Fokus auf Schreiben statt Apps
reMarkable Paper Pure: Neues Handschrift-Tablet startet ab 399 Euro
Mit dem reMarkable Paper Pure erweitert der norwegische Hersteller sein Angebot um ein neues Paper Tablet, das sich auf handschriftliche Notizen, Dokumentenbearbeitung und konzentriertes Arbeiten und Lesen fokussiert. Das neue Modell ordnet sich preislich unterhalb des größeren Paper Pro ein und tritt damit auch als reduziertere Alternative zum Kindle Scribe Colorsoft an, den wir vor wenigen Wochen ausführlich ausprobiert haben.
Das Paper Pure kommt mit Marker-Eingabestift
Das 10,3 Zoll große Schwarzweißgerät setzt auf ein E-Ink-Display der neuesten Generation und verzichtet bewusst auf ein Farbdisplay oder zusätzliche Multimediafunktionen. Stattdessen steht das Schreiben mit einem digitalen Stift im Mittelpunkt. Laut Hersteller wurde sowohl die Anzeige als auch die Reaktionsgeschwindigkeit überarbeitet. Handschrift soll mit einer Verzögerung von nur 21 Millisekunden erscheinen. Auch das Blättern, Zoomen und Navigieren soll deutlich schneller als beim bisherigen reMarkable 2 erfolgen.
Mit 360 Gramm Gewicht und einer Bauhöhe von sechs Millimetern bleibt das Gerät vergleichsweise leicht und flach. Die strukturierte Oberfläche soll das Schreiben möglichst nah an das Gefühl von Papier heranführen.
Die Handschrifterkennung wandelt Notizen in normalen Text um
Digitale Notizen als Teil des Arbeitsalltags
Das Paper Pure ergänzt die bestehende Produktfamilie um ein günstigeres Schwarzweißmodell. Nachdem reMarkable zuletzt mit dem kompakteren Paper Pro Move sein Portfolio erweitert und zudem die deutschsprachige Benutzeroberfläche für seine Geräte eingeführt hat, steht nun erneut neue Hardware im Mittelpunkt. Mit dem Paper Pure richtet sich der Hersteller an Nutzer, die vor allem schreiben und lesen möchten, dafür aber weder ein Farbdisplay noch die Ausstattung der teureren Pro-Modelle benötigen.
Das aktuelle reMarkable-Lineup: Paper Pure, Paper Pro und Paper Pro Move
Neben klassischen Notizbüchern unterstützt das Paper Pure auch PDFs und andere Dokumente, die direkt mit handschriftlichen Anmerkungen ergänzt werden können. Importierte Dateien aus Diensten wie Microsoft Word, Dropbox, OneDrive oder Google Drive lassen sich direkt mit dem Stift kommentieren.
KI-Funktionen und Connect als Ergänzung
Darüber hinaus bietet reMarkable eine Handschrifterkennung, mit der sich Notizen durchsuchen oder in normalen Text umwandeln lassen. KI-Funktionen können Inhalte zusammenfassen oder aus Notizen Aufgaben ableiten. Wer den optionalen Connect-Dienst nutzt (3,99 Euro pro Monat), kann außerdem Besprechungsnotizen automatisch aus Kalendereinträgen anlegen oder Inhalte direkt an Dienste wie Slack oder Miro übergeben.
Das Paper Pure nutzt dieselben Marker-Stifte wie die übrigen Geräte der aktuellen Produktgeneration. Angeboten wird das Tablet inklusive Eingabestift für 399 Euro. Damit liegt es deutlich unter den Preisen der größeren Pro Modelle und positioniert sich zugleich als preislich attraktiver Konkurrent für Amazons Kindle Scribe.
Im Bundle mit einem Marker Plus und dem Sleeve Folio kostet das in Ozeanblau, Nebelgrün und Wüstenrosa erhältliche Paper Pure 469 Euro.




399 Euro sind zwar deutlich weniger als beim Paper Pro, aber immer noch eine Menge Geld für ein Gerät, das im Wesentlichen Notizen und PDFs kann. Mich würde vor allem interessieren, wie groß der Unterschied beim Schreibgefühl zum Kindle Scribe tatsächlich ist.
Schreiben war ok aber Handballenauflage tw problematisch und halt teuer für nicht mal richtig Farbe
Hat jemand Erfahrung? Wie ist die integration in Apple und Akkulaufzeit?
Ich bin wieder auf Block und Stift umgestiegen, da mein iPad Air immer leer ist, wenn ich es brauche.
Nach Aussage von remarkable hält der Akku bis zu 3 Wochen.
Das kann ich bestätigen, habe das Pure seit drei Wochen und musste bisher nicht einmal aufladen. Nutze das gute Stück fast jeden Tag. Es ist schneller als das 2er, und das Schreibgefühl ist um Längen besser.
Lustig, bei mir ebenso ;-)
Für Apple gibt es halt die App von Remarkable und da sind dann alle Notizen hochgeladen. Der Akku hält sehr lange. Ich habe aktuell den Paper Pro und Move in meinem Besitz.
Vorher auch den Remarkable 2 und noch die ganz erste Version gehabt.
Das Schreibgefühl im örtlichen Saturn getestet war beeindruckend.
Nur der Preis ist in meinen Augen zu viel.
Leider ist der Preis weit über der Schmerzgrenze. Für 250/300€ würd ich’s mir noch überlegen.
200 Euro ist meine Schmerzgrenze, so nutze ich eben das iPad weiter und lade es halt alle zwei Tage.
Lassen sich die Geräte eigentlich auch ohne Apps oder Dienste des Herstellers nutzen? Sprich, was passiert mit meiner Hardware, wenn der Hersteller untergeht? Geht die Datenübertragung notfalls per Kabel oder WLAN (aber eben ohne spezielle App)?
Ich finde die schon recht interessant, aber angesichts des Preises hätte ich auch gerne etwas, das auch im Falle des Falles noch funktioniert …
Ohne Licht ist das doch alles doof. Andere Modelle wie Boox können das ab 400 EUR bereits.