Mit Nano-SIM oder eSIM-Profil
UniFi 5G Backup: Mobilfunk-Ausfallschutz für das Heimnetzwerk
Ubiquiti erweitert sein Netzwerkportfolio um ein kompaktes Mobilfunkmodul, das als Internetreserve für bestehende UniFi-Installationen dient. Das neue UniFi 5G Backup soll ab Juni 2026 für 89 Euro erhältlich sein und richtet sich an Anwender, die ihre Internetanbindung gegen Ausfälle absichern möchten, ohne dafür Router oder Gateway austauschen zu müssen.
Das Gerät wird per PoE über einen gewöhnlichen Netzwerkanschluss mit Strom versorgt und in das vorhandene UniFi-System eingebunden. Fällt die reguläre Internetverbindung aus, kann die Datenübertragung automatisch über das Mobilfunknetz weiterlaufen. Die Einrichtung erfolgt direkt über die UniFi-Verwaltungsoberfläche.
Automatische Umschaltung bei Internetausfällen
Die Idee hinter dem neuen Zubehör ist einfach: Netzwerke erhalten neben der kabelgebundenen WAN-Verbindung einen zweiten Zugang über das Mobilfunknetz. Erkennt das System einen Ausfall der Hauptleitung, übernimmt die 5G-Verbindung automatisch den Datenverkehr. Sobald die reguläre Verbindung wieder verfügbar ist, wird zurückgeschaltet.
Verwaltet wird das Verhalten über UniFi Network 10, das verschiedene Regeln für den Ausfallschutz bereitstellt. Administratoren können festlegen, wann die Mobilfunkverbindung aktiviert wird und welche Geräte oder Netzwerksegmente sie nutzen dürfen. Damit eignet sich die Lösung sowohl für kleinere Büros als auch für Installationen, bei denen einzelne Dienste dauerhaft erreichbar bleiben sollen.
Technisch setzt Ubiquiti auf 5G RedCap. Der Mobilfunkstandard wurde speziell für Geräte entwickelt, die keine extrem hohen Datenraten benötigen, dafür aber energieeffizient und kostengünstig arbeiten sollen. Laut Hersteller sind im 5G-Netz Übertragungsraten von bis zu 220 Mbit/s im Download und 120 Mbit/s im Upload möglich.
Mit Nano-SIM oder eSIM-Profil
Das Modul unterstützt sowohl klassische Nano-SIM-Karten als auch eSIM-Profile. Anwender sind damit nicht an einen bestimmten Mobilfunkanbieter gebunden und können den Tarif wählen, der vor Ort die beste Netzabdeckung bietet.
Für eine möglichst stabile Verbindung verfügt das Gerät über integrierte Mobilfunkantennen und kann aufgestellt, an der Wand befestigt oder an Fenstern montiert werden. Dadurch lässt sich der Standort gezielt nach der besten Empfangsqualität auswählen.
Ubiquiti baut sein UniFi-Ökosystem seit Jahren kontinuierlich aus. Zuletzt standen unter anderem neue Gateways mit 10-Gigabit-Ethernet im Fokus. Auch die Netzwerksoftware wird regelmäßig erweitert, zuletzt etwa mit einer ausgebauten Client-Verwaltung. Bereits 2016 haben wir auf ifun.de den Einsatz der professionellen UniFi-Netzwerke im Heimbereich beleuchtet.


Mit 20-80 Mbps ist das eine ziemliche Enttäuschung. Auf der einen Seite Multi-Gig Fiber, auf der anderen DAS DA?! Nee.
Anmerkung: Das sind die Daten von der Produktseite, nicht die im Artikel genannten maximal möglichen Übertragungsraten.
UniFi bietet ja auch leistungsfähigere 5G Hardware an…die ist dann halt deutlich teurer…als reines Backup finde ich es für den Preis vertretbar.
Gibt ja noch andere Modelle für Ausfallschutz tut das Ding locker. Die meisten Unternehmen auch die mit 100+ Mitarbeitern haben teilweise nur ne 16.000er oder 25.000er Leitung als Fallback zur Hauptleitung. Funktioniert dort auch.
Das ist ein Fallback für Notfälle damit man noch Zugriff auf die Site hat wenn z.B. die Glasfaser getrennt wurde.
Für den Preis ein perfektes Produkt – die jährlichen Kosten für den 5G Tarif sicherlich höher.
Es geht hier nicht um eine redundante Verbindung sondern um eine Backup-Verbindung.
Naja, das multigig ist halt für die interne Kommunikation was dann auch öfters ausgereizt wird im gegensatz zum externen kanal der meist schon aus finanziellen oder technischen Möglichkeiten keine multigig verbindung erlaubt
Du kannst auch den 5G Max für über 400 Euro bei Unifi bestellen. Das wäre mir für ein reines Backup zu teuer, sondern wäre ein vollwertiger Ersatz. Dafür, eine Mindest-Konnektivität im „Notfall“ sicherzustellen, reicht mir dieses Gerät aus. Ist doch ein netter Kompromiss aus Preis und Leistung.
Geht mir z. B. darum, dass mein Smart Home weiter funktioniert und ferngesteuert werden kann. Sonst komme ich mit Nuki Opener noch nicht mal ins Haus. Dafür braucht es keine Mega-Bandbreite.
Der Nuki geht nicht offline lokal? Danke für die warnung
Man kann Nuki nicht via lokales (internes) Netz (WLAN) nicht steuern?
Doch natürlich, es geht über BT
Für mich wäre das keine Dauerlösung und dafür ist es ja offensichtlich auch nicht gedacht. Aber als Backup für Smart Home und Alarmanlage, Überwachungskameras, wenn Zuhause und DSL/Glasfaser fällt aus, wenigstens eine Grundversorgung zu haben, das hat was für den Preis! Wer mehr braucht, muss halt auch derzeit mehr bezahlen.
Welchen Tarif könnt ihr für diesen Anwendungsfall empfehlen? O2 irgendwas billiges? Wird ja selten im Einsatz sein, aber nett wenn man es hat.
Im Idealfall das womit du bei dir den besten Empfang hast die Klauseln von Vodafone und Telekom die den Einsatz von Mutlisim in Routern/Stationären Geräten verbieten wurden ja von irgendeinem Gericht vor nicht allzulanger Zeit für Nichtig erklärt. Kannst dir also auch zum Handytarif ne 2. SIM für ein paar € im Monat hohlen.
Cool! Wenn das an meiner FRITZ!Box auch läuft, wird es bestellt. Ist ja richtig günstig für 5G-Empfang.
Glaub das geht nur mit Ubiquity Gateways leider.
Ich hab mir von ZTE den U30 Air neulich gekauft, zu einem ähnlichen Kurs. Ist dann unabhängig vom Unifi-Controller. Geplant hab ich, den U30 Air an meinem GL.inet Router im Urlaub zu nutzen, wenn kein WLAN als WAN für meinen GL.inet verfügbar ist.
Ich würde schätzen, daß dieses Teil hier nur für Backup-Zwecke und keine dauerhafte Nutzung gedacht ist. Und die Logik dahinter wird wohl über den Controller abgebildet. –> Gerät wird wohl ohne Unifi nicht funktionieren.
Der ZTE U30 Air verhält sich per USB angeschlossen wie ein LTE-USB-Stick, den ich vorher an meiner Fritzbox mal als Ausfallschutz hatte.
Deine Fritz!Box kann das bereits seit Jahren.
Verkaufen wir in meiner Firma seit locker 15 Jahren unseren Kunden….
Gerade nachgeschaut wie unsere aktuelle Kombi dafür ist:
Fritz!Box 4050 & Zyxel NR7701
oder
Fritz!Bix 7530 5G & Zyxel NR7302
@Pskyrunner: Er meinte nicht generell Fritzbox und 5G sondern Fritzbox und dieser 5G-Backup-Stick von Unifi.
Ja,aber :
– kein PoE um den Router frei zu positionieren
– vermutlich kein ESIM
– kein Loadbalancing, keine Routing Policies
– …
Muss mich mal auf die Suche nach einem Tarif begeben. Aktuell läuft Starlink mit 35€ monatlich und Gratis Hardware als Backup für Glasfaser an einem Cloudgateway Fiber. Würde mich wundern, wenn ich einen billigeren 5G Tarif unlimited finde.
Multi-SIM als Date-SIM für Flatrate-Tarife kommste da drunter wenn du 2-3 Mobilfunktarife brauchst
Geht das auch für 5G Router die Indoor schlechten Empfang haben?
Warum setzt man bei einem Netzversorgten Gerät auf eine langsamen Energieeffizienten Standard? Sollte es nicht eher eine schnelle Ausfallalternative sein?
Das gibt es auch – hier geht es darum nicht die Verbindung zu einer Site zu verlieren.
Man kann mehrere Geräte einsetzen um mehrere Standorte oder Provider nutzen zu können.
Ausfallsicherung vor Durchsatz
Schnell kannst du auch haben: 5G Max für über 400 Euro. Oder du brauchst im Notfall nur ein Mindestmaß an Konnektivität für 89 Euro. Kauf einfach, was du brauchst.
Ich bin froh, nicht zu 400 Euro gezwungen zu werden.
Load Balancing?
Oh! Cool, danke für den Hinweis! Als fallback absolut ausreichend.
Ist es auch möglich ein altes iPhone dafür zu verwenden? UCG Ultra? Kann man das Ziel mit dem Backup, auhc mit veralteterer Hardware aus der Schublade erreichen? Ich hätte sogar für zuhasue den Unifi Travel Router der dann wieder auf jeden Fall mit dem iPhone geht.
Ich habe das seit Jahren über einen separaten 5G Router. Werde mir das Ding mal holen, habe öfter Ausfälle.
Inwiefern hilft das Produkt dabei, dass der Mobilfunk nicht ausfällt, wie die Überschrift suggeriert?
(„ Mobilfunk-Ausfallschutz“)
Die 89€ sind ohne Steuer. Kostet inkl MwSt also 105,91.