Zu viel KI genutzt?
Siri AI & Co.: Apple bestätigt kostenpflichtige Nutzungskontingente
Apple bereitet sich darauf vor, die Nutzung besonders rechenintensiver Funktionen von Apple Intelligence zu begrenzen. Wer sein kostenloses Kontingent aufgebraucht hat, muss entweder warten oder künftig für zusätzlichen Zugriff bezahlen. Dies bestätigt Apple jetzt erstmals ausdrücklich in einem neu veröffentlichten Support-Dokument zu den Nutzungslimits von Apple Intelligence.
Betroffen sind Funktionen, die nicht ausschließlich lokal auf iPhone, iPad oder Mac ausgeführt werden, sondern auf leistungsfähige serverseitige Modelle zurückgreifen. Apple nennt unter anderem Siri AI, Image Playground und die intelligenten Fotowerkzeuge „Bereinigen“, „Verlängern“ und „Räumliches Neuausrichten“.
Auch die in Kurzbefehlen verfügbaren Modelle AFM 3 Cloud und AFM 3 Cloud Pro fallen darunter. Gleiches gilt für Anwendungen von Drittentwicklern, die Apples Foundation Models über Private Cloud Compute verwenden.
Nach dem Limit folgt eine Wartezeit
Wie großzügig die kostenlosen Kontingente ausfallen werden, lässt Apple offen. Die Limits können dem Unternehmen zufolge abhängig von der jeweiligen Funktion, der Komplexität einer Anfrage, der aktuellen Serverauslastung und weiteren Faktoren variieren.
Ist die Grenze erreicht, wird die jeweilige Funktion vorübergehend gesperrt und steht erst nach einer Wartezeit wieder zur Verfügung. Wie lange diese dauert, nennt Apple ebenfalls nicht. Wer nicht warten möchte, soll stattdessen gegen Bezahlung erweiterten Zugriff erwerben können. Preise oder konkrete Tarifmodelle wurden bislang nicht angekündigt.
Apple Intelligence+ wurde schon länger erwartet
Ganz überraschend kommt dieser Schritt nicht. Bereits 2024 gab es Berichte über ein mögliches kostenpflichtiges „Apple Intelligence+“. Im Juni hatte Apple dann erstmals bestätigt, dass bestimmte serverbasierte KI-Funktionen täglichen Nutzungslimits unterliegen und erweiterte Kontingente über die meisten iCloud+-Abonnements angeboten werden sollen.
Wie diese beiden Modelle zusammenspielen, ist derzeit noch unklar. Denkbar wäre, dass zahlende iCloud+-Kunden größere Kontingente erhalten und darüber hinaus zusätzlicher Zugriff separat gebucht werden kann. Apple macht hierzu bislang keine konkreten Angaben.
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Home-Kameras bereits nach Tarif gestaffelt
Ein erstes Beispiel für die Staffelung liefert die Home-App. KI-generierte Videozusammenfassungen stehen je nach iCloud+-Tarif für unterschiedlich viele Kameras zur Verfügung. Der 2-TB-Tarif unterstützt eine Kamera, bei 6 TB sind es zwei und beim 12-TB-Abo bis zu fünf Kameras.
Apple verweist in dem neuen Support-Dokument auf die Softwareversionen des Jahres 2027. Spätestens mit der nächsten großen Betriebssystemgeneration dürfte das Unternehmen daher genauer erklären müssen, wie groß die kostenlosen Kontingente ausfallen und was zusätzlicher Zugriff auf Apple Intelligence kosten wird.

