Grafischer Baukasten für Apples Wallet-App
Pass Designer: Neue Mac-App erleichtert Gestaltung eigener Wallet-Pässe
Apple stellt mit Pass Designer ein neues Werkzeug bereit, mit dem sich Vorlagen für Apple-Wallet-Pässe am Mac gestalten und prüfen lassen. Die Anwendung liegt zunächst als Beta vor und setzt macOS 27 voraus.
Der Pass Designer richtet sich vor allem an Unternehmen, Entwickler und Anbieter, die eigene Wallet-Pässe für Kundenkarten, Tickets, Bordkarten oder Gutscheine erstellen wollen.
Damit ergänzt Apple den bisherigen PassKit-Ansatz um eine grafische Arbeitsumgebung. Bislang mussten viele Wallet-Pässe stärker über Dateien, Vorlagen und technische Vorgaben aufgebaut werden. Pass Designer bündelt nun Gestaltung, Vorschau und Prüfung in einer eigenen Mac-Anwendung. Nutzer können Apple-Vorlagen verwenden oder eigene Entwürfe importieren. Logos, Hintergründe und weitere Grafiken lassen sich in den Pass einfügen, Farben und Textfelder direkt anpassen.
Die Vorschau wird in Echtzeit aktualisiert und zeigt, wie der Pass später auf iPhone und Apple Watch erscheint. Apple weist darauf hin, dass dabei dieselbe Darstellung verwendet wird wie unter iOS und watchOS. Anbieter sollen dadurch früh erkennen können, ob Texte lesbar sind, Grafiken richtig sitzen und ältere Systemversionen weiterhin unterstützt werden.
Sechs Pass-Arten und bessere Prüfung
Pass Designer unterstützt sechs grundlegende Pass-Typen: Bordkarten, Gutscheine, allgemeine Pässe, Kundenkarten, Veranstaltungstickets und sogenannte Poster Generic Passes. Je nach Typ stehen unterschiedliche Felder, Bildbereiche und Layouts zur Verfügung. Barcodes müssen nicht als Bild eingefügt werden, sondern können direkt im Werkzeug erzeugt werden.
Ein wichtiger Bestandteil ist die automatische Prüfung. Pass Designer meldet fehlende Pflichtangaben oder unerwartete Einträge bereits während der Bearbeitung. Das dürfte vor allem kleineren Anbietern helfen, die bislang an den formalen Anforderungen von Wallet-Pässen scheiterten. Die Signierung und Ausgabe fertiger Pässe bleibt allerdings weiterhin Teil des regulären Wallet-Workflows. Pass Designer erzeugt am Ende eine Vorlage, die anschließend gebaut, signiert und verteilt werden muss.
Für diese nächsten Schritte verweist Apple auf Pass Builder. Dabei handelt es sich um ein Swift-Paket für Server, mit dem Wallet-Pässe programmatisch erstellt und signiert werden können.
Alternative Lösungen für Privatnutzer
Für Privatnutzer ist Pass Designer daher nur bedingt relevant. Wer lediglich eine Kundenkarte, einen Bibliotheksausweis oder einen Barcode aus einer PDF-Datei in Apple Wallet übernehmen will, findet bei bestehenden Lösungen meist den einfacheren Weg.
Zu den interessantesten Angeboten zählt weiterhin WalletWallet. Der kostenlose Webdienst erstellt direkt im Browser Wallet-kompatible Karten aus vorhandenen QR-Codes oder Barcodes. Nutzer laden den Code hoch, ergänzen auf Wunsch Farben, Titel oder Logos und erhalten anschließend eine Wallet-Datei zum Import auf das iPhone. Eine zusätzliche App ist dafür nicht erforderlich.
Daneben stehen mit OfflineCards, Pass2U und Super Cards weitere Alternativen bereit. Diese Anwendungen verfolgen ähnliche Ziele, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Während OfflineCards vor allem auf lokale Datenspeicherung setzt, bieten Pass2U und Super Cards umfangreiche Möglichkeiten zum Anlegen und Verwalten eigener Kartenbestände.
Mit Pass Designer schafft Apple nun zwar ein eigenes Werkzeug für die professionelle Erstellung von Wallet-Pässen. Für Anwender, die lediglich einzelne Kundenkarten selbst in Apple Wallet hinterlegen möchten, bleiben die bereits etablierten Drittanbieter-Lösungen jedoch vorerst die naheliegendere Wahl.




Viel wichtiger wäre dass man endlich mal seinen ganzen Bankkarten eigene Namen geben könnte.
Das finde ich auch! Ich habe drei Karten einer Sparkasse und irgendwie tippe ich immer auf eine falsche…
Setzt macos 27 voraus. Muss ja eine ganz spezielle Supersoftware sein.
Nein, ist es nicht. Es funktioniert einfach nur mit Mobilgeräten, die iOS27 drauf haben. Somit passt das.
…ja, ich habe die neue Funktion in der Beta von iOS27 erfolgreich angewendet.