Urteil noch nicht rechtskräftig
Sky verliert weiteren Prozess um Online-Kündigungen
Der Pay-TV-Anbieter Sky hat im Rechtsstreit mit Verbraucherschützern eine weitere Niederlage einstecken müssen. Das Landgericht München hält die von Sky gebotenen Möglichkeiten zum Beenden einer Mitgliedschaft über die Webseite weiterhin nicht für ausreichend. Seit 2022 müssen Abo-Anbieter ihren Kunden ermöglichen, online abgeschlossene Verträge ebenso einfach wieder zu kündigen, wie sie abgeschlossen wurden.
Konkret dreht sich der Streit um den von Sky angebotenen Kündigungsbutton. Bereits im vergangenen Jahr war dieser Thema vor Gericht. Damals wurde die Gestaltung und Platzierung dieser Option für rechtswidrig erklärt. Sky hatte die Funktion hinter einer Schaltfläche zum Einblenden weiterer Links am unteren Bildschirmrand versteckt.
Weiter Kritik am Kündigungsbutton
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zeigte sich jedoch auch mit der daraufhin überarbeiteten Version des Kündigungsbuttons nicht zufrieden und hat ein weiteres Verfahren gegen Sky angestrengt. Es habe vermehrt Beschwerden und Hinweise von Verbrauchern gegeben, die den Kündigungsbutton nicht gefunden hätten. Die Verbraucherschützer bewerteten die beiden ähnlich bezeichneten Textlinks „Abo beenden“ und „Infos zur Kündigung“ als irreführend. Die Auswahlmöglichkeit lasse Verbraucher perplex zurück, zumal sich unter der Option „Infos zur Kündigung“ nur Informationen zur Kündigung per Telefon oder Chat, aber kein Hinweis auf das Online-Kündigungsformular fanden.
Titelbild: Verbraucherzentrale NRW
Das Landgericht München verpflichtete Sky nun unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro, eine eindeutig erkennbare Kündigungsmöglichkeit bereitzustellen. Allerdings ist der Münchner Richterspruch noch nicht rechtskräftig. Sky hat die Möglichkeit, damit in die nächste Instanz zu ziehen.
Infos zu den gesetzlichen Vorgaben
Weitere Informationen zu den gesetzlichen Vorgaben rund um den Kündigungsbutton hat der Verbraucherzentrale Bundesverband hier veröffentlicht.

Ich verstehe diese Strategie von Sky einfach nicht. Warum riskiert man lieber Gerichtsverfahren und mögliche Bußgelder, anstatt eine transparente und gesetzeskonforme Kündigungsmöglichkeit anzubieten? Was verspricht sich das Unternehmen davon? Langfristig kostet so ein Verhalten doch vor allem Vertrauen – und das ist deutlich schwerer zurückzugewinnen als ein gekündigtes Abo.
„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“
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Einfach peinlich für eine Firma mit solchen Methoden zu „arbeiten“.
Der Richter hätte ruhig sofort 250.000€ abkassieren sollen und eine Androhung zu weiteren 250.000€.
Das hätte noch besser gewirkt, wenn der erste Richter die 250.000€ bei nicht Umsetzung schon festgelegt hätte.
Vertrauen spielt keine so große Rolle, wenn man exklusive beliebte Sportrechte besitzt.
Kommt für mich nicht überraschend.
Fühlte mich noch nie so bedrängt nach einer Kündigung wie bei denen… für mich ein Grund, nie wieder Kunde zu werden.
Aber Geld zu verlieren, tut doch weh!
Das Problem hatte ich jetzt mit Magenta TV. Ungelogen gute 20min. nach dem Kündigungsbutton gesucht.
30 Sek.:
https://www.telekom.de/kontakt/kuendigung/kuendigung-ende-vertragslaufzeit#spi_840476
Kann ich nicht bestätigen.
Hab auch am WE gekündigt, ging ohne Probleme.
Ich bin aktuell Sky Kunde, hab letztes Jahr ein günstiges Angebot für 2 Jahre genommen. Mehrfach hab ich rein aus Interesse versucht den Kündigungsbutton zu finden, ohne Erfolg. Ich hoffe die Verbraucherzentrale hat hier Erfolg, ansonsten kündige ich halt altmodisch per Einschreibenrückschein, wenn ich das möchte.
Wer so etwas nötig hat, weiß selbst, dass er durch sein Preis/Leistungsverhältnis nicht überzeugt. Armselig.
es ist doch reine Schikane von Sky,am besten immer schriftlich kündigen.
Ich fände es schöner, wenn im Umkehrschluss auch die unter diesen Voraussetzungen abgeschlossenen Verträge ungültig bzw. unwirksam blieben. Das dürfte mehr Eindruck hinterlassen bei Firmen wie Sky.
Und selbst wenn man erfolgreich gekündigt hat, ist es nicht vorbei.
Ich habe den Sky Receiver sogar zwei Tage vor Vertragsende zurück gesendet. Sky behauptete mehrmals, dass ich den Sky Receiver nicht zurück gesendet hätte. Über Chat/WhatsApp wurde mir zweimal zugesichert, dass er angekommen ist und es jetzt richtig im System hinterlegt ist. Natürlich konnte dies nie per Mail bestätigt werden.
Dann kam trotzdem die dritte Mahnung mit Androhung von Inkasso.
Erst nach einer E-Mail an alle möglichen Mail Adressen, inkl. Datenschutzbeauftragten und allen möglichen rechtlichen Drohungen, wurde dann schriftlich bestätigt, dass jetzt alles erledigt sei.
Wer Sky kündigt, sollte den DHL Beleg also besonders gut aufheben.