Zweites Projekt mit KI-Unterstützung umgesetzt
Claude Code im Einsatz: Radiobar als eigene Radio-App für die Mac-Menüleiste
Nach der kürzlich vorgestellten Kompressionslösung „Videoquetsche“ haben wir einen weiteren Versuch unternommen, eine kleine Alltagsanwendung mit Unterstützung von Claude Code umzusetzen.

Radiobar: Lebt in der Mac-Menüleiste und spielt Onlineradio
Diesmal lag der Fokus nicht auf Videodateien, sondern auf dem Hören von Online-Radiosendern direkt am Mac.
Radiobar als eigene Radio-App für die Mac-Menüleiste
Ausgangspunkt war die langjährige Nutzung der Das Deutschlandradio-App von Rainer Killinger. Diese ist weiterhin kostenfrei verfügbar, wurde jedoch schon seit vier Jahren nicht mehr aktualisiert.
- App-Download: Radiobar auf GitHub
Zudem wollten wir eine Handvoll Sonderwünsche umgesetzt haben. Zwar haben sich viele Funktionen der inoffiziellen Deutschlandradio-App im Alltag bewährt, andere fehlten (uns) jedoch schon länger. Statt auf Alternativen auszuweichen, hatten wir daher die Idee, eine reduzierte und angepasste Lösung selbst zu erstellen. Beziehungsweise von Claude Code erstellen zu lassen.
Ab Werk sind drei Sender verfügbar, weitere lassen sich manuell anlegen
Einfache Bedienung und direkte Steuerung
Das Ergebnis ist eine kompakte Menüleisten-Applikation für macOS. Nach der Installation steht sie dauerhaft in der Menüleiste zur Verfügung und bietet standardmäßig den direkten Zugriff auf die drei Programme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova. Der Wechsel zwischen den Sendern erfolgt entweder per Maus oder über ein frei definierbares Tastenkürzel, dass alle Sender der Reihe nach durchläuft. Zusätzlich lassen sich die Programme auch direkt über numerische Kurzbefehle anwählen.
In den Einstellungen werden die Sender konfiguriert
Ergänzend dazu unterstützt die Anwendung ein systemweites Tastenkürzel zur Stummschaltung, etwa um kurze Werbepause zu überbrücken und besitzt eine eigene Lautstärkesteuerung. Diese arbeitet unabhängig von der allgemeinen Systemlautstärke, sodass sich Radiowiedergabe gezielt regeln lässt, ohne andere Audioquellen zu beeinflussen.
Per Rechtsklick lassen sich die Einstellungen aufrufen und die Sender mit der Maus wechseln
Neben den drei voreingestellten Sendern können auch eigene Streams hinzugefügt werden. Dafür werden lediglich eine Stream-Adresse, ein Name und eine Akzentfarbe hinterlegt. Die Anwendung erweitert sich so um beliebige zusätzliche Sender.
Tastenkürzen wechseln zwischen den Sendern und schalten die Ausgabe stumm
20 Minuten mit Claude Code
Die Umsetzung erfolgte erneut mit Claude Code und benötigte rund 20 Minuten. Wie bereits beim zuvor vorgestellten Videotool haben wir die gewünschten Funktionen zunächst beschrieben und anschließend schrittweise umgesetzt. Während der Entwicklung traten kleinere Probleme im Einstellungsbereich auf, die zu Abstürzen führten. Diese konnten jedoch schrittweise behoben werden.
Die zweite App, die Claude Code in unserem 18-Euro-Abo ausgespuckt hat
Diesmal haben wir die fertige Anwendung auch signiert und im Anschluss verlinkt. Wer Interesse hat greift gerne zu. Auch die „Videoquetsche“ haben wir inzwischen signiert, damit diese auch auf modernen macOS-Versionen ohne Fehlermeldung startet.
- App-Download: Videoquetsche komprimiert Videos
- App-Download: Radiobar spielt Online-Radio in der Menüleiste





Super … aus Irin wird ja so langsam eine Software-Schmiede :-)
Eine Frage zu Claude Code und Eurem Abo. Welche Art von Abo nutzt Ihr … monatlich oder Token basiert? Ich nutze aktuell GitHub CoPilot im Abo, der ja im Agenten Mode mit z.B. Claude Sonnet 4.6 erstaunliche Ergebnisse liefert. Nutze es aktuell mit Visual Studio Code für Python Projekt. da ich nicht zwei Abos möchte, und XCode leider GitHub CodePilot nicht so elegant direkt einbindet, überlege ich auf Claude umzusteigen.
Sorry … AutoKorrektur … sollte iFun heißen
Das ganz normale „Pro“-Abo für 18 Euro pro Monat. Sind da bislang noch nicht gegen irgendwelche Limits gelaufen und haben nicht mal Xcode auf dem System installiert, sondern lediglich die Xcode-Kommandozeilen-Werkzeuge. Auch die Radio-App entstand mit Claude Sonnet 4.6, da haben wir Opus nicht mal ausprobiert. Ist wirklich erstaunlich wie leicht das alles funktioniert
Habt ihr Coding Erfahrung? Es wäre äusserst wichtig, zu wissen, ob das, was Claude ausgibt, auch wirklich sicher ist.
Guter Punkt, den du ansprichst. Vielleicht zur Einordnung: Unsere kleine Menüleisten-App macht im Kern nichts anderes, als öffentlich verfügbare Audio-Streams abzuspielen. Es werden keine sensiblen Daten verarbeitet, nichts übertragen und auch keine externen Dienste mit persönlichen Informationen angesprochen.
Das Thema Sicherheit stellt sich aus unserer Sicht daher in einem anderen Rahmen als etwa bei Anwendungen, die auf Dateien, Accounts oder Systemfunktionen zugreifen. Im schlimmsten Fall wäre hier eher mit technischen Problemen wie Abstürzen zu rechnen, nicht mit einem Risiko für Daten oder System.
Bei komplexeren Projekten oder sicherheitsrelevanten Anwendungen würden wir das Thema deutlich strenger bewerten.
Aus eigener Erfahrung .. Claude macht Fehler, das immer im Hinterkopf haben und alles kritisch hinterfragen, bezogen auf das Projekt was Du umsetzen möchtest. wenn es eine kleine lokale App ist, wie die hier vorgestellten ist es Safe…
Ich kann die Einstellungen von RadioBar nicht öffnen, habt ihr einen Tipp für mich?
Die aktuelle Version 1.4 korrigiert dieses Verhalten: https://github.com/noestreich/radiobar
Ich mache inzwischen regelmäßig gegenseitige Code Reviews/Audits. Heißt: Claude Reviewt ChatGPT Code und anders herum. Hat sich bisher für meine kleinen Vibe-Coding Projekte bewährt
Das is clever.
Eine Bitte: könntet Ihr vielleicht auch den Quellcode / das Xcode-Projekt oder was auch immer das ausgegeben wird, zum Studium zur Verfügung stellen? Vielen Dank!
https://github.com/noestreich/radiobar
Besonders spannend wäre der Weg hin zu dem Output in dem GitHub-Repo. Könnt Ihr dazu noch was sagen? Also wie habt ihr Euch die Features erarbeitet, durch sammeln oder mit Brainstorming in Claude? Gerade diese Teilschritte bis man den ersten Master-Prompt zusammen hat ist in diesem Kontext, meiner Meinung nach, die individuelle „Kunst“.