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"Heimliche Überwachung"

Schwere Vorwürfe: Apple soll Siri-Aufzeichnungen weiter massiv auswerten

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In einem offenen Brief an europäische Datenschützer formuliert ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter schwerwiegende Anschuldigungen. Apple wertet die Siri-Sprachaufzeichnungen demnach weiterhin umfangreich aus. Entgegen den im vergangenen Jahr gemachten Versprechungen des Konzerns habe sich die Vorgehensweise nicht grundlegend verändert.

Sirigif

Wir erinnern uns: Apple musste letzten Sommer eingestehen, dass Siri-Sprachaufzeichnungen von Mitarbeitern abgehört, teils auch abgeschrieben und ausgewertet werden. Der Vorgang an sich ist nicht ungewöhnlich und wurde so auch von den Apple-Konkurrenten Amazon und Google praktiziert, Apple muss sich aber vorwerfen lassen, darüber nicht freiwillig informiert zu haben. Dies wirkt mit Blick darauf, dass Apple zeitgleich mit groß angelegten Werbekampagnen auf seine hohen Datenschutz-Standards verwies, nicht sonderlich aufrichtig.

Auf öffentlichen Druck hin hat sich Apple damals entschuldigt und angekündigt, dass Nutzer fortan selbst darüber entscheiden, ob sie ihre Sprachaufzeichnungen für Verbesserungszwecke zur Verfügung stellen. Den nun von Thomas Le Bonniec getroffen Aussagen zufolge ist dem allerdings nicht so. Er habe täglich Hunderte von Aufnahmen anhören müssen, die oft auch ohne eine gezielte Aktivierung von Siri und somit ohne, dass sich die betroffenen Apple-Kunden darüber bewusst waren, gemacht wurden.

Datenschutz Apple

Siri zeichnet auch Gespräche im Umfeld auf

Bemerkenswert ist hier, dass Le Bonniec zufolge keinesfalls nur die Besitzer der Apple-Geräte betroffen seien, sondern nach zufälliger Siri-Aktivierung auch sich im Umfeld befindliche Personen – beispielsweise Mitbewohner, Kollegen, Verwandte oder Kinder. Das System habe dabei vielfältige Informationen und private Gesprächsinhalte erfasst.

Ein weiterer Vorwurf unterstellt Apple, umfangreiche Datenbanken mit sensiblen Informationen aufzubauen. So sei ein spezielles Team innerhalb von Apple damit betraut, bestimmte Schlüsselworte in den Aufzeichnungen mit persönlichen Daten der Nutzer zu verknüpfen. Diese Mitarbeiter hätten Zugriff auf die von Apple gespeicherten Daten der Nutzer, darunter Kontaktdaten, Notizen, Kalender, Fotos, Karten, Wiedergabelisten und mehr. Es sei offen, was Apple mit dieser Informationssammlung plane.

Whistleblower hofft auf EU-Datenschützer

Le Bonniec setzt mit dieser Veröffentlichung viel aufs Spiel, hat er damit doch auch die bei seiner Einstellung unterzeichnete Verschwiegenheitserklärung gebrochen. Mit seinem Handeln will er nicht nur den öffentlichen Druck auf Apple erhöhen, sondern auch die europäischen Datenschutzbehörden zum Einschreiten veranlassen.

Das Thema wurde zuerst von der österreichischen Zeitung Der Standard aufgegriffen. Der offene Brief des ehemaligen Apple-Mitarbeiters lässt sich hier als PDF laden.

Mit Dank an Yupp!

Mittwoch, 20. Mai 2020, 10:48 Uhr — Chris
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  • meme: batmanslap
    robin: „in the name of scie…..“
    batman: „*slap* dsgvo“

  • Ob die unwillkürlichen Reaktionen seitens Siri, die sie neuerdings ohne ersichtlichen Grund an den Tag legt, damit zusammenhängt? Man weiß es nicht…

    Scheinbar seid Umstellung auf tvOS reagiert sie beim normalen Gebrauch, selbst während der HomePod Musik spielt auf youtubevideos die über den Fernseher laufen, obwohl der hey Siri befehl weder von mir noch vom Fernseher ausgehend ausgesprochen wird. Alles sehr mysteriös.

    • Bei uns ist das auch so. Siri fragt so oft einfach so nach ohne das wir „hey Siri“ rufen. Sie klingt sich einfach mit ein. Bei Filme/Serien von Disney, Netflix, aber komischerweise ist das noch nie bei Apple TV+ passiert?! Mich hat es schon gewundert, jedoch dachte ich, es wäre mal wieder ein allgemeiner Bug von der „dummen“ Siri. Ist sie vllt doch schlauer als wir alle denken?! ;)

    • Genau das passiert bei mir auch ! Ist schon komisch und gruselig , wenn siri „out of the blue“ aktiviert wird !

    • Das habe ich auch schon beobachtet, dass Siri sich ohne Aufforderung aktiviert. Dadurch wird die Skepsis meiner Frau gegenüber diesen Assistent*innen natürlich beflügelt (meine eigene Skepsis aber auch).

    • Das ist schon immer so. Wie bei jedem Sprachassistenten.

    • Bei mir ebenfalls. Allerdings wurde in jedem Fall, kurz zuvor, etwas in der Art von „Hey Siri“ gesagt. „Ey Kiwi“ im TV und schon fragt Siri: „Ja, bitte?“
      Nur Beispiele…

    • Passiert mir regelmässig, hängt hier aber wohl vom Akzent ab. Wenn ich auf Schweizerdeutsch mit jemandem rede und z.B. „…hei si…“ (…haben sie…) sage, reicht das Siri zur Aktivierung. Deutsch mit Schweizer Akzent will Siri dagegen sehr schlecht verstehen…

  • Siri hat bei mir eh meist versagt…
    Seither liegt sie deaktiviert in der Schublade und hört hoffentlich nichts…

    :-/

  • Jetzt mal ganz ehrlich, nüchtern und realistisch…

    hat jemand was anderes erwartet? also ganz konzernübergreifend…
    In Zeiten in denen Daten so begehrt,, Speicherplatz so billig und die Mehrwerte aus den Daten so begehrt sind, müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn irgendein signifikantes Umdenken in puncto Datensammelei und Zweitverwertung über Dritte anders angegangen wird.

    Schließlich können mir Webseitenbetreiber auch nicht erklären, warum sie redundant an zig Firmen Daten per Cookie übermitteln, ohne zu wissen, was mit den MEINEN Daten passiert, ob diese Dritten vertrauenswürdig sind, die man den eigenen Webseitenbesuchern aufzwingt, mit dem Generalargument, dass man den Host finanzieren können muss.
    Ich hab da zb. schon Cookie-Ankreuzlisten gesehen, die mehrere Bildschirmseiten lang sind…

    • Was Du oder sonst jemand erwartet ist völlig unerheblich. Es kommt nur darauf an, was Apple seinen Kunden verspricht bzw. vorlügt.

    • Das ist ja der Punkt, den viele ausser Acht lassen, man selbst aber immer als Aluhutträger beschimpft wird. Wer sich mal näher mit Big Data und Metadaten beschäftigt, stellt fest, dass das alles nicht so ohne Weiteres mit „egal“ beiseitegewischt werden kann..
      just my 2 cents..

      • Hat nichts mit Siri zu tun, aber zum Kommentar allgemein:
        Firefox, uBlock Origin, No Script und allgemein für das Netzwerk Pi-Hole. Damit kann man schon einiges einschränken, natürlich nicht alles.

      • doch iTobi, das hat es.

  • Früher alle so: psssst wir müssen leise sprechen, sind vielleicht Wanzen im Raum.
    Heute so: lasst uns alle selbst verwanzen…

    Ja ich weiß Siri und iPhone und bla bla hören auch zu, es geht aber ums Prinzip. Hab zwei meiner vielen Sonos die auch Alexa können, aber ich werd nen Teufel tun und den Mist aktivieren.

    Shitstorm in 3…2…1…

    • Nur mal nachgefragt:
      Also ihr (Du und andere) habt früher leise gesprochen, weil ihr vermutet habt, dass ihr abgehört werdet?
      Somit hat sich dann ja für Dich nicht geändert, oder?

      Nix „Shitstorm“, aber total dubiose Argumentationskette, die Du konstruierst.

      • Herzlichen Glückwunsch Peter! Du hast Dich doch tatsächlich berufen gefühlt Deinen Senf zum besten zu geben.

        Die Argumentation ist nur in Deinen Augen Käse, weil Du oder ( ihr ) schon dem System hörig seid.

        Es ist eine Anspielung auf z.b. Filmsequenzen in denen man es genau so gesagt hat. Heute denkt keiner mehr darüber nach, welche Auswirkungen all dies haben kann. Aber lasst euch gern weiter zuhören beim kacken, vögeln und was auch immer.
        Am Stammtisch dann aber: “ hab neulich wieder Werbung angezeigt bekommen über welches Produkt ich mich eben erst unterhalten hab…“
        oh whatever… der Menschheit ist eh nicht mehr zu helfen. Sieht man ja an deinem Kommentar

      • @Maxis
        Ich habe das schon verstanden, nur halte ich genau das für Stammtisch-Gebrabel, wie Du es jetzt anführst. Offensichtlich hast Du aber den Artikel auch nicht gelesen oder verstanden, sonst würdest Du nicht mit „nicht Mist aktiviert“ hier kommentieren. Wir sind aber am Ende im gleichen Konsens; das mit Menschheit und so. Nur zähle ich Dich dazu, so wie Du mich zu Deiner „anderen Seite“. Witzig, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind. Dennoch, einen angenehmen Tag :)

      • @Peter
        Danke für deinen Kommentar.
        Weißt Du, dass ist eben auch eines der Probleme der heutigen Zeit. ( InternetZeitalter) es wird viel geschrieben und diskutiert (falls überhaupt noch). Das wesentliche bleibt aber auf der Strecke… das menschliche, die Mimik, die emphatischen Empfindungen usw.
        Sicher sind wir auf einer „Linie“ wenn dann das so sagen kann. Für mich ist der ganze Käse nichts, vielleicht ist es paranoid, aber ich will es einfach nicht.
        Schlagzeilen wie diese, bedeuten zwar kaum etwas aber dennoch ist ja auch immer ein Funken Wahrheit enthalten. Hab ein schönes langes Wochenende sofern es Dir gegeben ist.

      • Ui, trotz Lockdown? Ich wusste gar nicht, dass virtuelle Chemtrails solche Spuren hinterlassen… :(

        Dann mal schnell den Alu-Hut wieder auf, bevor die letzten Gedanken auch noch abgesogen werden!

      • Bitte beachtet, dass das nicht nur Zitate aus irgendwelchen Filmsequenzen sind. Je nach dem, in welchem Teil dieses Landes jemand groß geworden ist, kann genau das sein Alltag gewesen sein. Und dann muss er keinen Aluhut tragen, um Unverständnis darüber zum Ausdruck zu bringen, wie jemand leichtgläubig sein ganzes Privatleben einem Unternehmen bereitstellen kann.
        Schaut man doch nur mal über den großen Teich, wie schnell ein ganzes Land einen fraglichen Präsidenten wählt, sollte doch jedem klar werden, dass Demokratie, so schön sie ist, kein Allheilmittel ist. Und legt ihr dann die Hand dafür ins Feuer, niemals als regierungsfeindlich eingestuft werden zu können und euch aufgrund eures Privatlebens niemals Konsequenzen drohen könnten?

      • Schön gesagt, nur leider von den wenigsten auch wirklich verstanden.

    • Der eigentliche Unterschied ist doch, dass man früher strikt drauf geachtet hat, dass die Tür der Telefonzelle geschlossen war, bevor man angefangen hat zu telefonieren…
      Heute wird in aller Öffentlichkeit im Beisein unbeteiligter telefoniert… ganz ohne Tür, ganz ohne Schnur :-)

    • Doof nur, wenn ausschalten nichts bringt und es trotzdem aufgezeichnet wird. Schmeiß es lieber aus dem Fenster, wenn du auf Nummer sicher gehen willst.

  • Ist das egtl dieses Machine Learning von dem immer alle reden?

  • „formuliert ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter“ warum wundert es mich nicht, dass so etwas von einen ehemaligen kommt…

    • Er hat selbst gekündigt und nennt zudem seinen vollen Namen. Das zeugt von deutlich mehr Eiern, als hier anonym im Forum zu stänkern.

      • Nach ganzen 2 Monaten hat er selbst gekündigt? Sagt er.
        Soll ich dir sagen wie dieses Beschäftigungsverhältnis von außen für mich aus sieht?
        Drei mal darfst du raten.

      • Wer stänkert hier? Das bist doch eher du, ich schrieb nur dass es von einen ehemaligen kommt. Ein noch beschäftigter würde das kaum machen.

        Unabhängig das dies bzgl. Datenschutz ein NoGo von Apple wäre, ist es ein absolutes NoGo was dieser ehemalige Angestellte macht. Einen Job in der IT Branche bei den großen wird er wohl nun kaum mehr bekommen, denn er trägt Internes nach außen und verstösst somit definitiv gegen die Verschwiegenheitsklausel, die zu 100% in einen Vertrag enthalten war.

      • @Ichy: Bist du denn auch der Meinung, Edward Snowden hätte niemals Geheimdienst-Interna an die Öffentlichkeit tragen dürfen, weil er damit gegen seinen Arbeitsvertrag, Verschwiegenheitsvereinbarungen und US-Recht verstoßen hat?

        Es gibt eben Menschen, die im Interesse des Allgemeinwohls bereit sind, Schaden auf sich selbst zu nehmen. Das mag in einer Gesellschaft, die immer stärker von Egoismus geprägt wird, dem einen oder anderen wahrscheinlich befremdlich vorkommen, es gibt aber glücklicherweise noch genügend Menschen, die aus Überzeugung altruistisch handeln.

        Hinweis: Meine Aussagen beziehen sich lediglich auf deine Argumentation und stellen keine Bewertung der Motivation des im Artikel behandelten Whistleblowers dar.

    • Naja. Auch ein aktueller Apple-Mitarbeiter wäre ab dem Moment, in dem er eine solche Veröffentlichung macht, ein ehemaliger Mitarbeiter. Oder anders formuliert: Whistleblower sind immer ehemalige, alles andere ergäbe schließlich keinen Sinn. Ob du ihm nun Glauben schenkst oder nicht, das ist deine Sache. Aber mit seinem Status als (nur) ehemaliger Mitarbeiter sollte das wenig zu tun haben.

      • Warum sollten Whistleblower nur ehemalige Mitarbeiter sein? Nicht jeder Whistleblower geht mit vollem Namen an die Öffentlichkeit. Wenn er oder sie überhaupt an die breite Öffentlichkeit geht.

  • Na ja erstmal Behauptungen. Warten wir mal ab……

  • Schon spannend was man alles für „Geschäftsgeheimnisse“ von Apple erfährt, wenn man mal ganze zwei Monate lang in einem Drittunternehmen für Apple arbeitet.
    Wenn es dieses Team wirklich gibt, was Zugriff auf Bilder, Kontakte, etc und diesen sehr persönliche Schlüsselworten hat und miteinander verknüpft, dann erfährt garantiert kein Mitarbeiter wie dieser Herr davon. So fahrlässig ist keine Firma.

  • Ich persönlich hab da nicht so ein Problem mit, weil ich nicht glaube, dass es irgend jemanden wirklich interessiert was ich da sage. Ich will die Dienste nutzen, und habe auch kein Problem damit etwas beizutragen um diese zu verbessern. Im Zweifel hat man ja immer noch die Möglichkeit das abzuschalten.

    • 6 setzen! Es geht doch darum, dass besagte Abschalten nur Fake ist!

      • Danke!

      • Wo steht das denn genau? Habe das so verstanden, dass auch mit aufgezeichnet wird, wenn Siri nicht aktiviert wurde (also durch das Aktivierungswort) und nicht, wenn Siri komplett abgeschaltet wurde.

      • Abschalten Fake? steht dort nirgendwo.
        Wieder so ein inszenierter Pseudoskandal.
        Geschickt gemacht indem dies nicht behauptet wird sondern diese Interpretation den üblichen Verdächtigen überlassen wird.

  • Tja, wenn das stimmt ist das wirklich ein starkes Stück. Ich hoffe sehr es kommt zu entsprechenden Nachforschungen die über das oberflächliche hinaus gehen. Bestenfalls zu Durchsuchungen (sofern es die rechtliche Grundlage gibt) um einmal genau festzustellen was da los ist. Das wäre im Sinne der Bürger und ein starkes Zeichen. Seitens der EU erwarte ich da ein eisernes Durchgreifen. Die US-Justiz wäre da auch nicht zimperlich.

    • Ich frage mich ja, woher der Ex- Mitarbeiter überhaupt wissen kann, dass diese Gesprächsschnipsel ohne Einverständnis des Gerätenutzers aufgezeichnet wurden?
      Apple liefert also neben der Gesprächsaufzeichnungen also auch noch mit, dass der Gerätenutzer dass ja gar nicht wollte, oder wie habe ich dass zu verstehen?
      Ich hoffe mal, dass aufgrund einer Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters, der ganze 2 Monate in einer Drittfirma für Apple gearbeitet hat, und ohne Beweise hier kein Fass aufgemacht wird.
      Schon erstaunlich, dass überhaupt berichtet wird darüber.

    • Ja, ich denke auch da muss nochmal behördlich nachgeforscht werden. Das eine ist ja, es kann tatsächlich sein, dass es technisch teilweise unumgänglich ist, so vorzugehen um die versprochenen Features von Siri erfüllen zu können. Was aber gar nicht geht in meinen Augen, ist das kommunizieren falscher Tatsachen. Sollte es z.B. tatsächlich so sein, dass das Marketing/die Geschäftsleitung keine Ahnung hat(te) und Dinge versprochen hat, die von den Entwicklern so nicht erfüllt werden können, so gehört das klar aufgezeigt- was auch immer die Konsequenzen dann sein mögen. :-/

  • Abwarten bis weitere Details kommen, aber glauben tue ich. Wie soll man sonst die Technik ausbauen!

  • Sollte dies stimmen, dass man es eigentlich nicht deaktivieren kann, hat Apple mein Vertrauen in die Firma und in K. I. allgemein zerstört. Ich habe angegeben, dass keine Audioschnipsel ausgewertet werden dürfen. Dass die Transskripte weiter übertragen werden, wird klar kommuniziert und ist für mich ok. Aber wenn die Audios weiter dabei sind und im Hintergrund noch Dinke verknüpft werden, war es das! Dann fliegen HomePod und Smart-Home ja so etwas von auf den Müll und Jupp, dann kaufe ich mir tatsächlich ein einfache T9-Handy – denn zu Android gehe ich sicher nicht. Wäre ja ziemlich … Mit etwas Übung bekomme ich es bestimmt hin, wieder SMS zu tippen, Flat hat ja jetzt eigentlich auch jeder.

    • Da bin ich ganz bei dir. Ich liebe Technik und mir ist klar, dass sie auch irgendwie verbessert werden will. ABER ich kaufe Apple wegen dem Datenschutz. Nutze kein WhatsApp oder Facebook, suche im Netz mit DuckDuckGo und schaue, nicht überall Nutzerkonten oder anderes zu hinterlassen. Ich lebe eben Datensparsam und vertraue Apple auch, wenn die mir sagen, die Transkripte werden anonymisiert übertragen und lassen sich nicht mehr einer Apple-ID zuordnen. Mir geht es hier einfach ums Prinzip und das ich viel Geld für diese Versprechen zahle. Ich bin aber 1981 geboren und weiß, dass ich durchaus auch wieder ohne all diese Spielereien leben kann. Ich wäre demnach dann auch weg und würde meine Begeisterung dann aufgeben. Für mich gibt es in der Technikwelt eben nur Apple, da ich bis dato nur hier den Datenschutz für sehr angemessen empfunden habe. Sollte an der News also etwas dran sein und meine Stimme wurde weiter übertragen, ausgewertet und sogar noch im Hintergrund mit anderen meiner Daten verknüpft, war es das! Dann lösche ich meine Apple-ID, obwohl da tausende Euros drin stecken. Ich bin gerade wirklich wütend und versuche ruhig zu bleiben, denn noch müssen mehr Details dazu ans Licht kommen. Ich erwarte, dass man dran bleibt. Das die News-Portale hinterfragen und das nicht als einfache Sache raushauen und dann kommt über Tage keine Updates. Also, journalistische Arbeit bitte.

    • Das trifft auch meine Meinung. Der Hauptgrund Apple Produkte zu nutzen ist der Datenschutz. Sollte hier der Kunde wissentlich getäuscht werden und eine Besserung, wenn gar das Gegenteil, nicht in Sicht ist, gehe ich mit Verzicht in ein gutes Gefühl der Freiheit. Mein Leben funktioniert auch ohne Apple, iCloud und Co ganz gut.

  • Damit könnte man den gestern besprochenen FBI-Disput als inszeniertes Theaterstück und strategisches Täuschungsmanöver deuten.

  • Ich habe Siri nie genutzt. Für Manchen mag es eine Erleichterung sein, ich brauche das nicht und habe es immer deaktiviert.

  • 1. Es ist EINE Quelle.
    2. Er hat in einem DRITT-Unternehmen gearbeitet.
    3. Für acht Wochen…
    4. Über die Gründe seines Ausscheidens wissen wir nichts, es liegen aber welche sehr nahe.

    Fragen:
    Wo ist die zweite unabhängige Quelle?
    Warum arbeitete er nur acht Wochen dort?
    War er in einer Position, in der er klar überblicken konnte, dass mit illegal gewonnenen Daten gearbeitet wird?
    Was ist seine Motivation, mit dieser Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen?

    Fazit:

    Eine Melange aus „Apple, heimliches Datenabgreifen, Ausspionieren, Lauschen, User wird heimlich ausgenutzt“ taugt immer für
    a) einen Bericht, selbst in seriösen Medien, denn auch die sind wegen ihrer Werbeeinnahmen auf Klicks angewiesen und Apple ist ein Klickgarant für so etwas
    b) jede Menge Aufregung derjenigen, die eh gerne alles glauben, vor allem wenn es nach Verschwörung klingt, dabei aber gerne und häufig zum Android-Smartphone greifen

    So etwas taugt leider nicht dazu, so etwas erst einmal gelassen einzuordnen, um in 14 Tagen womöglich zu erfahren, dass es nichts war als ein Hoax.

    Aber dann wieder in einem halben Jahr sagen: „Man liest ja so viel über die Datenmissbräuche bei Apple.“

    Apple = Hardwareanbieter mit ein paar Unterhaltungsinhalten, Daten dienen der Produktverbesserung
    Google = Datenverwertungsunternehmen, das vom Datensammeln, -Auswerten und Weiterverkaufen lebt

    Finde den Unterschied.

    • Alles berechtigte Einwände, aber, da die EU jetzt offenbar involviert ist, bin ich zuversichtlich, dass dies nachgeprüft werden wird und wir dann irgendwann schlauer sind.
      Bis dahin: FALLS diese Vorwürfe zutreffend sind, muss sich Tim Cook warm anziehen

    • Dein Fazit wäre schlüssiger, wenn du die verlinkten Quellen gelesen hättest und anhand der dort enthaltenen Informationen argumentiertest. Viele deiner Fragen wären dann bereits beantwortet.

      Im Zeitraum seiner Anstellung gab es weitere Whistleblower. Auf deren Aussagen basierte letztes Jahr der Guardian-Bericht, über den hier seinerzeit berichtet wurde – ist ebenfalls oben verlinkt.

      Aber ich stimme dir zu, dass man solchen Vorwürfen mit einer gesunden Portion Skepsis gegenübertreten sollte, wenn es keine Belege gibt. Die zwei Screenshots im Standard Artikel stützen die Behauptungen nicht unbedingt, aber evtl. hat der Herr noch etwas in der Hinterhand, das er für die geforderten Ermittlungen zurückhält.

  • Solange es keine umfassenden staatlichen Prüfungsrechte bei Technik Unternehmen gibt, sind die Datenschutzversprechen von Apple und Co. nichts wert. Warum können sich die Politiker nicht endlich dazu durchringen?

    • Dazu müssten sie erstmal Technologie und dieses dubiose Internet grundlegend verstehen. Da dies erst passiert wenn diese Alten Säcke endlich ausgestorben sind und eine jüngere Generation nachrückt wird es nich sehr lange dauern.

      • Sorry aber das ist Käse. Die Politiker müssen die Technik überhaupt nicht verstehen, sondern sie müssen die richtigen Berater haben. Das gilt nicht nur für Software, sondern bei allem.

  • Noch recht ominös die Geschichte. Ich bitte auch um Updates, wenn es da Neuigkeiten gibt.

  • Hab‘ Siri jetzt komplett deaktiviert. Schade, dass CarPlay nicht mehr funktioniert, aber lieber so als andersherum

  • Mal eine Frage ans Auditorium. Man kann Siri in den Einstellungen deaktivieren. Falls das auch nichts nützt, wären die im Bericht gemachten Aussagen schon mehr als bedenklich. ;-/

    • Da wäre ich dann ganz bei Hubert.

    • Dies kann schon allein dadurch nicht stimmen dass man solche Datenströme über eine Internetverbindung mit Programmen ala „Little Snitch“ prüfen kann. Auch das OS selber kann unabhängig von Apple dahingehend überwacht werden welche Subprozesse aktuell ausgeführt werden. Wäre das der Fall hätten das zehntausende Menschen auf der Welt schon herausgefunden. Insofern muss man den ganzen „Bericht“ als sehr dubios und unseriös kritisieren.

  • Ok. Danke. Habe Siri erstmal deaktiviert. Es wirkt in der Tat dubios, da gerade Cook offensiv mit dem Datenschutz wirbt und sich auch mit dem FBI angelegt hat.

  • Das kann doch überhaupt gar nicht sein. Sowohl Apple als auch Amazon sagen dass das nicht gemacht wird, dann wird es auch nicht gemacht!

  • Kann ich so nicht glauben. Wenn die Zugriff auf Bilder haben, müssten die folglich in der iCloud sein. Diese werden doch aber verschlüsselt. Merkwürdige Story…

    • Wenn du die Photo Mediathek nicht aktiviert hast, dann sind die Photos teil der iCloud Backups. Und zu diesen hat Apple einen Schlüssel. Ich glaube diesen Teil der Geschichte aber auch nicht.

  • Wenn dem wirklich so ist, dass Apple selbst bei deaktivierter Siri mithört, finde ich das nicht nur nicht i.O. sondern kriminell.

  • Ich habe bei mir auch festgestellt, dass Siri schon aufnimmt, bevor ich den Knopf drücke um Siri zu aktivieren. 1-2 Wörter sind dann mit dabei die ich vor dem Drücken des Home Buttons gesagt habe!
    Und „hey Siri“ ist nicht aktiviert. Trotzdem hört Siri permanent mit.

  • Mal gespannt, ob das stimmt. Es könnte ja doch sein, dass zumindest die Besitzer ihr Einverständnis gegeben haben, das kann der Whistleblower vermutlich nicht ausschließen. Problematischer ist natürlich, dass auch die Gespräche von unbeteiligten Besuchern betroffen sind. Ich arbeite selbst gelegentlich für ein Unternehmen, welches für Konkurrenten von Apple Nutzereingaben (Sprache und Schrift) abtippen lässt. Ich habe häufig Aufzeichnungen bekommen, wo sich der Sprachassistent angesprochen fühlte, obwohl er nicht gemeint war. Das kam häufig bei lautem Rufen/Geschrei vor, z.B. wenn Eltern mit ihren Kindern geschimpft haben oder jemand seinem Kollegen im Nachbarraum etwas zugerufen hat. Das war teilweise ausgesprochen amüsant. Nicht nur die unbeabsichtigten Aktivierungen, sondern auch die bewussten Anfragen, z.B. flüsternde Jungenstimme: „Bilder von nackten Frauen“. :-)

    Leider ist man bei diesem Konkurrenten dazu übergegangen, nun statt Aufzeichnungen von Sprachassistenten einfach Gesprochenes aus Internet-Videos zu nutzen. Das ist weit weniger unterhaltsam.

    Es gibt aber auch einen Anbieter, der zur Verbesserung der Handschrifterkennung Leute bezahlt, die vorgegebene Texte aufs Display kritzeln, die jemand wie ich dann wiederum abtippt. Das ist sicher der sauberste Weg, KIs zu trainieren.

  • Wo führt das mit den Sprachassistenten eigentlich hin? Siri hat sich in den letzten 10 Jahren so gut wie nicht verbessert und die Akzeptanz nimmt durch das Verhalten von Apple und Amazon eher wieder ab. Mittlerweile schämt man sich ja schon wenn die Gäste so ein Teil im Wohnzimmer entdecken und fragen: „Hört das alles mit?“ Ich werd mir so schnell keine neuen Echo oder Sonos Geräte mehr zulegen und die Sprachassisten bei den Geräten die ich hab so weit es geht deaktivieren.

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