spaces nur einen begrenzten Satz öffentlicher Programmierschnittstellen bereit. Viele Funktionen müssen über interne Mechanismen umgesetzt werden, die offiziell nicht dokumentiert sind.
Genau deshalb wird GridLion auch nicht über den Mac App Store angeboten. Anwendungen, die auf private Systemfunktionen zugreifen, werden von Apple nicht zugelassen. Der Entwickler vertreibt die Software daher direkt über seine eigene Webseite.
Die App kostet einmalig 9,99 US-Dollar und läuft auf Macs mit macOS 13 oder neuer. Eine Testversion für sieben Tage wird ebenfalls angeboten.


Keine offizielle App? Schwierig für mein Firmen Mac. Mit meinem neue Mac habe ich Schwierigkeiten Anwendungen einem fixen Desktop zuzuordnen. Früher klappte das besser. Keine Ahnung warum.
Eine eine App Empfehlung, um Desktops sauber zu verwalten. D1-email D2-Teams and Notebook D3-Office D4-Browser D5-private.
Freue mich über jede Anregung.