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Nur noch 3.000 Zeichen

Übersetzer DeepL: Gratisversion eingeschränkt, Abos teurer

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57 Kommentare 57

Der kürzlich erst in Version 4.0 erschienene Übersetzer DeepL startet mit neuen Preisen und einer Einschränkung seines kostenlosen Funktionsumfangs ins neue Jahr. Die Änderung der Nutzungsbedingungen des Online-Übersetzers haben durch die Hintertür Einzug gehalten, während die in Köln ansäßigen Betreiber der Software per Pressemitteilung den Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde feiern. DeepL konnte neue Investoren finden und vermeldet damit verbunden, dass sich die Bewertung des Unternehmens auf 1 Milliarde Euro erhöht hat.

Nutzer der Übersetzungswerkzeuge von DeepL müssen sich derweil mit Einschränkungen und Preiserhöhungen arrangieren. So verarbeitet das Web-Interface der Übersetzungsmaschine jetzt nur noch 3.000 anstatt zuvor 5.000 Zeichen. In der DeepL-App ist diese Beschränkung bislang noch nicht angekommen, allerdings steht zu befürchten, dass hier auf kurz oder lang die gleichen Reglementierungen gelten.

Deepl Online

Die kostenpflichtigen Angebote von DeepL wurden derweil im Preis erhöht. So werden für den günstigsten Tarif „Starter“ jetzt 7,49 Euro anstatt bisher 5,99 Euro pro Monat fällig. Das Advanced-Paket von DeepL kostet jetzt monatlich 24,99 Euro statt zuvor 19,99 Euro und für die größte Abo-Option „Ultimate“ werden nun jeden Monat 49,99 Euro fällig, bislang hat DeepL hier 10 Euro weniger verlangt.

Hervorragendes Desktop-Tool

Qualitativ darf man DeepL derweil wohl weiter als die beste Software in ihrem Segment bezeichnen. Der Übersetzer kann mit besonders hochwertigen und in flüssiger Sprache gehaltenen Ergebnissen punkten. DeepL beherrscht mittlerweile 29 Sprachen, zwischen denen sich Texte in beide Richtungen übersetzen lassen. Zuletzt wurden die Sprachen Türkisch, Indonesisch und Ukrainisch integriert.

Wer mit dem Limit von – aktuell noch – 5.000 Zeichen auskommt und regelmäßig auf ein Übersetzungswerkzeug zugreifen muss, sollte einen Blick auf die Mac-App von DeepL werfen. Ist diese installiert, lassen sich markierte Texte einfach per Tastaturkürzel übersetzen. Die Qualität der Ergebnisse ist der in macOS integrierten Übersetzungsfunktion zumindest aktuell noch um Längen voraus.

12. Jan 2023 um 14:09 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Noch schnell ein bisschen Geld einfahren, bevor Übersetzungsmodelle aus Transformer-Netzwerken freie Opensource-Ware werden.

    Kann man ihnen kaum verübeln.

  • Finde ich trotz allem noch fair. 3000 Zeichen reichen für den casual user im Normalfall aus und wenn ich beruflich das brauche finde ich die Preise durchaus im Rahmen des Vertretbaren

  • Anmerkung: Die App mit übersetzen per Tastaturkürzel gibt es auch für Windows.

  • Leider muss man am iPhone den Text noch kopieren und dann in die App einfügen.

  • Hat schon jemand gecheckt ob es in anderen Ländern günstiger ist?

  • Ich bleibe bei der Gratisversion, weil für meinen Bedarf das Abo zu teuer ist. Normalerweise zahle ich ohne Murren bei Software, aber nicht per Abo! Wenn DeepL jetzt auch noch anfangen sollte, durch stärkere Einschränkungen unbequem zu werden, fliegt es runter von meinem Rechner.

    • Naja, 3.000 Zeichen ist doch noch vollkommen ok. Alternativ musst du halt jetzt 2x 2.500 Zeichen übersetzen lassen anstatt 1x 5.000 und bist dann trotzdem noch ohne Abokosten.
      Die Abos sind doch hauptsächlich für die berufliche/gewerbliche Nutzung vorgesehen und wenn ich das beruflich zwingend benötige sind die Abopreise doch noch vollkommen in Ordnung

    • Letztlich ein Eigentor für Dich. Besser als DeepL übersetzt kein Programm.

      • Das habe ich nicht in Abrede gestellt. Ich bleibe halt bei der Gratisversion. Ich nutze es nicht gewerblich und 90€/Jahr sind mir als Privatmensch zu teuer. Ich lehne Softwareabos sowieso ab und möchte gar nicht erst damit anfangen.

  • Kann man unendlich viele „5.000 Zeichen Texte“ (oder eben 3.000) übersetzen, also häppchenweise oder ist das auch reglementiert?

    • Häppchenweise geht weiterhin. Es nur die Einschränkung am Stück gemeint, was vollkommen in Ordnung ist. Zumindest meiner Meinung nach.

      • Wenn ein Nutzer der kostenlosen Variante (anonym anhand der IP-Adresse) innerhalb einer bestimmten Zeit zu viele 5000- Zeichen-Textblöcke übersetzen lässt, für einen bestimmten Prozentsatz des Server-traffic verantwortlich war, bekommt man „die gelbe Karte“, d.h. man wird für eine Stunde gesperrt. So war es zumindest in der 5000-Zeichen-Limit-Ära.

      • Ja. Dann gibt es auch Tor oder VPN. Mit beiden lässt sich die Stunde überbrücken :)

  • Wie wärs einfach die gewünschte Sprache zu lernen und ganz auf das Helferlein zu verzichten;-) Spart Geld

    • Es ist schon ein Unterschied, ob man eine Sprache lernt, um sich unterhalten zu können, oder ob man eine den Ansprüchen genügende Übersetzung anfertigt. Deepl-Übersetzungen kommen, mit ein wenig Nachbearbeitung, diesen nahe.

    • Ich bezweifle einfach mal, dass ich kostenlos innerhalb von wenigen Sekunden das gleiche Niveau wie DeepL erreiche. Das wird wenn dann mind. ein Jahr und sehr viel Geld kosten.

      • Klar dauert das. Aber Du lernst ja fürs Leben und das Wissen nimmt Dir keiner mehr. Das Geld also auf jeden Fall Wert. Und allemal besser als ein elektronischer Helfer:-)

      • Ich habe DeepL immer zum Folien-Bauen in Reports genutzt. Und ehrlich gesagt lernt man dabei mit am besten zusätzlich. Ich kopiere ja nicht stumpfsinnig Texte, sondern optimiere die Formulierungen mit Wortvorschlägen, überlege welche Formulierung präziser ist, etc.
        Dabei wandern Formulierungen in meinen Wortschatz.
        Vor allem finde ich es gar nicht so einfach auf C1-Niveau gezielt eine Sprache zu verbessern, außer unter native Speakern leben und arbeiten.

  • Als Übersetzungsinstrument für deutsch in italienisch und umgekehrt nicht wirklich geeignet. Die Fehleranzahl ist immens.

    • Ist mir auch aufgefallen. Englisch/Deutsch und umgekehrt ist die Qualität sehr gut. Aber Aber andere Sprachen teilweise eine Katastrophe. Leider.

      • Wir haben in unserer Firma professionelle Übersetzer und ich habe mal Texte meiner App von denen übersetzen lassen. Als ich den Text bekommen habe, habe ich das mit DeepL verglichen. Englisch Deutsch war super, aber auch Französisch konnte ich nur ganz wenige Änderungen feststellen. DeepL hat super abgeliefert.

        Für Software UI völlig ausreichend, die Profis kosten viel Geld, das sparen wir uns jetzt.

  • Palettenschubser
  • ChatGPT übersetzt und kann die Übersetzung sogar im Niveau heben oder senken oder lustiger machen oder z.B. im Stil der NYTimes schreiben. Verrückte Zeiten.

    • hier mal im Stil der NYT:
      „Recently released in version 4.0, the DeepL translator is starting off the new year with new prices and limitations on its free functionality. The changes to the online translator’s terms of use have quietly taken effect, as the software’s operators, based in Cologne, announced in a press release the completion of a new round of financing. DeepL has found new investors, resulting in the valuation of the company increasing to 1 billion euros.
      Users of DeepL’s translation tools will have to adjust to limitations and price increases. The web interface of the translation machine now only processes 3,000 characters instead of the previous 5,000. This limitation has not yet reached the DeepL app, but it is expected that similar regulations will apply in the near future.
      Meanwhile, DeepL’s paid offerings have also seen price increases. The „Starter“ package now costs 7.49 euros per month instead of 5.99 euros, the „Advanced“ package now costs 24.99 euros per month instead of 19.99 euros and the „Ultimate“ package now costs 49.99 euros per month instead of 39.99 euros.
      Despite these changes, DeepL can still be considered the best software in its segment for its high-quality, fluidly written results. The translator now supports 29 languages, which can be translated in both directions. Recently, Turkish, Indonesian, and Ukrainian were added to the list of supported languages.
      For those who can still make do with the current limit of 5,000 characters and regularly need access to a translation tool, the DeepL Mac app is worth considering. With this installed, text can be easily translated using keyboard shortcuts. The quality of the results is currently still far superior to that of the built-in translation function in macOS.“

      Und dann noch mal eher fröhlich:
      „Yo, DeepL just dropped version 4.0 and it’s coming in hot with new prices and limitations on its free features. They snuck in these changes like a ninja, while the Cologne-based team was busy popping champagne bottles to celebrate their new round of funding. Apparently, they found some rich investors and now they’re worth a cool billion euros.
      But while they’re living the high life, us users gotta deal with these new limitations and price hikes. The web interface now only translates 3,000 characters instead of the previous 5,000. And don’t even think about using the app, it’s probably next on the chopping block.
      And it’s not just the free stuff getting hit, their paid packages got a price hike too. The „Starter“ package is now 7.49 euros per month instead of 5.99 euros, the „Advanced“ package is now 24.99 euros per month instead of 19.99 euros and the „Ultimate“ package is now 49.99 euros per month instead of 39.99 euros.
      But let’s be real, DeepL is still the king of the translation game. They can translate 29 languages and their results are always on point. They just added Turkish, Indonesian, and Ukrainian to the list and they’re killing it.
      But if you’re still good with the 5,000 character limit and you’re a frequent translator, you should check out the DeepL Mac app. It’ll translate your text with a keyboard shortcut, and it’s way better than the built-in translation function in macOS.“

  • Ganz neutral betrachtet wirkt Deepl extrem unseriös. Über 70 Euro jährlich, wenn ich nicht möchte, daß Deepl mit meinen eingegeben Texten arbeiten darf. In der kostenfreien Version können die laut AGBs alles damit anstellen. Ob das DSGVO-konform ist hmmmm

  • Haben jetzt billig genug gelernt jetzt klingelt die Kasse , mal sehen wann die Konkurrenz mit den KI,ML Produkten kommt.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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