Geheimtipp für Norton-Commander-Fans
TheCommander: Kostenloser Dual-Panel-Dateimanager für macOS
Mit TheCommander ist ein neuer Dateimanager für macOS erschienen, der sich an Anwender richtet, die regelmäßig mit großen Dateimengen und entfernten Servern arbeiten. Geschaffen wurde die Anwendung von dem Traunsteiner Entwickler Norbert Gutbrod, der sich dabei an klassischen Konzepten wie dem Norton Commander und späteren Dual-Panel-Tools unter Windows orientiert hat.
Ziel war es, eine native macOS-Lösung zu schaffen, die diese Arbeitsweise ohne funktionale Abstriche übernimmt. Herausgekommen ist eine sehenswerte Alternative zu Marta und ein Geheimtipp für Norton-Commander-Fans.
Geheimtipp für Norton-Commander-Fans
Zentrales Feature von TheCommander ist die zweigeteilte Oberfläche mit zwei unabhängigen Dateifenstern. Dateien lassen sich so direkt zwischen Ordnern oder Laufwerken kopieren und verschieben. Neben lokalen Verzeichnissen unterstützt die App auch den Zugriff auf entfernte Systeme über SFTP, FTP und SMB. Dateien auf Servern können dabei wie lokale Dateien geöffnet und bearbeitet werden. Zugangsdaten werden im macOS-Schlüsselbund gespeichert, was die Verwaltung vereinfacht und gleichzeitig Sicherheitsfunktionen des Systems nutzt.
Für typische Verwaltungsaufgaben stehen Funktionen wie Mehrfachauswahl, Stapeloperationen und eine konfigurierbare Verzeichnishistorie zur Verfügung. Häufig genutzte Ordner und Server lassen sich speichern und schnell wieder aufrufen. Ergänzt wird dies durch eine integrierte Suchfunktion, die sowohl Dateinamen als auch Inhalte berücksichtigt.
Vergleich, Archive und Anpassungen
TheCommander bietet zudem Werkzeuge zum Vergleichen und Synchronisieren von Dateien und Ordnern. Unterschiede lassen sich zeilenweise darstellen, optional auch unter Berücksichtigung von Datum oder Dateigröße. Für Archive verhält sich die Anwendung ähnlich wie bei normalen Ordnern. Inhalte können angezeigt, entpackt oder ergänzt werden, ohne separate Programme zu starten. Unterstützt werden gängige Formate wie ZIP, TAR oder RAR.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anpassbarkeit. Schriftarten, Farben, Spalten und Tastenkürzel lassen sich umfangreich konfigurieren. Damit richtet sich TheCommander vor allem an Nutzer, die einen stark tastaturorientierten Arbeitsstil bevorzugen. Die App läuft ab macOS 14, ist kostenlos verfügbar und steht als Open-Source-Software unter der MIT-Lizenz bereit.



Benutze schon seit langer Zeit Commanderone. Gibts Erfahrungen welcher jetzt der bessere Filemanager ist?
Bester – selber testen. Ich nutze uch CommanderOne seit Jahren und bin mit dem super zufrieden, daher haben andere Alternativen es sehr schwer.
Ich schaue mir die an und wenns mir nicht gefällt auf Anhieb, fliegen die auch genauso schnell wieder runter vom MacBook.
hat keine 5 min gedauert und ich habs wieder deinstalliert – alleine die Optik gefällt mir überhaupt nicht
Solltest du selbst herausfinden, weil du deinen Workflow kennst, du bestimmte Vorlieben hast usw.
sogar im Blau des Norton-Commanders – wie früher. Chic.
auch mein „Download-Grund“ ;))
Sehr cool, danke!
Wird gleich getestet.
Ich habe die ganze Zeit einen vernünftigen Ersatz für den Total Commander gesucht, das klingt nun ganz danach.
oh, der Total Commander. Hatte ich damals stets unter Windows.
Ich auch und jetzt nach 20 Jahren kommt ein Mac Pendant, besser spät als nie
Ich kann Bloom empfehlen. ;-)
+1
Warum kannst du ihn empfehlen, was macht in in deinen Augen besser als den hier vorgetellten?
Danke!
Ich wollte damit ausdrücken das auch Bloom eine gute Alternative ist zum nativen Finder. Ich hatte vorher Forklift aber das hat mir einfach nicht mehr gefallen und viele Funktionen die mir wichtig sind hat Forklift nicht und wird sie laut Support auch nie bekommen.
Sicherlich ist der Commander auch gut aber ich bin so wunschlos glücklich mit Bloom das ich ihn hier einfach nur erwähnen wollte. Mir war er vorher gänzlich unbekannt, bin durch einen iFun Beitrag auf Bloom gestoßen.
Ich auch.Ich bin von Path Finder auf Bloom gewechselt.
Ich hatte ein Problem mit Path Finder, das der Kundenservice nicht lösen konnte und die Analyse hat auch mehrere Wochen gedauert, weil Antwortzeiten sehr lang sind. Der Bloom-Entwickler dagegen hat immer sehr schnell geantwortet und Updates geliefert. Top.
Danke, habe ihn gerade getestet, gefällt mir noch besser.
Ja, Bloom ist echt gut. Mit der für mich wesentlichen Einschränkung, dass keine SFTP- Verbindungen möglich sind.
Sehr schade.
Nimble Commander
Ja Nimble Commander ist auch einer meiner Favoriten und auch mit Marta arbeite ich inzwischen sehr gerne zumal auch in Marta einiges anpassbar ist. Mal sehen..
Gesundheit!
Schaut euch mal Bloom an. https://bloomapp.club
Hatte auch Commander One, bin aber letztlich bei Forklift gelandet.
Gerade hatte ich mich mit diesem Thema beschäftigt und wollte Owlfiles testen und ggf. kaufen, da lese ich diese Meldung. Vielen Dank!
Ich nutze (immer noch) ForkLift. Vor allem, weil man da viele Online-Dienste einbinden kann, ohne die jeweilige App installieren zu müssen. Das geht z.B. mit OneDrive und Google Drive, aber auch mit S3, was ich für NAS Backups nutze.
Die Clients der Anbieter sind ja nicht gerade sehr stabil, vor allem, wenn man viele (kleine) Dateien online hat. Sehr schlechte Erfahrung in der Hinsicht habe ich mit OneDrive gemacht.
Direkt kann man ja meistens nur (s)ftp und SMB einbinden, etwas seltener auch scp und WebDAV.
Interessant wäre auch, ob TheCommander Tagging auch auf Remote-Laufwerken unterstützt. Forklift kann das, und das auch kompatibel mit dem Finder. Übrigens auch OneCommander für Windows, aber leider nicht kompatibel.
Forklift ist nach meiner Erfahrung auch am stabilsten, wenn die Verbindung unzuverlässig ist.
Ok, und lokal auf einem unix-artigen Rechner, auf den man remote zugreift, nimmt man natürlich mc…
Als langer Forklift User werde ich das mal testen, zumal man ja die Einstellungen von Forklift sogar importieren kann. Sieht sonst schon sehr aus wie Forklift :-)
Das Beste, was Windows damals zu bieten hatte…
Directory Opus auf dem Amiga…
So, Kurztest in der Mittagspause.
Tagging auf Remote-Laufwerken wird unterstützt, sieht auch ganz schön aus mit einer Strich-Markierung. Und es ist kompatibel mit dem Finder. Sehr schön.
Man kann zwar die Farben der Oberfläche ändern, aber nur in Form von Themes, nicht einzeln. Und die gefallen mir alle nicht. „System“ im Dark Mode finde ich ganz ok, aber da ist die Seitenleiste weiß hinterlegt und die Schrift in den Panels zu dunkel.
Unter „Verbindungen“ erscheinen nur die vom Finder. Hat man da kein OneDrive (oder was auch immer), kriegt man es auch nicht in TheCommander. Für mich der größte Minuspunkt.
Laufwerke, die im Finder versteckt sind, sieht man auch nicht in TheCommander (kann man drüber streiten, ob das ein Bug oder ein Feature ist).
Die Übersetzung ist ok, aber nicht perfekt. Unten sieht man z.B. ganz klassisch Buttons für die Funktionstasten. Auf einem steht „Versch.“, obwohl da massig Platz ist. Da steht halt im Original „Move“, und längere Texte sieht der Platzhalter nicht vor…
Man kann die Settings aus Forklift 3+4 importieren. Was da genau importiert wird, sieht man allerdings nicht. Farben und Fonts jedenfalls nicht.
Größere/längere Dateioperationen und einige andere Dinge (Favoriten z.B.) habe ich nicht getestet, dazu fehlte die Zeit.
Vorraussetzung ist übrigens mindestens Sonoma. Damit scheidet es für ältere Macs aus. Da Forklift deutlich älter ist, gibt es da auch älterer Versionen (notfalls auch noch für Catalina), die man auch auf der Wesite noch herunterladen kann.
Erstes Fazit: Hat Potential. Aber so lange meine Forklift-Lizenz noch gültig ist, werde ich nicht wechseln. Ein Feature, das Forklift fehlt, habe ich jedenfalls (noch) nicht gefunden.
Danke, das erspart mir den Test. Super Beitrag!
Für die versteckten Laufwerke gibt’s eine Schaltfläche oben rechts ….
muCommander ist auch zu empfehlen
Wer so ein häßliches App benutzt, der schreckt echt vor nix zurück. So einer frißt auch kleine Kinder!!!
Oder ist einfach zu jung. Norton Commander war mal ein sehr wichtiges Tool auf DOSen und daran ist die Farbgebung angepasst.
https://ilyabirman.net/meanwhile/all/ui-museum-norton-commander-5-0/
Ergänzung: Das war zu Zeiten, wo der Rechner nur 256 Farben hatte oder sogar nur 16 bzw. 32. Das Ding mit Millionen von Farben und dann True Color kam später.
Ich habe TheCommander mal gestestet. Grundsätzlich ok, aber es fehlt noch Einiges. In den letzten 10 Jahren habe ich viele Tools getestet; auch Forklift, muCommander, marta….Commander One hatte ich recht lange genutzt. Seit 3-4 Jahren nutze ich aber DoubleCommander (https://doublecmd.sourceforge.io/). Der ist kostenlos und bis ins letzte Detail anpassbar. Ist zwar am Anfang etwas Aufwand, aber wenn man es einmal nach eigenen Wünschen angepasst hat, gibt es für mich bisher nichts Besseres.
Also, mir gefällt der „TheCommander“ richtig gut. Da kommt wieder Total Commander-Feeling auf. Und das alles für lau. Besser geht’s doch gar nicht. Bitte weiter so.