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Konfig-Datei für das BetterTouchTool

Touch Bar: „Nur brauchbar ohne Apples Richtlinien“

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MacBook-Anwender, die eines der Pro-Modelle mit Apples intelligenter Eingabeleiste besitzen, sollten den Touch Bar-Abschnitt in den von Apples veröffentlichten „Human Interface Guidelines“ zumindest einmal überflogen haben.

Touchbar 1000

Das Dokument, in dem Apple Tipps und Anforderungen an Entwickler formuliert, wie die Touch Bar im besten Fall eingesetzt, angesprochen und genutzt werden sollte, erklärt warum der berührungsempfindliche Display-Streifen nur von wenigen Anwendungen richtig ausgereizt wird.

So führt Apple hier unter anderem an, dass die Touch Bar nicht als Info-Display zweckentfremdet werden, keine scrollende Schrift, keine Nachrichten und keine Warnmeldungen anzeigen sollte. Die Tastenform der virtuellen Knöpfe soll sich, wenn überhaupt, nur unwesentlich von der physikalischen Tastatur unterscheiden, von Funktionen die nur auf der Touch Bar und nicht auch in dem korrespondierenden Mac-Programm angezeigt werden, sollten Entwickler Abstand nehmen. Die Liste der Anforderungen ist lang.

Davon dass Apples Einschränkungen die Touch Bar künstlich kastrieren und mitverantwortlich für die Stagnation eben jener sind, ist der Blogger Vasily Zubarev überzeugt. In einem ausführlichen Blog-Eintrag informiert Zubarev jetzt über seine Experimente mit der Touch Bar und nimmt kein Blatt vor den Mund:

I do declare now — the Touch Bar still remains the useless shit and there is no hope Apple will fix it. […] For the whole year, I’ve pushed myself to use the Touch Bar. I’ve paid for that! Here’s my pro opinion: Fuck your guidelines, Apple. The Touch Bar should always be predictable. I don’t want to remember button configuration for every app. I want it to be useful and informative. Just give me an additional screen, like in the early fan renders.

Laut Zubarev sind Nutzer darauf angewiesen, das BetterTouchTool zur Modifikation ihrer Leiste einzusetzen. Das Schweizer Taschenmesser für Apples Eingabegeräte sei derzeit die einzig ernstzunehmende Möglichkeit, die Touch Bar in eine halbwegs nützliche Tastatur-Erweiterung zu verwandeln.

Zubarev stellt seine Eingriffe und seine Konfigurationsdateien für das BetterTouchTool am Ende seines Blog-Eintrags zum Download bereit.

Touchtool

Freitag, 06. Apr 2018, 10:30 Uhr — Nicolas
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  • Eine Frage wenn ich die Touchbar ausklappe habe ich ja die normalen Tasteen wie früher. Also Play Pause Heller etc. kann ich das ausgeklappt lassen?

  • Ich habe mich damals bewusst gegen ein Modell mit TouchBar entschieden, da ich es glaube ich eh als Umstand empfunden hätte die Finger von der Tastatur zu nehmen bzw. es hätte wahrscheinlich viel Eingewöhnungszeit benötigt. Da bleibe ich lieber bei den gewohnten Shortcuts ;)

    Kleine Anmerkung: Ich glaube das Komma in der Headline ist zu viel, es verändert auch irgendwie die Aussage des Satzes“.

    Viele Grüße
    Tim

  • Mit bettertouchtool kann man so ziemlich alles machen. Kann es nur empfehlen. Endlich macht die touchbar Sinn.

  • Muss ich mir auf jeden Fall anschauen. Könnte wirklich Sinn machen, Infos aus der Statusleiste in die Touchbar zu legen, was vor allem bei der Arbeit mit Fullscreen-Apps sinnvoll erscheint. Da ich immer zwischen MacBook Pro, externem Monitor und einem Desktop-Mac wechsle, gewöhne ich mich eh nie an die Touchbar – die einzige Konsistenz ist hier die Tastatur.

  • Das überrascht doch eigentlich gar nicht. Alles nach dem Apple 2E ist eine geschlossene Box und wird von Apple sinnfrei beschränkt. Daher hatte ich das iPhone 4 seinerzeit nicht benutzt, weil ich meine Musik nicht auf den internen Speicher kopieren konnte. Heute zwar Dank klaut obsolet, dafür störe mich aber nach wie vor noch andere Dinge. Warum kann ich beispielsweise auf dem Apple TV keine Mira Kaarst Anwendungen laufen lassen? Beziehungsweise warum muss ich überhaupt ein Apple TV haben, während ein Smartphone mit Android alles ohne weiteres auf einen modernen Fernseher schicken kann? AirPlay ist auch so eine Sache, 99 % der Geräte haben Bluetooth. Ich war damals der festen Überzeugung, dass ein Herr stelle es nicht langfristig schaffen wird, eigene Standards abseits der Norm einführen zu können. Bei Apple scheint es inzwischen so, dass die Menschen verstanden haben, dass es Standards gibt.

    • Airplay geht auch ohne Apple TV. Für Android TV (z.B. SONY Bravias) gibt es die App „AirPlay Monitor“, welche einen Apple TV Simuliert. Die App startet mit wenn man den TV einschaltet und man kann direkt – vorausgesetzt man ist im selben Netzwerk – jegliche Inhalte kabellos auf dem Android TV schauen, und das ohne externe App oder Apple TV.

      • @Burak Das stimmt zwar und ist für einige auch ausreichend, allerdings meinte wohl @Stephan eine integrierte Native Lösung in den iDevices selbst und keine Emulation eines Drittanbieters auf externen Devices.

      • M.W.n. gibt es auch bei den Android Smartphones/-Tablets keine „native“ Lösung sondern eben die Google- oder Amazon-Lösung mit Chromecast oder FireTV. Auch dort haben die TV-Hersteller eine Lösung eines anderen Herstellers implementiert. Warum sollen sie es also für AppleTV nicht genauso tun?

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