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ACR erkennt Partner-Inhalte

Roku in der Kritik: Erkannte Fernsehwerbung aktiviert Reklame-Menü

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Mit günstigen Streaming-Geräten ist der Anbieter Rokus seit kurzem auch in Deutschland aktiv. Hierzulande bietet Roku vier Streaming-Player an, die sich mit dem eigenen Fernseher verbinden lassen und verlangt für diese überschaubare Einmalzahlungen zwischen 30 und 149 Euro.

Roku Streaming Player

Zielgruppe sind Anwender und Anwenderinnen, die keine Lust auf Amazons Fire-Geräte haben und denen Apples Apple TV Box schlicht zu teuer ist, die aber dennoch eine Lösung benötigen, um Bildschirme und einfache Fernsehgeräte ohne eigene Apps zum Konsum von Mediatheken und Streaming-Diensten zu nutzen.

Werbemenü nach Content-Erkennung

Nur wenige Monate nach der Markteinführung in Deutschland sammelt Roku gerade Minuspunkte in den USA. Hier sind die Geräte des Anbieters durch aktive Werbeeinspielungen aufgefallen, die im Anschluss an offenbar automatisch erkannte Fernsehreklame von Partner-Unternehmen auf dem Bildschirm eingeblendet wurde.

Roku Reklame

Nach TV-Spot: Roku zeigt Reklame-Menü

Roku wiederholt damit, was bereit vor Jahren für einen Aufschrei unter Kunden damals aktueller Samsung-Geräte sorgte und verspielt sich das Vorschussvertrauen der Bestandskunden durch die zusätzliche Monetarisierung von Partnerangeboten. Hierzu scheint Roku auf die automatische Erkennung von ausgestrahlten Inhalten zu setzen. Immerhin: Anwender in betroffenen Regionen können die Automatic Content Recognition (ACR) in den Einstellungen ihrer Roku-Geräte manuell deaktivieren. Der Umschalter dafür versteckt sich im Bereich Privacy > Smart TV Experience.

Ob auch deutsche Roku-Kunden perspektivisch mit der Anzeige von zusätzlichen Info-Tasten rechnen müssen, wenn Roku Werbespots hiesiger Partner erkannt hat, ist aktuell noch unklar. Unsere Anfrage diesbezüglich wartet derzeit noch auf ihre Berücksichtigung.

Behörde spricht von „unzumutbare Belästigung“

Das Bundeskartellamt hatte erst im vergangenen Herbst zu Protokoll gegeben, dass Werbe-Einblendungen, wie auf Samsung-Fernsehern beobachtet, eine „unzumutbare Belästigung“ darstellen würden.

Zum Nachlesen:

18. Jan 2022 um 16:55 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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