Gegen heimliche Aufnahmen
Smarte Brillen: Meta reagiert auf Datenschutzkritik
Meta reagiert auf die anhaltende Datenschutzkritik an seinen KI-Brillen. Der Konzern hat angekündigt, die Kamera seiner Smart Glasses künftig automatisch zu deaktivieren, wenn die sichtbare Aufnahme-LED manipuliert oder zerstört wurde. Damit soll verhindert werden, dass Nutzer Fotos oder Videos aufnehmen, ohne dass die Umgebung den Aufnahmehinweis erkennen kann.
Die weiße LED sitzt sichtbar auf der Vorderseite der Brillen und blinkt laut Meta immer dann, wenn Fotos oder Videos für die eigene Galerie aufgenommen werden. Einen Ausschalter gibt es dafür nicht. Bereits seit der ersten Generation der Meta-Brillen wird die Kamera deaktiviert, wenn die LED verdeckt wird, etwa durch Klebeband. Neu ist nun, dass die Brille auch weitergehende physische Eingriffe erkennen und daraufhin die Kamera abschalten soll.
Schutz gegen manipulierte Brillen
Meta spricht in einem neuen FAQ-Beitrag von Versuchen, die LED nicht nur abzudecken, sondern gezielt umzubauen oder zu zerstören. In solchen Fällen sollen künftig keine Fotos und Videos mehr möglich sein. Zusätzlich will Meta Beiträge, Anzeigen und Marketplace-Angebote entfernen, die entsprechende Manipulationen bewerben. Auch rechtliche Schritte gegen Anbieter solcher Umbauten stellt der Konzern in Aussicht.
Der Schritt kommt nicht zufällig. Je unauffälliger Kamera-Brillen werden, desto größer wird das Unbehagen im Alltag. Anders als beim Smartphone ist für Außenstehende oft schwerer zu erkennen, ob gerade nur Musik gehört, ein Anruf geführt oder tatsächlich gefilmt wird. Die LED soll hier Vertrauen schaffen, ist aber nur dann sinnvoll, wenn sie nicht einfach unsichtbar gemacht werden kann.
Smart Glasses unter Beobachtung
Die Diskussion um smarte Brillen dürfte damit aber nicht beendet sein. Meta betont zwar, dass Aufnahmen zunächst privat auf der Brille gespeichert und erst nach dem Import auf dem Smartphone landen. Gleichzeitig bleiben Kamera, Mikrofone und KI-Funktionen direkt im Gesicht ein sensibles Paket. Wir hatten erst kürzlich darüber geschrieben, warum Meta bei seinen Smart Glasses Vertrauen verspielt.
Auch für Apple ist die Entwicklung interessant. Der Konzern soll weiterhin an eigenen smarten Brillen arbeiten und beobachtet dabei zwangsläufig, welche Akzeptanzprobleme Meta derzeit einsammelt. Zuletzt hatten wir über Googles Gemini-Brillen sowie eine mögliche Apple-Alternative zu den Ray-Ban-Brillen von Meta berichtet.
Gerade bei einer Apple-Brille dürfte die Privatsphäre noch stärker im Mittelpunkt stehen. Eine gut sichtbare Aufnahmeanzeige allein reicht dann kaum aus. Entscheidend wird sein, ob Hersteller Missbrauch auch technisch erschweren und nicht erst reagieren, wenn erste Umbauten, Verbote und öffentliche Kritik Druck erzeugen.


Meta… Datenschutz… höhö
ja, ich lach mit – auch wenn das niemand hören will :D
Dennoch find ich es gut, dass sie es zumindest vorhaben (wenn die news stimmt)
Ich lache auch mit … zwei Welten treffen aufeinander … ;-P
Demnächst kommt im Kino vor dem Film der Hinweis seine Smart Glasses zu deaktivieren.
Woran erkennt die LED, dass sie zugeklebt ist? Da wird ja dafür nicht extra eine Kamera da sein.
Die erkennt ziemlich genau, wenn man etwas über das Licht, was blinkt, wenn etwas aufgenommen wird, klebt. Die Aufkleber oder Anbringungen, um das Licht nicht sichtbar zu machen, bringen, soweit ich das überblicken kann, alle nichts. Das System ist also schon ganz gut entwickelt, um gegen Manipulationen vorzugehen.
Keine Kamera, ein richtig billiger IR-Sensor reicht dafür.
Kostet wenige Cent
Rote LED auf beiden Seiten und blinken wäre super :)
Und das erkennt dann auch, wenn Isolierband drüber geklebt wurde?!? ;o)
Ja, die Kamera sagt dir dann, dass die LED zugeklebt ist.
Kann man die nicht mit Stärke bestellen?
Ich finde das aktuelle Licht nicht gerade auffallend. Vor allem bei Tageslicht ist es doch sehr dezent, dann lieber klassisch wie früher mit rotem blinkenden Punkt
Wird Zeit, dass solche Brillen mit Kameras in Freibädern und co. verboten werden.