Kleine Zusatztastatur richtet sich an Entwickler
OpenAI überrascht mit erster eigener Hardware
Während seit Monaten über ein völlig neues KI-Gerät von OpenAI und dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive spekuliert wird, hat das Unternehmen nun überraschend seine erste Hardware vorgestellt.
Statt eines neuen Endgeräts für die Nutzung von ChatGPT handelt es sich um ein kompaktes Eingabegerät für den Schreibtisch. Die Mini-Tastatur erinnert an die Creator Micro des kooperierenden Zubehörherstellers Work Louder und wurde auf der Branchenmesse AI Engineer World Fair erstmals öffentlich gezeigt.
Das Gerät besitzt frei belegbare mechanische Tasten sowie zusätzliche Bedienelemente und ist speziell für die Nutzung von OpenAIs Programmierassistent Codex gedacht. Nach Angaben des Unternehmens soll die Hardware den Arbeitsablauf vereinfachen und häufig genutzte Funktionen schneller erreichbar machen.
Damit verfolgt OpenAI zunächst einen deutlich pragmatischeren Hardwareansatz als viele erwartet hatten. Anstatt eine neue Geräteklasse einzuführen, ergänzt das Unternehmen den bestehenden Arbeitsplatz von Entwicklern.
Hardware als Teil der Softwarestrategie
Codex hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Werkzeug für Programmierer entwickelt. Die neue Tastatur soll genau an dieser Stelle ansetzen. Entwickler können typische Codex-Funktionen über dedizierte Tasten aufrufen und müssen ihre Arbeitsumgebung dafür nicht verlassen. Das spart einzelne Arbeitsschritte und macht den KI-Assistenten stärker zum festen Bestandteil des täglichen Workflows.
Strategisch dürfte OpenAI damit noch ein weiteres Ziel verfolgen: Nachdem sich viele Entwickler parallel bei unterschiedlichen KI-Anbietern bedienen, versucht das Unternehmen offenbar, die eigene Plattform enger an den Arbeitsplatz zu binden. Wer seine Arbeitsabläufe auf Codex und die dazu passende Hardware ausrichtet, dürfte seltener auf konkurrierende Angebote wie Claude Code zugreifen.
ChatGPT-Hardware bleibt weiter in Entwicklung
Die Vorstellung der Tastatur bedeutet allerdings nicht das Ende der deutlich größeren Hardwarepläne. OpenAI arbeitet gemeinsam mit Jony Ive weiterhin an einer neuen Gerätekategorie.
In den vergangenen Monaten änderten sich allerdings mehrfach Zeitplan und Erwartungen. Aus einem zunächst vermuteten Wearable wurde später ein eigenständiges KI-Gerät. Zuletzt deuteten Berichte sogar auf ein eigenes Smartphone mit agentenbasierter Bedienung hin.
Das Coding-Keyboard ist damit weniger als Vorbote eines „iPhone-Nachfolgers“ zu verstehen, sondern vielmehr als erstes greifbares Hardwareprodukt aus dem OpenAI-Umfeld. Der Marktstart soll in knapp zwei Wochen erfolgen.

Finde ich den richtigen Ansatz. Fokus auf gewohnte Dinge und Produktivität.
Bin gespannt auf den Preis.
Does it blend?
Hahahaa, das ist also (vorerst) übrig geblieben von der gehypten Ankündigung. Jede Wette, egal was noch kommt – es wird nicht „den Hardwaremarkt revolutionieren“. Ich habs schon immer gesagt – John Ivy wird gnadenlos überschätzt (big man fallancy)
Ich korrigiere: „great men fallacy“.